Bätzing-Lichtenthäler auf Sommerreise


Sommerreise „Gesund in der Region“ Bätzing-Lichtenthäler: Gute Versorgung braucht kompetente Ausbildung Die Sicherstellung einer guten rehabilitativen Versorgung und gute Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflege standen am Donnerstag im Vordergrund der Sommerreise von Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler: „Eine integrierte berufliche Pflegeausbildung mit generalistischer Ausrichtung bietet viele Vorteile für die Arbeitnehmer- und die Arbeitgeberseite. Davon konnte ich mich heute selbst überzeugen.“ Am Morgen machte sich die Ministerin bei ihrem Besuch der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen ein Bild vom dortigen Versorgungsangebot. Zu den medizinischen Leistungsschwerpunkten der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik zählen neben der Unfallchirurgie und der Orthopädie auch die medizinische und berufliche Rehabilitation der Patientinnen und Patienten. „Die rehabilitativen Maßnahmen haben zum Ziel, die körperliche und berufliche Leistungsfähigkeit der Patientinnen und Patienten nach einem Freizeit- oder einem Arbeitsunfall zu fördern. In Ludwigshafen erhalten sie die nötige Unterstützung, die sich direkt an die Akutversorgung anschließt, sodass hier keine wertvolle Zeit verloren geht“, erklärte die Ministerin. Die medizinische Rehabilitation dient vor allem dazu, möglichen Behinderungen oder Pflegebedürftigkeit vorzubeugen. Die berufliche Rehabilitation konzentriert sich besonders auf die Wiedereingliederung der Patientin oder des Patienten ins Arbeitsleben. Die Ministerin überzeugte sich in Ludwigshafen ebenfalls von der wichtigen Arbeit eines der größten Schwerbrandverletztenzentren in Deutschland, das jährlich mehr als 200 Patientinnen und Patienten mit schweren Brandverletzungen versorgt. Die Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen steht seit einigen Jahren auch Brandverletzten aus dem Elsass offen. „Diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist besonders in dieser Region wichtig und sinnvoll. Sie stellt für die Betroffenen eine schnelle Versorgung sicher“, lobte Bätzing-Lichtenthäler. Im Anschluss machte die Ministerin Station in Speyer und tauschte sich mit den Beteiligten vor Ort über die Ausbildungsmöglichkeiten am Ausbildungszentrum für Gesundheit und Soziales am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus aus. Hier werden seit über 150 Jahren erfolgreich Gesundheits-, Kranken, Kinderkranken- und Altenpflegerinnen und -pfleger ausgebildet. Bei ihrem Besuch unterhielt sich die Ministerin über die gemeinsame Pflegeausbildung, die das Krankenhaus im Rahmen eines Modellprojekts anbietet. Innerhalb des Modellprojekts werden die unterschiedlichen Pflegebereiche zu großen Teilen gemeinsam unterrichtet, nur ein Teil der Ausbildung erfolgt differenziert nach dem jeweiligen Vertiefungsbereich. „Ich spreche mich für eine Neuordnung der Pflegeberufe aus, bei der die Berufe der Alten-, Kranken- und Gesundheitspflege zu einem einheitlichen Pflegeberuf zusammengelegt werden sollen. Eine gemeinsame Ausbildung wird den zukünftigen Pflegefachkräften ein breites Grundlagenwissen in allen Pflegebereichen vermitteln und eine Tätigkeit in vielfältigen Arbeitsfeldern der Pflege ermöglichen“, unterstrich die Ministerin. Das Ausbildungszentrum gehe einen ersten Schritt in Richtung generalisierte Pflegeausbildung. Die positiven Erfahrungen, die das Ausbildungszentrum in den vergangenen Jahren sammeln konnte, seien ein gutes Beispiel für die Umsetzbarkeit der Generalistik. Ministerin Bätzing-Lichtenthäler nutzte den Besuch außerdem, um sich über die 75 kostenlosen Ausbildungsplätze in der Physiotherapie zu informieren, die dem Krankenhaus vor wenigen Wochen zugesagt wurden. Die Kosten für die Ausbildung werden komplett von den Krankenkassen übernommen. „Die Höhe des Schuldgelds in der Physiotherapieausbildung stellt oft eine große Hürde für die Auszubildenden dar. Ich freue mich sehr, dass die Kostenübernahme den Auszubildenden ermöglicht, sich ohne finanzielle Sorgen der beruflichen Qualifikation zu widmen“, betonte die Ministerin. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler stellt das Thema gesundheitliche Versorgung und Prävention in den Mittelpunkt ihrer Sommerreise. Unter dem Titel „Gesund in der Region“ besucht sie vom 22. bis 26. August Unternehmen, Projekte und Gesundheitsstandorte in verschiedenen Regionen des Landes. Dabei geht es ihr besonders um Information und Austausch zu präventiven Ansätzen, innovativer Medizintechnik und vorbildlichen Arbeitgebern in Rheinland-Pfalz. Rehabilitation, Pflegeausbildung, Physiotherapieausbildung, Sabine Bätzing-Lichtenthäler

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auch Kaiserslautern ist jetzt dabei


Landesweite Ehrenamtskarte Stadt Kaiserslautern führt Ehrenamtskarte ein Als 88. Kommune hat die Stadt Kaiserslautern die landesweite Ehrenamtskarte eingeführt. Die ständige Vertreterin des Chefs der Staatskanzlei, Frau Ministerialdirektorin Inge Degen und Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel unterzeichneten in Kaiserslautern eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. „In Rheinland-Pfalz und auch hier in Kaiserslautern sind die Bürgerinnen und Bürger besonders engagiert. Das erleben wir tagtäglich. Dies belegen aber auch die neuesten repräsentativen Zahlen aus dem Freiwilligensurvey eindrücklich. Mit 48,3 Prozent engagierter Bürgerinnen und Bürger liegt Rheinland-Pfalz im Ländervergleich auf Platz eins“, sagte Ministerialdirektorin Inge Degen. Es sei ein Herzensanliegen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt gut zu gestalten. Deshalb habe sie eine landesweite Ehrenamtskarte ins Leben gerufen, um gemeinsam mit den teilnehmenden Kommunen den Ehrenamtlichen für ihr Engagement zu danken und ihnen die verdiente Anerkennung zukommen zu lassen. „Je mehr Städte und Gemeinden bei dem Projekt mitmachen, desto mehr Vergünstigungen können landesweit angeboten werden“, erklärte Degen. Die Vergünstigungsliste sei mittlerweile auf rund 380 Positionen angewachsen. Die Ministerialdirektorin wünschte allen ehrenamtlich Engagierten in der Stadt Kaiserslautern viel Freude bei der Nutzung der Ehrenamtskarte. Durch die Einführung der Karte in Kaiserslautern wird das landesweite Portfolio an Vergünstigungen nun um drei Institutionen erweitert: Jeweils 50 Prozent Ermäßigung bekommen Träger der Karte auf der Eisbahn „KL on Ice“, im Stadtmuseum sowie im Zoo. „Das Ehrenamt ist eine wesentliche Säule unserer Stadtgesellschaft“, so Oberbürgermeister Weichel, „ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit dem Land den vielen engagierten Ehrenamtlichen durch die Karte etwas zurückgeben können.“ Die Ehrenamtskarte kann erhalten, wer mindestens 16 Jahre alt ist und sich in einer der teilnehmenden Kommunen durchschnittlich mindestens fünf Stunden pro Woche, beziehungsweise 250 Stunden jährlich, ehrenamtlich engagiert und dafür keine pauschale finanzielle Entschädigung bekommt. Die Inhaberinnen und Inhaber der Karte können dann landesweite Vergünstigungen in Anspruch nehmen. Die Karte wird von der Staatskanzlei ausgestellt und ist auf zwei Jahre befristet und kann danach erneut beantragt werden. Das Land stellt ebenfalls Vergünstigungen durch landeseigene Einrichtungen und Sonderaktionen. Wer sich für die Ehrenamtskarte interessiert, findet das Antragsformular sowie viele weitere Informationen unter www.wir-tun-was.de. Seitens der Stadt steht zudem die Freiwilligen-Agentur als Ansprechpartnerin zur Verfügung (freiwilligen- agentur@kaiserslautern.de; 0631 365 4471).

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Aale aus Saar und Mosel in den Rhein umgesetzt


SGD Nord: 400 Blankaale in den Rhein umgesetzt Aktuell haben Mitarbeiter der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord zusammen mit einem Berufsfischer rund 400 Blankaale von der Mosel und der Saar in den Rhein umgesetzt. Der Transport der Tiere ist eine von mehreren Maßnahmen innerhalb der „Aalschutz-Initiative Rheinland-Pfalz/RWE Power AG“ zur Bestandserhaltung der gefährdeten Fischart. Blankaale werden im Zeitraum von Ende Mai bis Ende November fast wöchentlich aus der Mosel und der Saar mit einem Fischtransportfahrzeug an den Rhein bei Rolandseck gebracht und in den Fluss umgesetzt. Von dort aus können die geschlechtsreifen Tiere ihre Laichwanderung in den Westatlantik fortsetzen. Denn Wasserkraftanlagen in den Flüssen hindern den natürlichen und gefahrlosen Abstieg der Fische. Bei ihrer Passage durch die Wasserkraftturbinen werden die langen Tiere zu einem hohen Prozentsatz verletzt oder getötet. Durch die „Aalschutz-Initiative“ werden die Aale während ihrer Abwanderung deshalb von 10 Berufsfischern vor den rheinland-pfälzischen Staustufen von Mosel und Saar abgefischt und der SGD Nord gemeldet. Werden mindestens 100 Kilogramm Blankaale gefangen, wird ein neuer Transport organisiert und durch einen auf Fischtransporte spezialisierten Berufsfischer durchgeführt. Als obere Fischereibehörde kontrolliert und begleitet die SGD Nord die Übergabe von den einzelnen Fischereibetrieben an den Transporteur, den Transport und den Aussatz der Blankaale in den Rhein. Um das Aussetzen für die Tiere möglichst schonend zu gestalten, gleiten die zwischen 60 Zentimeter und einem Meter langen Aale mit einem Wasserpolster von einem speziellen Transportbehälter durch ein glattes Rohr in den Rhein. Pro Jahr gelangen auf diese Weise etwa 12.000 bis 15.000 Aale unbeschadet in den Fluss. Weil in der Mosel und der Saar Fische und Aale regelmäßig durch Tubinen von Wasserkraftanlagen zum Teil tödlich verletzt wurden, vereinbarte das Land Rheinland- Pfalz zusammen mit der RWE Power AG (Betreiberin der Wasserkraftanlagen) bereits vor über 20 Jahren eine gemeinsame Aalschutzinitiative. Im Rahmen der Umsetzung der EU-Aal-Verordnung im Jahr 2007 wurde der Fang auf den Aal in allen Bundesländern sowie in Frankreich und in den Niederlanden durch eine jährliche Schonzeit vom 1. Oktober bis zum 1. März für Berufs- und Angelfischer erheblich eingeschränkt. Beim Fang müssen die Tiere zudem mindestens 50 Zentimeter groß sein. Zum Hintergrund: Der Bestand des europäischen Aals (Anguilla anguilla L.) wird spätestens seit Inkrafttreten der EU-Aal-Verordnung als gefährdert beurteilt. Die Aal-Fischerei ist deshalb nicht mehr ohne Auflagen möglich. Aale im Rheineinzugsgebiet sind Teil des Bestandes des europäischen Aals. Der europaweite Abwärtstrend begann in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts und konnte trotz Besatz nicht aufgehalten werden. Als Ursache vermuten Experten großräumige Veränderungen in den Ozeanen, menschliche Eingriffe in die Natur durch Wasserkraftanlagen in Flüssen, sowie Schadstoffanreicherungen. Zudem spielen der Kormoranfraß und auch die Fischerei eine negative Rolle in der Bestandsentwicklung. In der EU-Aal-Verordnung sind daher neben der Einschränkung der Fischerei auch die Aktionsfelder der Wasserkraftbetreiber und des Artenschutzes angesprochen. Die „Aalschutz-Initiative“ hat bereits in ihrem Gründungsjahr 1995 auf diesen negativen Trend reagiert. Seitdem versucht sie mit einem breit gefächerten Maßnahmenprogramm die durch Turbinen verursachte Schäden an den Tieren in der Mosel und der Saar zu verhindern. Die Initiative hat den Anstoß für umfangreiche Forschungen zum Fischschutz gegeben und ist Beispiel für ähnliche Aktivitäten in Neckar, Main und Weser geworden. Artenvielfalt, SGD Nord

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Grundsteinlegung für Biozentrum I an der Uni Mainz JGU


Grundsteinlegung des Neubaus BioZentrum I: Infrastruktur für Lebenswissenschaften wird verstärkt Ausbau und Modernisierung des Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) schreiten weiter voran: Im Beisein des rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministers Prof. Dr. Konrad Wolf wurde die Grundsteinlegung für den Neubau BioZentrum I an der JGU gefeiert. Für rund 42 Millionen Euro errichtet die Universität mit Unterstützung der Landesregierung hierbei dieses neue Gebäude für moderne lebenswissenschaftliche Forschung auf dem Campus der JGU, in dem ab 2018 wesentliche Teile des Fachbereichs Biologie untergebracht werden. Der Neubau verstärkt die Forschungsinfrastruktur der Universität und bietet den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern außergewöhnlich attraktive Arbeitsmöglichkeiten. Mit einer Hauptnutzfläche von ca. 4.700 m² stellt das Gebäude Büro- und Laborflächen für die unterschiedlichen Forschungstätigkeiten der biologischen Institute auf höchstem Niveau bereit und bildet somit eine wichtige Voraussetzung, um im Wettbewerb um die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weiterhin bestehen zu können. Darüber hinaus werden Studierende im BioZentrum I exzellente Arbeitsbedingungen für Bachelorarbeiten und das Master-Studium vorfinden. Über forschungsorientierte Lehre werden Studierende so noch näher als bisher an die Wissenschaft herangeführt und die Nachwuchsförderung in den zentralen Themen der Lebenswissenschaften am Standort bedeutend verbessert. „Die JGU hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebenswissenschaften am Standort Mainz zu stärken. Der Neubau BioZentrum I stellt einen Meilenstein in diesem Prozess dar“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg- Universität Mainz. „Die neue Infrastruktur ermöglicht uns zeitgemäße Forschung und Lehre auf höchstem international anschlussfähigem Niveau und ist Voraussetzung für hochkarätige Neuberufungen“ ergänzt Univ.-Prof. Dr. Hans Zischler, Dekan des Fachbereichs Biologie. Zur Errichtung des Gebäudes wurden der Johannes Gutenberg-Universität erstmals weitreichende Bauherrenaufgaben für ein großes Bauprojekt vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (MWWK) des Landes Rheinland-Pfalz übertragen, so dass die JGU mit dieser Baumaßnahme Neuland im Bereich des Hochschulbaus in Rheinland-Pfalz betritt. Die gesteckten Ziele der Einhaltung des Budgets, der termingerechten Fertigstellung sowie der Gewährleistung von optimalen Forschungsbedingungen können hierbei nach gegenwärtigem Stand über das von Land und Universität gewählte Verfahren realisiert werden. Ebenfalls in Bauherrenschaft der Universität wird in direkter Nachbarschaft zum BioZentrum I bis Herbst 2019 ein zweiter Bauabschnitt entstehen, der das Institut für Molekulare Physiologie, die Biochemie und das selbstständige Institut für Biotechnologie und Wirkstoff-Forschung (IBWF gGmbH) beherbergen wird. „Sollte künftig angedacht sein, der Universität die Verantwortung für Bau und Instandhaltung der von ihr genutzten Immobilien vollständig zu übertragen, müssten allerdings auch die dazu notwendigen personellen Ressourcen und ein angemessener Bauetat zur Verfügung gestellt werden“, betont der Präsident. Durch die beiden Bauabschnitte und das direkt benachbarte und durch die Boehringer Ingelheim Stiftung großzügig geförderte Institut für molekulare Biologie (IMB gGmbH) entsteht somit ein neues lebenswissenschaftliches Zentrum, zu dem auch das Biomedizinische Forschungszentrum der Universitätsmedizin sowie das Institut für Pharmazie gehören. In räumlicher Nähe zu den beiden Max-Planck- Instituten, dem Helmholtz-Institut Mainz und den Instituten der Physik und der Chemie der JGU komplettiert das neue Biozentrum somit das Quartier der Natur- und Lebenswissenschaften auf dem Gutenberg-Campus.

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Dietmar Muscheid zur 100-Tagesbilanz der Landesregierung


100-Tage-Ampel – Erste Bilanz Seit 100 Tagen regiert die Ampelkoalition aus SPD, Bündnis 90/Grüne und FDP in Rheinland-Pfalz. Zeit für eine erste Einschätzung aus gewerkschaftlicher Sicht. „Bei einem für uns zentralen Thema, dem Ausbau und Erhalt der Infrastruktur im Land, sehen wir Fortschritte und hoffen, dass die Landesregierung diesen Kurs noch entschiedener verfolgt. Das muss sich dann aber auch auf die Bereiche Bildung, innere Sicherheit und andere zentrale Aufgaben des Staates erstrecken, auch hier sind mehr Investitionen notwendig. Die Diskussion über mehr Steuergerechtigkeit, um höhere Einnahmen zu erzielen, darf in diesem Kontext kein Tabu sein. Wir brauchen ein handlungsfähiges Land und Kommunen – und das gibt es nicht umsonst“, so Dietmar Muscheid, DGB-Vorsitzender in Rheinland-Pfalz. In diesem Zusammenhang kritisierte Muscheid auch erneut die im Koalitionsvertrag angekündigten Stellenstreichungen in der öffentlichen Verwaltung. Mit dem Digitalisierungskabinett setze die Landesregierung einen wichtigen Schwerpunkt. Beim Thema Arbeit 4.0 sei es wichtig, dass die Zusammenarbeit aller Beteiligten, beispielsweise beim Dialog Industrieentwicklung, fortgesetzt werde. Gleiches gelte auch beim Thema Ausbildung und Integration von Flüchtlingen. Zum bestimmenden Thema der vergangenen Monate, dem gescheiterten Verkauf des Flughafens Hahn, fordert Muscheid: „Der Flughafen Hahn hat sich als Arbeitgeber in der Region fest etabliert. Es muss gelingen, dass den Beschäftigten eine verlässliche Perspektive geboten wird.“ Als ausdrücklich im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land lobte Muscheid, das Eintreten der Ministerpräsidentin für eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenkassen: „Auf die Versicherten kommen immer höhere Zusatzbeiträge zu, es ist klar, dass es so nicht weitergehen kann. Zusatzbeiträge dürfen nicht alleine auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abgewälzt werden. Wir müssen zurück zu einer paritätischen Finanzierung der Gesundheitskosten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.“

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Landwirtschaftliche Grundstücke teurer


Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke 2015 erneut gestiegen Die Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke lagen in Rheinland-Pfalz 2015 bei durchschnittlich rund 12.800 Euro je Hektar Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung (FdlN), das waren 5,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, war die Zahl der Kauffälle rückläufig. Im vergangenen Jahr wurden 4.397 landwirtschaftliche Grundstücke verkauft, was einer Abnahme um 9,2 Prozent gegenüber 2014 entspricht. Zugleich verringerte sich die veräußerte Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung um 6,1 Prozent auf 3.679 Hektar; somit wechselten pro Verkaufsfall im Durchschnitt 0,84 Hektar den Eigentümer. www.statistik.rlp.de/index.php?id=2818&tx_ttnews%5btt_news%5d=2055

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Bildungsministerin Stefanie Hubig gibt zum Schuljahresbeginn umfassenden Überblick der Schulentwicklung und Integration Geflüchteter


Stefanie Hubig: Zukunft gestalten – Schulen weiterentwickeln

Anfang kommender Woche starten 34.900 ABC-Schützen an den rheinland-pfälzischen Grundschulen in ihr erstes Schuljahr. Die Gesamtzahl aller Schülerinnen und Schüler an den gut 1.500 allgemeinbildenden Schulen liegt dann bei rund 418.600. Die berufsbildenden Schulen erwarten circa 123.000 Schülerinnen und Schüler. Das sind nach dem derzeitigen Stand in ganz Rheinland-Pfalz rund 4.100 Schülerinnen und Schüler mehr im Vergleich zum Stichtag der amtlichen Schulstatistik im Herbst 2015. „Mit einer großen Zahl neu eingestellter Lehrkräfte, der gezielten Unterstützung von Schulen, der Weiterentwicklung eines Bildungsangebotes, das junge Menschen un- abhängig von ihrer Herkunft bestmöglich auf das Leben nach der Schule vorbereitet und die Eltern dabei mitnimmt, starten wir in das neue Schuljahr.“ Das unterstrich Bil- dungsministerin Dr. Stefanie Hubig bei der heutigen Pressekonferenz zum Beginn des Schuljahres 2016/2017. Rund 1.100 Lehrkräfte für gute Unterrichtsversorgung neu eingestellt „Für das aktuelle Schuljahr werden rund 1.100 junge Lehrerinnen und Lehrer neu in den rheinland-pfälzischen Schuldienst eingestellt, etwa 80 davon zum Einstellungs- termin der berufsbildenden Schulen am 1. November. 270 Stellen wurden für das Schuljahr 2016/2017 neu geschaffen. Damit sichern wir an unseren Schulen weiterhin gute Rahmenbedingungen“, betonte Stefanie Hubig. Außerdem wird der Vertre- tungspool im 2. Schulhalbjahr um 200 Beamtenstellen auf 1.000 Vollzeitstellen aus- gebaut. „Mit den kontinuierlich hohen Einstellungszahlen können wir eine gute Unterrichtsversorgung sicherstellen und dafür sorgen, dass die Schulen gute Voraussetzungen für ein attraktives Unterrichtsangebot und für die Bewältigung der aktuellen pädagogi- schen Herausforderungen – die sie mit Bravour annehmen – vorfinden“, sagte die Bildungsministerin. Sie erinnerte daran, dass die Landesregierung schon sehr frühzeitig auf Veränderungen der Schülerzahlentwicklung reagiert und ihre Personalplanungen angepasst hat. So seien in den letzten beiden Jahren bereits 680 Lehrkräfte mehr eingestellt worden, als in der mittelfristigen Personalplanung vorgesehen waren. Bei der Personalplanung haben Bildungsministerium und Schulaufsicht die Entwick- lung der Schülerzahl fest im Blick. Es wurde berücksichtigt, dass sich die Schülerzahl in den Schularten unterschiedlich darstellte und sie nach derzeitigem Stand um circa 4.100 Schülerinnen und Schüler steigt. Vergleichsmaßstab ist der Stichtag der Amtlichen Schulstatistik vom vergangenen Herbst. Eingeschult werden rund 1.000 ABC- Schützen mehr. Insgesamt besuchen rund 3.300 Schülerinnen und Schüler mehr eine allgemeinbildende und rund 800 Schülerinnen und Schüler mehr eine berufsbildende Schule. Die Gymnasien verzeichnen einen Rückgang um rund 2.500 Schülerinnen und Schüler, insbesondere aufgrund der doppelten Abiturjahrgänge an einigen G8GTS- Gymnasien. „Das Gymnasium bleibt nach wie vor eine zentrale Säule unseres Schulsystems. Gymnasiallehrkräfte haben in Rheinland-Pfalz unverändert gute berufliche Perspektiven“, betonte Hubig. Insgesamt wurden mehr als 270 Gymnasiallehrerinnen und -lehrer neu eingestellt. Viele davon haben eine Stelle an einer Integrierten Ge- samtschule (IGS) erhalten, da dort die Schülerzahl aufgrund noch aufwachsender Schulen voraussichtlich um rund 2.300 Schülerinnen und Schüler steigt. Mehr als 84.000 Schülerinnen und Schüler besuchen eine Realschule plus. „Die Realschule plus ist eine durchlässige und aufstiegsorientierte Schulart mit hohem Quali- tätsanspruch. Sie bereitet Jugendliche mit einem vielfältigen Angebot systematisch auf den Übergang von der Schule in den Beruf vor, ist aber auch ein hervorragendes Fundament für einen weiteren schulischen Ausbildungsweg. Diese Vorzüge wollen wir noch bekannter machen“, sagte die Ministerin und weiter: „Wie im Koalitionsvertrag verankert, unterstützen wir die Realschulen plus bei der pädagogischen Weiterent- wicklung und damit bei ihrer Profilierung. Didaktische Koordinatorinnen und Koordinatoren sollen die Schulleitungen künftig entlasten und neue Impulse für die Schulentwicklung insbesondere in Bezug auf das Lernen in einer heterogenen Schülerschaft geben.“ Intensive Sprachförderung – Ressourcen und Unterstützungsangebote „Gute Deutschkenntnisse sind eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teil- habe und Integration. Deshalb hat die Landesregierung die Sprachförderung massiv ausgebaut und wird dies auch weiterhin nach Kräften tun. Neben einer guten Unterrichtsversorgung für alle Schülerinnen und Schüler bieten unsere Schulen intensive Unterstützung für diejenigen an, die erst kürzlich und ohne Deutschkenntnisse im Land angekommen sind. Auch andere Schülerinnen und Schüler mit Nachholbedarf in Deutsch werden gezielt unterstützt“, sagte die Ministerin und betonte: „Bei der Personalplanung wurde sichergestellt, dass natürlich alle Schülerinnen und Schüler gute Bedingungen für das Lernen und einen erfolgreichen Bildungsweg vorfinden.“ Für die Lehrkräfte wurde das Fort- und Weiterbildungsangebot zur Sprachförderung beim Pädagogischen Landesinstitut ausgebaut. 460 Lehrkräfte befinden sich zurzeit in Qualifizierungsmaßnahmen. Für angehende Lehrerinnen und Lehrer gibt es zudem an den Studienseminaren freiwillige Zusatzmodule in Deutsch als Zweitsprache. Im Zentrum des rheinland-pfälzischen Sprachförderkonzeptes stehen Deutsch- Intensivkurse für Schülerinnen und Schüler ohne Deutschkenntnisse mit einem Umfang von bis zu 20 Wochenstunden. Um eine schnelle Integration zu fördern, nehmen sie in der verbleibenden Zeit am allgemeinen Unterricht teil. Für Schülerinnen und Schüler, die bereits über Sprachkenntnisse verfügen, gibt es Deutsch- Fördermaßnahmen in einem geringeren Stundenumfang. Zusätzlich bietet das Land Schülerinnen und Schülern ohne Deutschkenntnissen Feriensprachkurse in den Volkshochschulen an. Die Zahl der Deutsch-Intensivkurse an allgemeinbildenden Schulen hat sich innerhalb eines Jahres verdreifacht – auf 467 zum Ende des letzten Schuljahres. Die Kurse besuchten rund 7.200 Schülerinnen und Schüler. In den berufsbildenden Schulen wurden landesweit rund 1.900 Schülerinnen und Schüler in einem der 22 schulinternen oder schulübergreifenden Deutsch- Intensivkurse oder aber in einem der 67 Berufsvorbereitungsjahre „BVJ Sprachförderung“ mit allgemeinbildendem und berufsorientierendem Unterricht gefördert. „Sprachförderung benötigt Ressourcen. Rund 630 Vollzeitstellen waren dazu am Ende des letzten Schuljahres an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen eingesetzt. Die rund 26,2 Millionen Euro, die wir in 2016 insgesamt in die Sprachförderung investieren, sind gut angelegt“, bilanzierte die Ministerin. Ganz neu soll es zum Schuljahresbeginn einen Übergabebogen geben, auf dem der Sprachstand bei einem Schulwechsel in der Schülerakte festgehalten werden könne, kündigte Bildungsministerin Stefanie Hubig an. Die aufnehmende Schule erhalte damit einen raschen Überblick über den Sprachstand der jeweiligen Schülerin oder des jeweiligen Schülers. Das erleichtere den Schulen die organisatorische Planung und Förderung der Schülerinnen und Schülern im durchlässigen rheinland-pfälzischen Schulsystem. Gut vorbereitet ins Leben „Eine zukunftsorientierte Bildungspolitik hat immer das Ziel, jungen Menschen möglichst gute berufliche und persönliche Aussichten zu eröffnen“, sagte Stefanie Hubig. „Jede Schülerin und jeder Schüler soll in unserem differenzierten Schulsystem mit seinen zahlreichen Wahl- und Aufstiegsmöglichkeiten, den passenden Weg einschlagen. Dabei darf keine und keiner zurück gelassen werden. Deshalb werden wir auch das erfolgreiche Projekt ‚Keiner ohne Abschluss‘ weiterführen.“ Eine fundierte Berufs- und Studienwahlvorbereitung sei heute wichtiger denn je. Es geht darum, junge Menschen zu unterstützen, den für sie richtigen Weg zu finden und sie hierfür schulartunabhängig über duale Ausbildung und Studium zu informieren. Die Informationskampagne „Kompetent in eigener Sache – Zukunft läuft“ mit den Tagen der Berufs- und Studienorientierung hat sich sehr bewährt und deshalb weiterhin hohe Priorität. Sie soll zu einer festen Institution werden. Ab diesem Schuljahr stehen den Schulen beim Pädagogischen Landesinstitut Beraterinnen und Berater zur Unterstützung bei der Umsetzung zur Verfügung. „Wer seine Stärken kennt, findet sich leichter zurecht. Deshalb zeigen wir Schülerinnen und Schülern frühzeitig ihre persönlichen Stärken auf. Das neue Angebot zur Kompetenzfeststellung – die sogenannte Potenzialanalyse „Profil AC“ – hilft Stärken und Interessen von Schülerinnen und Schülern ab der 7. Klasse herauszufinden. Sie ermöglicht einen fundierten Start in die Berufsorientierung mit Hilfe von verschie- denen Assessment-Center-Übungen (daher Profil „AC“), Beobachtungen und Computer gestützten Tests“, sagte die Bildungsministerin. Die Potenzialanalyse werde im neuen Schuljahr an rund 70 Realschulen plus, Integrierten Gesamtschulen und För- derschulen nach landesweit einheitlichen Standards genutzt. Sie unterstütze die Berufs- und Studienorientierung, erleichtere den Lehrkräften die individuelle Förderung und biete Eltern fundierte Informationen über die Kompetenzen ihres Kindes und soll junge Menschen anregen, sich bewusst mit ihren Stärken und Neigungen auseinan- derzusetzen. „Für junge erwachsene Geflüchtete zwischen 18 und 25 Jahren, die nicht mehr schulpflichtig sind, erproben wir ab dem neuen Schuljahr ein besonderes Qualifizierungsprojekt zusammen mit den Arbeitsagenturen und Jobcenter, Kammern und Betrieben, Maßnahmenträgern von Sprachkursen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge und berufsbildenden Schulen. Wir wollen damit erreichen, dass junge erwachsene Geflüchtete durch den Besuch eines Sprach- und Integrationskurses sowie Unterricht an einer berufsbildenden Schule und Betriebspraktika einen Weg in Einstiegsqualifizierung oder in Ausbildung finden“, sagte Ministerin Hubig. In Trier und Saarburg besuchen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab sofort die berufsbildende Schule, in Edenkoben starten sie mit dem Sprachkurs. Weitere Standorte sind geplant. Ein besonderes Anliegen sei ihr, bei Jungen und Mädchen gleichermaßen das Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) nachhaltig zu wecken, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Fachkräftesicherung. „Es gibt zur MINT-Förderung bereits viele Initiativen. Wir wollen uns mit Partnern in diesem Bereich enger vernetzen, und nach einer gemeinsamen Bestandsaufnahme erörtern, was noch getan werden kann, damit bei Kindern frühzeitig das Interesse geweckt, mittelfristig erhalten und so langfristig Fachkräfte gesichert werden. Unser Ziel ist es, einen roten MINT-Faden entlang der Bildungskette zu entwickeln und Mädchen mit- zunehmen. Dafür planen wir im Herbst einen Runden Tisch. Es gibt in diesem Bereich nach wie vor großen Bedarf und vielversprechende berufliche Perspektiven.“ Zum Rüstzeug für Schülerinnen und Schüler gehöre auch der sichere und verantwor- tungsvolle Umgang mit den digitalen Medien. Daher werde das Landesprogramm „Medienkompetenz macht Schule“, mit dem das Land bundesweit eine Vorreiterstellung einnehme, konsequent fortgeführt und weiterentwickelt. Erstmals machen sich zum neuen Schuljahr auch 12 Grundschulen als Pilotschulen auf den Weg, um die Entwicklung digitaler Kompetenzen der Grundschülerinnen und Grundschüler alters- gerecht zu fördern. Bildung gemeinsam gestalten Bildungsministerin Stefanie Hubig: „Rheinland-Pfalz verfügt über ein durchlässiges Schulsystem, in dem Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrer Herkunft gefördert werden. Um dies auch für die Zukunft zu sichern, wollen wir das schulische Angebot bedarfsorientiert unter Beteiligung der Schulen, Eltern und Schülerinnen und Schüler und unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung weitergestalten. Dazu gehört, Schulen mehr Eigenverantwortung zu übertragen. Mit dem Schulentwicklungsprojekt „Eigenverantwortung, Qualitätsmanagement und Lehr- und Lernkultur (EQuL)“ an berufsbildenden Schulen, dem Modellversuch „Mehr Selbstverantwortung an Schulen“ an allgemeinbildenden Schulen, den Fort- und Weiterbildungsbil- dungsbudgets für Kollegien sind hier bereits Weichen gestellt. Die Stärkung der Elternrechte bei der letzten Schulgesetzänderung zum Schuljahr 2014/2015 war ein weiterer wichtiger Schritt, dem auch die Stärkung der Mitwirkungsrechte der Schülerinnen und Schüler folgen wird. Ein Schulsystem steht nie still. Wir wollen es mit allen am Schulleben Beteiligten gestalten – im Sinne einer echten Bildungspartnerschaft.“

Weitere wichtige Neuerungen

Inklusion

  • 13 Schulen erweitern das Angebot an Schwerpunktschulen, die für den inklusiven Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern ausgestattet sind, auf landesweit 289 Schulen – 169 Grundschulen und 120 weiterführende Schulen.
  • Vier neue Förder- und Beratungszentren nehmen ihre Arbeit auf. Insgesamt unterstützen 16 Förder- und Beratungszentren die Umsetzung der schulischen Inklusion mit ihrer sonderpädagogischen Kompetenz. Zusammen mit den anderen Förderschulen in den Regionen beraten sie auf Nachfrage Schulen in allen Förderschwerpunkten und Behinderungsarten.
  • An fünf weiteren BBS-Standorten in Ludwigshafen, Speyer, Bitburg, Bad Bergzabern und Zweibrücken startet inklusiver Unterricht im Berufsvorbereitungsjahr. Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung wird damit an insgesamt elf BBS-Standorten in Rheinland-Pfalz inklusiver Unterricht im Berufsvorbereitungsjahr angeboten.
  • Entsprechend des Ausbaus des inklusiven Unterrichts wächst die Personalressource an Förderschullehrkräften und pädagogischen Fachkräften mit, die zusätzlich an Schwerpunktschulen eingesetzt ist: Im neuen Schuljahr sind dies mehr als 750 Vollzeitstellen.

Ganztagsschulen

  • Sieben Schulen werden Ganztagsschule in Angebotsform. Damit sind, seit Beginn des Ausbauprogramms im Jahr 2002, 619 Ganztagsschulen entstanden, zusätzlich zu den 107 verpflichtenden Ganztagsschulen. Die Schulen zeichnen sich, im Unterschied zu Angeboten in anderen Bundesländern, durch eine pädagogisch hochwertige Ausgestaltung mit unterrichtlichen und unterrichtsbezogenen Angebo-ten aus und bieten einen hohen Grad an Verbindlichkeit und Verlässlichkeit von 8 bis 16 Uhr von montags bis donnerstags.

Neue Bildungsangebote

  • Insgesamt gibt es 55 Integrierte Gesamtschulen in Rheinland-Pfalz. An 16 IGS starten erstmals gymnasiale Oberstufen.
  • An fünf berufsbildenden Schulen starten neue Bildungsgänge und bieten somit jungen Menschen noch mehr Chancen und tragen zur Fachkräftesicherung bei:
    – Die Höhere Berufsfachschule Sozialassistenz an der BBS Technik-Gewerbe-Hauswirtschaft-Sozialwesen Bad Kreuznach sowie die Fachschulen Sozialwesen Fachrichtung Organisation und Führung der BBS Südliche Weinstraße am Standort Annweiler und an der BBS Wissen leisten einen wichtigen Beitrag zur Qualifizierung angehender sozialpädagogischer Fachkräfte.
    – Möglichkeiten der Weiterqualifizierung bieten die Fachschule Wirtschaft Fachrichtung Betriebswirtschaft und Unternehmensmanagement Schwerpunkt Logistik am Standort Wörth der BBS Germersheim und die Berufsoberschule II Fachrichtung Wirtschaft der BBS Simmern.

Lehrkräftefort- und Weiterbildung

  • Zum Schuljahr 2016/2017 startet eine verpflichtende Fortbildung für neue Schulleiterinnen und Schulleiter. Über zwei Jahre hinweg werden sie im Bereich Personalführung und -entwicklung qualifiziert sowie in der Unterrichts- und Organisationsentwicklung. Neu ernannte Schulleiterinnen und -leiter werden damit berufsbegleitend und praxisnah unterstützt. In kleinen Gruppen können sie beispielsweise ihr Schulleiterhandeln reflektieren und weiterentwickeln. Zusätzlich können sich Schulleitungen, die dies wünschen, von „Senior-Expertinnen und -Experten“ mit langjähriger Schulleitungserfahrung beraten lassen sowie spezielle berufsbegleitende Fortbildungen besuchen. Bereits seit Jahren werden die Fortbildungsangebote für angehende und neu ernannte Schulleitungsmitglieder ausgebaut. Schon Lehrkräfte, die an Führungsverantwortung interessiert sind, werden mit Fortbildungsangeboten beim Zentrum für Schulleitung des Pädagogischen Landesinstituts gefördert, um sie auf Führungsaufgaben vorzubereiten.

Abitur

  • Im Abitur 2017 werden bundesweit erstmals zentrale Poolaufgaben entsprechend den Bildungsstandards für die allgemeine Hochschulreife in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch eingesetzt. Die Poolaufgaben ergänzen das bewährte System in Rheinland-Pfalz, wonach die Lehrkräfte ihre dezentral erstellten Vorschläge den zentralen Abiturauswahlkommissionen des Ministeriums vorlegen und sind ein weiterer Baustein, um die Transparenz und Vergleichbarkeit des Abiturs unter den Ländern sicher zu stellen. An der Entwicklung der Aufgaben waren rheinland-pfälzische Lehrkräfte maßgeblich beteiligt.
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Matthias Rösch besucht barrierefreies Arp-Museum und barrierefreie Römerwelt


Kultur für alle mit guten Beispielen: Museumstour des Landesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen „Großes Engagement und intensive Mitwirkung der Menschen mit Behinderungen.“ Diese Zwischenbilanz seiner inklusiven Museumstour hat der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen Matthias Rösch heute in Mainz gezogen. Die Museumstour findet in Zusammenarbeit mit dem Museumsverband Rheinland-Pfalz statt. Rösch erlebte bei der Eröffnungsfeier der Ausstellung ‚Andere Wirklichkeiten‘ und der Vorstellung der Kunstwerke im Arp Museum Rolandseck die große Begeisterung der Künstlerinnen und Künstler. „Die intensive Zusammenarbeit der Kuratorin des renommierten Arp Museums Jutta Mattern mit den Künstlerinnen und Künstlern der Ateliers der Lebenshilfe und von Kloster Ebernach hat mich sehr beeindruckt. Die Erfahrungswelten, die mit den Kunstwerken der Ausstellung deutlich werden, sind ein echtes Erlebnis. Einen Besuch der Ausstellung, die bis Januar 2017 läuft, kann ich sehr empfehlen“, so der Landesbeauftragte. „Barrierefreiheit in Museen umzusetzen, bedeutet weit mehr als Fahrstühle, Rampen und geeignete Sanitäreinrichtungen vorzuhalten. Häufig kann sie mit den vorhandenen Ressourcen nur schrittweise umgesetzt werden. Aber jeder einzelne Schritt führt näher ans Ziel. Das konnte man eindrucksvoll im Arp-Museum erleben“, betonte die Geschäftsführerin des Museumsverbands Bettina Scheeder. Zur Ausstellung gibt es auch einen Katalog und einen Audioguide in Leichter Sprache. Im Rahmen seiner Museumstour besuchte der Landesbeauftragte Rösch auch die Römerwelt in Rheinbrohl. Geschäftsführer Friedhelm Walbert und sein engagiertes Museumsteam stellten vor Ort die barrierefreie Gestaltung der Ausstellung und des Geländes vor. Matthias Rösch: „Die Römerwelt wirbt mit dem Signet ‚Reisen für alle‘ und greift die Anregungen aus dem Zertifizierungsverfahren und den Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher zur Weiterentwicklung ihrer barrierefreien Angebote auf. Das ist der richtige Weg.“ Bettina Scheeder vom Museumsverband Rheinland-Pfalz hob hervor, dass in der Römerwelt viele Ausstellungsstücke zum Anfassen und Ausprobieren, also mit mindestens zwei Sinnen, erfahrbar sind. „Damit ist schon ein wichtiges Kriterium der barrierefreien Vermittlung gegeben.“ Nun will man schrittweise – mit Einbindung des Behindertenbeirats und Behindertenselbsthilfeeinrichtungen – weitere barrierefreie Angebote entwickeln. Der Landesbehindertenbeauftragte Matthias Rösch berichtet in seinem Blog unter www.inklusion-blog.rlp.de über seine Museumstour. Als nächste Termine stehen Besuche der Nero-Ausstellung in Trier sowie das Deutsche Schuhmuseum und das Pfälzische Sportmuseum in Hauenstein an.

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Gründungen effizienter fördern


Staatssekretär Becht kündigt bessere Gründungsförderung an Das Wirtschaftsministerium will Förderinstrumente zur Finanzierung von Unternehmensgründungen verbessern. Das kündigte Wirtschaftsstaatssekretär Andy Becht bei der Netzwerktagung für Gründungsberater in Mainz an. „Das Förderangebot muss sich stets dem sich verändernden Bedarf anpassen. Wir werden unsere Förderinstrumente, die bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland- Pfalz gebündelt sind, dahingehend überprüfen, ob sie dem aktuellen Bedarf entsprechen und inwieweit sie an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden müssen“, hat Staatssekretär Andy Becht bei der Netzwerktagung für Gründungsberater im Erbacher Hof in Mainz angekündigt. Dabei sollen auch die Erfahrungen von Gründungsberatern aus ihrer Arbeit mit Gründerinnen und Gründern berücksichtigt werden. Das Wirtschaftsministerium mit Wirtschaftsminister Volker Wissing plant, die Gründungsfinanzierung auf mehreren Ebenen weiterzuentwickeln. Technologieorientierte Unternehmensgründungen sollen mit dem Innovationsfonds II mit Wagniskapital in Form von Beteiligungen unterstützt werden. Mit der am 10. August ins Leben gerufenen Gründungsallianz soll gemeinsam erarbeitet werden, wie sich generell Finanzierungsmöglichkeiten für Gründungen verbessern lassen. Der Allianz gehören neben Kammern, Verbänden und Gründungslehrstühlen der Hochschulen auch die Vertreter der Banken, der Business-Angels und der Crowdfinanzierer an. Zudem sagte Becht, wolle sich die Landesregierung im Bundesrat dafür einsetzen, Deutschland für Wagniskapital attraktiver zu machen. Die Netzwerktagung der Gründungsberater legte diesmal den Fokus auf das Thema alternative Finanzierungsformen von Unternehmensgründungen. Referenten waren Dirk Littig vom Bundesverband für Crowdfunding, Klaus Wächter, Vorsitzender der rheinland- pfälzischen Business Angels, Birgit Szöcs, Geschäftsführerin der Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz sowie Dr. Rainer Krein von der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz.

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Heike Raabs digitaler Sommer


Sommerreise zu digitalen Unternehmen und Projekten Raab: Rheinland-Pfalz digital gestalten ^ „Digitalisierung verändert Menschen, deren Arbeit und Leben und deren Möglichkeiten. Wir in Rheinland-Pfalz wollen unser Land mit den Menschen digital gestalten. Dazu gehören Netzwerke, um ein Bündnis der guten Ideen zu schmieden“, sagte die Bevollmächtigte des Landes für Medien und Digitalisierung, Staatssekretärin Heike Raab. Sie nutzte die Sommerpause, um Firmen und Institutionen, digitale und mediale Projekte zu besuchen. Mit ihnen gemeinsam hat Raab auch die Eckpunkte der digitalen Strategie für Rheinland-Pfalz diskutiert. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte für das Querschnittsthema Digitalisierung im Juni ein Digitalisierungskabinett eingerichtet. Ihren Abschluss findet die Informationstour von Staatssekretärin Heike Raab heute mit ei-nem Besuch im betahaus in Hamburg, einem Zentrum für die Digital- und Kreativ- Szene. Raab informierte sich über das Haus, das seit 2010 einen Ort bietet, an dem Gründer, Freelancer, Startups, Kreative, Studierende, Teilzeitjobber und viele mehr eine Gemein-schaft bilden, die auf Austausch und gegenseitige Unterstützung angelegt ist. Mit 400 festen Usern und vielen Tagesgästen ist das betahaus Kristallisationspunkt der Hamburger Kreativ-, Digital- und Startup-Szene. Es gibt auch etliche Verbindungen dieser jungen Kreativen in die Medienstadt Mainz, die wir noch intensivieren wollen. Die weiteren Stationen waren:  29. Juli, YouTube Space in Berlin Mit einem spannenden Besuch im YouTube Space Berlin hatte die Info-Tour der Staatssekretärin begonnen. Hier bestehen bereits gute Kontakte zum neuen Jugendangebot von ARD und ZDF, dass in den Mainzer Bonifaziustürmen ab Oktober an den Start geht. Raab: „Im Zeitalter der Medienkonvergenz verschmelzen unterschiedliche Medien miteinander. Immer mehr Menschen nutzen Angebote jenseits des klassischen Fernsehens, junge Menschen vor allem Online-Videoplattformen wie YouTube. Daher begrüße ich es sehr, dass der YouTube Space Berlin reichweitenstarken YouTubern dabei hilft, die eigene Kreativität zu stärken und sich weiter zu professionalisieren.“  30. Juli, Treffen mit dem Conseil National du Numérique (Nationaler Digitalrat Frankreichs) in Berlin Staatsekretärin Raab traf den Präsidenten, die Vizepräsidentin und weitere Mitglieder des französischen Digitalrates. Sie betonte: „Gelegenheiten und Herausforderungen der Digitalisierung werden in einer vernetzten Welt am besten gemeinsam angegangen. Deutschland und Frankreich werden auf dem Weg in ein digitalisiertes Europa für eine Stärkung der europäischen Werte eintreten.“  1. August: Aufnahmeeinrichtung für Asylsuchende in Hermeskeil In Hermeskeil lernen Flüchtlinge in einem Pilotprojekt mit Laptops von Google Deutsch. Mit den über das Internet verbundenen Geräten können sie sich auch on-line über Deutschland informieren. Raab: „Dass dies möglich wurde, verdankt die Einrichtung einer Spende von Google.org aus dem ´Project Reconnect´. Rheinland-Pfalz nutzt mit der mobilen Webseite www.refugees.rlp.de die digitalen Möglichkei¬ten, um Fragen rund um Erstaufnahme, Asyl und Rückführung zu beantworten.“  2. August: Firma United Internet, Montabaur Der Internet-Provider United Internet steht mit seinen Marken 1&1, GMX, WEB.DE und vielen weiteren für weltweit rund 50 Millionen Kunden. Als Schwergewicht der Branche mit Firmensitz und mehr als 2.000 Arbeitsplätzen in Rheinland-Pfalz ist das Unternehmen ein wichtiger Ansprechpartner in der Digitalwirtschaft. United In-ternet ist sehr interessiert am Netzinfrastrukturwandel, zu dem die Landesregierung eine Machbarkeitsstudie von 300 Mbit/s plus beauftragt hat.  2. August: DATA Center Group in Wallmenroth und ´Digitale Dörfer´ in Betzdorf Gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Brato besuchte Heike Raab die DATA Center Group. Die Fachleute des High Tech-Unternehmens konzipieren und bauen Rechenzentren in ganz Deutschland und diskutierten mit der Staatssekretärin vor allem das neue IT-Sicherheitsgesetz. Außerdem stellte das Fraunhofer Institut das Projekt ´Digitale Dörfer´ in Betzdorf vor, das die Landesregierung insgesamt mit 1,5 Millionen Euro fördert. Hier können mithilfe einer App Besorgungen von Bürgern für Bürger einfach und sicher organisiert werden. Im Oktober startet die dritte Projektphase, bei der auch professionelle Logistikdienste beteiligt werden.  4. August: Junges Angebot von ARD und ZDF, Mainz „Rheinland-Pfalz steht für moderne, junge Medien. Ich freue mich sehr, dass es uns als Vorsitzland der Rundfunkkommission gelungen ist, das ´Junge Angebot´ von ARD und ZDF, das im Oktober an den Start gehen wird, nach Mainz zu holen. Unsere Rundfunkanstalten zeigen so, dass sie vielfältige Angebote für die junge Generation haben und auf der Höhe der Zeit sind“, sagte Staatssekretärin Raab bei ihrem Besuch gemeinsam mit OB Michael Ebling. Die Landesregierung wolle optimale Standortbedingungen für die Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz schaffen. Dazu zähle neben den etablierten Rundfunkanstalten wie dem ZDF und dem SWR auch die junge Medienszene mit ihren innovativen und kreativen Ideen.

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Witterung lässt Getreide- und Rapsernte schrumpfen


Witterung lässt Getreide- und Rapsernte schrumpfen Mehr als die Hälfte der Getreideernte entfällt auf Winterweizen Die sommerliche Witterung der letzten Woche nutzten die landwirtschaftlichen Betriebe, um die Getreide- und Rapsernte zu beenden. Zuvor kam es aufgrund der unbeständigen Witterung immer wieder zu Unterbrechungen. Nach einer ersten Bilanz des Statistischen Landesamtes in Bad Ems werden die rheinland-pfälzischen Landwirte im laufenden Jahr 1,4 Millionen Tonnen Getreide ernten. Dies stellt gegenüber dem Vorjahr, in dem eine gute Ernte eingebracht wurde, eine Abnahme von zehn Prozent dar. Das Ergebnis liegt mit vier Prozent unter dem Mittelwert der vergangenen sechs Jahre. Ein wesentlicher Grund für die kleinere Getreideernte sind die häufigen Niederschläge in den vergangenen Monaten. www.statistik.rlp.de/index.php?id=2818&tx_ttnews%5btt_news%5d=2054

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Neuartiges Ionenmikroskop mikroskopiert mit einzelnen Ionen


Mikroskopieren mit einzelnen Ionen Neuartiges Ionenmikroskop nutzt einzelne Ionen, um Abbildungen mit einer Auflösung im Nanometerbereich zu erzeugen Wissenschaftler um Georg Jacob von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben ein Ionenmikroskop entwickelt, das nur mit exakt einem Ion pro Bildpixel arbeitet. Zur Demonstration dieses Mikroskops zeigten die Forscher Bilder von perforierten Objekten in Nanometer-Auflösung. Ionen und Elektronen werden oft in der Mikroskopie eingesetzt, weil sie eine sehr viel höhere Auflösung als das sichtbare Licht ermöglichen. Bei den bisher dazu benötigten hohen Fluss-Raten können diese geladenen Teilchen allerdings die jeweilige Probe negativ beeinflussen oder sogar beschädigen. In der herkömmlichen Transmissionsmikroskopie werden die von einer Quelle emittierten Teilchen auf einen kleinen Bereich eines Untersuchungsobjekts hin beschleunigt und anschließend von einem Detektor erfasst, falls sie das Objekt durchdringen. Sowohl die Quelle als auch die Detektoren unterliegen Störsignalen, einem so genannten Rauschen, weshalb Forscher typischerweise den Ionenfluss erhöhen, um das Signal-zu-Rausch- Verhältnis ​​zu verbessern. Problematisch ist hierbei, dass viele Objekte, beispielsweise biologische Proben, einer derart hohen Ionenbestrahlung nicht standhalten können. Das von Georg Jacob und seinen Kollegen entwickelte Ionenmikroskop erreicht ein hohes Signal-zu-Rausch-Verhältnis bei gleichzeitig kleinstmöglicher Ionenfluss-Rate. Dazu werden zunächst einzelne Kalzium-Ionen in einer elektrischen Falle gefangen. Entsprechend angelegte elektrische Felder extrahieren die Ionen und erzeugen einen wenige Nanometer großen Fokusbereich, durch den das Zielobjekt schrittweise bewegt wird. Bei jedem Schritt oder „Pixel“ wird ein einzelnes Ion aus der Falle emittiert und entweder durch das Objekt blockiert oder von dem dahinter stehenden Detektor registriert. Weil die Emissionszeit des Ions präzise bestimmt ist, können die Forscher das natürliche Rauschen des Detektors ausschalten, da nur Ereignisse genau bei der erwarteten Ankunftszeit gezählt werden. Auf diese Weise lässt sich die „Dunkelzählrate“ im Detektor um ein Millionenfaches verringern. Mit weniger als 300 Ionen gelang es dem Team, die Position eines 1 Mikrometer großen kreisförmigen Lochs in einer Diamantprobe mit einer Genauigkeit von 2,7 Nanometern zu bestimmen. In Zukunft soll diese neuartige Mikroskopie dazu eingesetzt werden, einzelne Atome mit Nanometer- Genauigkeit in einem Festkörper zu platzieren, um Bauelemente für Speicher und Prozessoren mit Quantenbits herzustellen. Hierzu arbeitet das Team mit Forschern aus Australien, Stuttgart, Ulm und Kassel zusammen. Veröffentlichung: Georg Jacob, Karin Groot-Berning, Sebastian Wolf, Stefan Ulm, Luc Couturier, Samuel T. Dawkins, Ulrich G. Poschinger, Ferdinand Schmidt-Kaler, and Kilian Singer Transmission Microscopy with Nanometer Resolution Using a Deterministic Single Ion Source Physical Review Letters 117, 20. Juli 2016 DOI: dx.doi.org/10.1103/PhysRevLett.117.043001

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datev: Einblicke in die Welt von Morgen – digitale Transformation

Einblicke in die digitale Welt von Morgen DATEV-Kongresse in Essen, Stuttgart, Berlin und Nürnberg Nürnberg, 24. August 2016: Die DATEV Kongresse 2016 unter dem Motto „Werte. Geschichten. Visionen“ regen an, traditionelle Werte mit innovativen Visionen zu verbinden. Aktuelle gesellschaftspolitische Themen anhand praktischer Beispiele von hochkarätigen Referenten erörtert – dazu lädt der genossenschaftlich organisierte IT-Dienstleister DATEV eG Unternehmer, Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Studierende und sonstige Interessierte ein. Das anspruchsvolle Programm liefert Diskussionsgrundstoff, um eigene Ideen zu entwickeln und auch in den Dialog zu treten. Der Frage „Welche Tugenden braucht die Wirtschaft heute?“ geht Roland Tichy, Publizist und ehemaliger Chefredakteur von Impulse, Euro und Wirtschaftswoche nach. Einen „Blick in die Zukunft: Deutschland 2030 – Arbeiten und Leben“ gewähren die Zukunftsforscher Prof. Horst W. Opaschowski und Irina Pilawa. „Unseren Weg in die digitale Transformation“ zeigt Dr. Robert Mayr, Vorstandsvorsitzender der DATEV eG auf. Die Kunst des klaren Denkens“ erläutert Rolf Dobelli, Unternehmer und Beststeller-Autor. DATEV-Kongresse 2016 – die Termine Die DATEV-Kongresse finden am 15. September 2016 in Essen, am 22. September 2016 in Stuttgart, am 3. November 2016 in Berlin und am 17. November 2016 in Nürnberg statt. Die Anmeldung erfolgt über www.datev-kongress.de. Dort finden Interessierte auch weitere Informationen zu den Veranstaltungen, Abendveranstaltungen und Referenten. Die Teilnahme an einem der Kongresse ist für 142,66 Euro, die Teilnahme an einer der Abendveranstaltungen für 25 Euro möglich. Der Besuch der begleitenden Fachausstellung zu DATEV-Themen ist für alle Besucher kostenfrei. Über DATEV eG Die DATEV eG ist das Softwarehaus und der IT-Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte sowie deren zumeist mittelständische Mandanten. Mit rund 40.500 Mitgliedern, mehr als 6.900 Mitarbeitern und einem Umsatz von 881 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2015) zählt die DATEV zu den größten Informationsdienstleistern und Softwarehäusern in Europa. So belegt das Unternehmen Platz 4 im Ranking der deutschen Softwarehäuser (Quelle: Statista). Das Leistungsspektrum umfasst vor allem die Bereiche Rechnungswesen, Personalwirtschaft, betriebswirtschaftliche Beratung, Steuern, Kanzleiorganisation, Enterprise Resource Planning (ERP), IT-Dienstleistungen sowie Weiterbildung und Consulting. Mit ihren Lösungen verbessert die 1966 gegründete Genossenschaft mit Sitz in Nürnberg gemeinsam mit ihren Mitgliedern die betriebswirtschaftlichen Prozesse von 2,5 Millionen Unternehmen, Kommunen, Vereinen und Institutionen.

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Rheinland-Pfälzische Medizinprodukte sind ein Exportschlager


Sommerreise „Gesund in der Region“ Bätzing-Lichtenthäler: Medizinprodukte made in Rheinland-Pfalz sind international erfolgreich „Kein Mensch ist wie der andere. Deshalb brauchen wir individuelle Lösungen gerade in der medizinischen Versorgung und Hersteller von Medizinprodukten, die nach den Bedürfnissen der Menschen fragen und sich darauf einstellen“, sagte Gesundheitsmi- nisterin Sabine Bätzing-Lichtenthäler anlässlich ihres Besuches beim Prothesenherstel- ler Aktiv Prothesen Technik (APT) Service in Stockum-Püschen im Westerwald. Das Unternehmen unterstützt Menschen, die Gliedmaßen verloren haben, mit individuell an- gepasster Prothesentechnik. Die APT Service GmbH ist auch Hersteller von Prothesen für Spitzensportler: Sportle- rinnen und Sportler mit Prothesen der APT Service GmbH nehmen dieses Jahr an den Paralympischen Spielen in Rio teil. Die Erfahrungen aus dem Leistungssport fließen in die weitere Entwicklung und Produktion von Prothesen ein. „Zu sehen, dass sportliche Spitzenleistungen und Medaillen auch mit Prothesen möglich sind, hilft den Menschen, die ein Gliedmaß verloren haben, dabei Mut zu fassen. Mit einer Prothese auch nach dem Verlust eines Gliedmaßes aktiv sein zu können, bedeutet für die Betroffenen mehr Mobilität und Teilhabe. Letztlich hilft es auch unserer Gesellschaft dabei, auf dem Weg der Inklusion voranzukommen. Seit Jahren ist das auch ein wichtiges Anliegen der Lan- desregierung,“ so Bätzing-Lichtenthäler. Ebenfalls international erfolgreich ist das Unternehmen, das Ministerin Bätzing-Lichten- thäler am Nachmittag besuchte: Lohmann & Rauscher ist ein international führender Anbieter von zukunftsorientierten Medizin- und Hygieneprodukten – vom klassischen Verbandstoff bis zum modernen Therapie- und Pflegesystem. Das Unternehmen blickt auf über 160 Jahre Erfahrung mit Verbandmitteln und Medizin- produkten zurück. „Das ist eine stolze Geschichte – und ein tolles Beispiel für den Er- folg, den rheinland-pfälzische Medizintechnik-Unternehmen mit Tradition und Innova- tion haben“, stellte die Ministerin heraus. Den Erfolg des Unternehmens mache die Be- reitschaft aus, bewährte Konzepte zu optimieren und die Forschung zur Entwicklung neuer Produkte voranzutreiben. „So entstehen möglichst passgenaue Lösungen für die Patientinnen und Patienten“, sagte Bätzing-Lichtenthäler. Das Engagement des Unternehmens im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmana- gements lobte die Ministerin ausdrücklich. Prävention und Gesundheitsförderung müs- sen dort ansetzen, wo Menschen leben und arbeiten. „Faire Arbeitsbedingungen und ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld sind ganz wichtige Ansätze, damit sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohlfühlen und möglichst lange und gesund arbeiten können“, betonte Bätzing-Lichtenthäler. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler stellt das Thema gesundheitliche Versorgung und Prävention in den Mittelpunkt ihrer Sommerreise. Unter dem Titel „Ge- sund in der Region“ besucht sie vom 22. bis 26. August Unternehmen, Projekte und Gesundheitsstandorte in verschiedenen Regionen des Landes. Dabei geht es ihr be- sonders um Information und Austausch zu präventiven Ansätzen, innovativer Medizin- technik und vorbildlichen Arbeitgebern in Rheinland-Pfalz.

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Künftiger Limburger Bischof Georg Bätzing legt Treueeid ab


Künftiger Limburger Bischof Dr. Georg Bätzing legt Treueeid in Staatskanzlei ab Hessischer Ministerpräsident Volker Bouffier: „Bischof Bätzing wird dem Bistum helfen, Vertrauen in das Amt und die Kirche zurück zu gewinnen“ Rheinland-Pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Staat und Kirche verbindet die Verantwortung für die Menschen“ Wiesbaden. Der künftige Bischof des Bistums Limburg, Dr. Georg Bätzing, hat am Mittwoch in Wiesbaden vor dem Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, den Treueeid der im Reichskonkordat vorgesehenen Formel geleistet. Der Eid wurde von allen bisher im Land neu ernannten katholischen Bischöfen vor den jeweiligen Ministerpräsidenten geleistet. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hob bei dem gleichzeitigen Antrittsbesuch Bätzings den Beitrag der Kirchen für das gesellschaftliche Miteinander hervor. „Der Kirche kommt als sozialer Dienstleister, als Sinnstifter und als Reservoir unserer Kultur nach wie vor erhebliche Bedeutung zu. Die Prägekraft des Christentums ist unser kulturelles Erbe und Teil unserer Identität, es zu bewahren und zu pflegen ist unsere gemeinsame Verantwortung. Das kooperative Miteinander von Staat und Kirche im modernen Verfassungsstaat hat sich dabei bewährt“, sagte Volker Bouffier. „Ich freue mich, dass die Übergangsphase nun beendet ist und das Bistum Limburg nach einem schwierigen Prozess der Aufarbeitung mit Dr. Bätzing einen neuen Bischof erhält. Er wird dem Bistum helfen, Vertrauen in das Amt und die Kirche zurück zu gewinnen“, so der Hessische Ministerpräsident. Volker Bouffier sprach dem ernannten Bischof die besten Wünsche der Bürgerinnen und Bürger des Landes und der Hessischen Landesregierung aus und wünschte ihm ein segensreiches Wirken. Ministerpräsidentin Malu Dreyer überbrachte die besten Wünsche aus Rheinland-Pfalz und betonte die besondere Bedeutung eines partnerschaftlichen Verhältnisses von Staat und Kirche. „Uns verbindet die Verantwortung für die Menschen, der wir verpflichtet sind. Unseren jeweiligen Aufgaben können wir am besten gerecht werden, wenn wir aufeinander zugehen und ein gutes Miteinander pflegen. In diesem Sinne haben sich in Rheinland-Pfalz die Beziehungen zwischen Staat und Kirche in vielen Jahrzehnten positiv und freundschaftlich entwickelt. Den neuen Bischof von Limburg kennen und schätzen wir durch seine vielfältige Arbeit im Bistum Trier, zuletzt seit 2012 als Generalvikar. Dr. Georg Bätzing bringt mit seinen pastoralen Erfahrungen und menschlichen Qualitäten beste Voraussetzungen mit, um gemeinsam mit den Katholiken und Katholikinnen das Bistum Limburg in eine gute Zukunft zu führen. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit und wünsche Gottes reichen Segen für diese verantwortungsvolle Aufgabe“, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin. In seiner Ansprache sicherte der neue Bischof den Ministerpräsidenten der beiden Länder seine Unterstützung und Zusammenarbeit bei gesellschaftlichen Herausforderungen zu. „Unser Weg in Deutschland, eine konstruktive Kooperation von Staat und Kirche vorzusehen, hat sich in der Vergangenheit bewährt und bewährt sich aktuell in besonderer sichtbarer Weise. Wir haben in den hinter uns liegenden Monaten dankbar erlebt, dass mit vereinten Kräften und in einem planvollen Miteinander die Aufnahme so vieler Menschen, die bei uns Schutz und Sicherheit suchen, realisiert werden konnte. Auch in der gesellschaftlichen Aufgabe der Integration, die noch vor uns liegt, werden wir uns als Bistum engagieren“, sagte Bätzing. Als neuer Bischof wolle er die Katholiken des Bistums in Hessen und Rheinland-Pfalz ermutigen, ein öffentliches Zeugnis für den christlichen Glauben zu geben. „Unsere Gesellschaft soll sich nicht vor Religion und Glauben fürchten, sondern aus deren Ressourcen schöpfen“, sagte Bätzing mit Blick auf die wachsende Skepsis und Infragestellung des Religiösen durch Gewalt und Terror. Hintergrund: Der Treueid der katholischen Bischöfe geht zurück auf das Reichskonkordat von 1933. Der künftige Bischof leistet demnach folgenden Treueschwur: „Vor Gott und auf die heiligen Evangelien schwöre und verspreche ich, so wie es einem Bischof geziemt, Deutschland und den Ländern Hessen und Rheinland-Pfalz Treue. Ich schwöre und verspreche, die verfassungsmäßig gebildeten Regierungen zu achten und von meinem Klerus achten zu lassen. In der pflichtmäßigen Sorge um das Wohl und das Interesse des deutschen Staatswesens werde ich in Ausübung des mir übertragenen geistlichen Amtes jeden Schaden zu verhüten trachten, der es bedrohen könnte.“ Georg Bätzing wird am Sonntag, 18. September 2016, im Dom St. Georg in Limburg an der Lahn in sein neues Bischofsamt eingeführt und steht damit einem Bistum vor, das Teile von Hessen und Rheinland-Pfalz umfasst. Zum 1827 gegründeten Bistum Limburg gehören heute rund 635.000 katholische Gläubige in elf Dekanaten mit 153 Pfarreien.

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