Bessere Förderung für umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft

Landwirtschaftspolitik

Höfken: Bessere Förderung für umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft

Mainz, 22.10.11 Der Begleitausschuss des Entwicklungsprogramms PAUL hat am Donnerstag in Höhr-Grenzhausen den vom Landwirtschaftsministerium geplanten Änderungen bei der Agrarförderung zugestimmt. Die Ministerin berücksichtigte auch Anregungen aus Landwirtschaft und Umweltschutz. Betriebe, die ökologisch wirtschaften und Betriebe, die ihre Tiere artgerecht halten, sollen künftig verstärkt vom Landesentwicklungsprogramm PAUL (Programm Agrarwirtschaft, Umweltmaßnahmen und Landendwicklung) profitieren. Das Programm wird von der EU, Bund und Land gemeinsam finanziert.

„Wir wollen unsere Kulturlandschaften erhalten, die biologische Artenvielfalt sichern und gleichzeitig die Wertschöpfung in den ländlichen Regionen stärken, insbesondere durch regionale Vermarktung“, sagte Ministerin Höfken. Deshalb habe ihr Haus die bestehenden Agrarfördermaßnahmen überprüft und neu ausgerichtet.

„Die Prämiensätze beim ökologischen Landbau sind in Rheinland-Pfalz im Vergleich zu anderen Bundesländern bislang unterdurchschnittlich gewesen“, stellte die Ministerin fest. Vorgesehen ist hier eine Erhöhung um 20 bis 25 Prozent. Zum Beispiel soll ein Landwirt, der einen Acker auf Öko-Landbau umstellt, künftig 300 Euro pro Hektar erhalten – bislang liegt die Prämie bei 240 Euro. „Damit spielen wir im Bundesvergleich in der Oberliga“, sagte Höfken. Neu ist eine Förderung für Landwirte, die eine vielfältige Fruchtfolge vorweisen können, was dem Bodenschutz und dem Erhalt der Artenvielfalt dient. Insgesamt wird die Ministerin die Finanzmittel für Agrarumweltmaßnahmen, die alle landwirtschaftlichen Betriebe in Anspruch nehmen können, um 7,7 Millionen Euro aufstocken. Zum Beispiel wird die Anlage so genannter Saum- und Bandstrukturen stärker gefördert, damit an Ackerrändern bienenfreundliche Blühstreifen entstehen, die auch dem Erhalt der Biodiversität dienen und das Landschaftsbild aufwerten. Das Agrar investitionsprogramm, das für 2011 bereits ausgelaufen ist, bleibt mit verkürzten Ansätzen bestehen. Ökologische tierhaltung wird stärker gefördert als konventionelle Tierhaltung. Höfken wies darauf hin, dass die engeren finanziellen Spielräume auch Kürzungen erfordern. „Wir werden Sparmaßnahmen aber nicht über das gesamte Programm stülpen, sondern ganz gezielt vorgehen.“ Gespart werde etwa bei der Flurbereinigung und beim Wegebau. Der Änderungsantrag wurde bei der EU eingereicht, die Genehmigung zum 01.01.2012 erwartet. Neuanträge können bereits ab 31.10. gestellt werden.

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