Unternehmen müssen bei der Fachkräftesicherung selbst früh genug handeln

Landesverbandstag des Bundes der Selbständigen Rheinland-Pfalz und Saarland

Beck: Unternehmen müssen bei der Fachkräftesicherung selbst früh genug handeln“

Mainz, 29.10.11 Einen eindringlichen Appell zur Ausbildungs-, Qualifizierungs- und Weiterbildungsbereitschaft richtete Ministerpräsident Kurt Beck beim Landesverbandstag des Bundes der Selbständigen Rheinland-Pfalz und Saarland an die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer. „Die Herausforderung der nächsten Jahre wird für alle Betriebe darin bestehen, ausreichend Fachkräfte rekrutieren zu können. Große und in Ballungsräumen ansässige Unternehmen haben in der Regel hierzu bessere Möglichkeiten. Dies beginnt schon bei der Anwerbung von Auszubildenden. Die kleinen und mittleren Unternehmen in der Fläche stehen deshalb in einem verschärften Wettbewerb um die besten Talente“, so der Ministerpräsident. Er warb für mehr Engagement bei der Ausbildung, aber auch bei späteren Weiterbildungsmaßnahmen. „Außerdem bieten sich über Qualifizierungsprogramme auch Möglichkeiten für ältere und arbeitslose Menschen, in eine andere Tätigkeit zu wechseln“, so Kurt Beck.

Ein wichtiges Thema für kleine und mittlere Unternehmen sei auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Wer jungen Vätern und Müttern auch abseits der Ballungsräume die Gelegenheit gibt, mit reduzierten und flexiblen Arbeitszeiten sich um die Kindererziehung zu kümmern, wird dies in der Regel durch ein hohes Engagement und Betriebstreue honoriert bekommen.“

Beck verwies darauf, dass die Landesregierung die Politikfelder, die zur Sicherung des Fachkräftebedarfs beitragen, in einer Fachkräfte-Initiative unter dem Motto „Gute Leute – Gute Aussichten“ bündelt. Eingebunden sind hier neben der Wirtschaft auch die Gewerkschaften, die Wissenschaft und Bildungseinrichtungen. Zu den Schwerpunkten des Ovalen Tisches gehörte im Jahr 2011 auch die Umsetzung der Vereinbarung „Rheinland-Pfalz für Ausbildung und Fachkräftesicherung“. Das Forum werde sich zu einem Steuerungsgremium für Ausbildung, Weiterbildung und Fachkräftesicherung weiterentwickeln.

Der Ministerpräsident sprach auch die in der Koalitionsvereinbarung beschlossenen Beiträge zur Fachkräftesicherung an, die die verschiedenen Ressorts der Landesregierung einbeziehe. Maßnahmen wie die Fortführung der Initiative „Lebensphasenorientierte Personalpolitik“ oder auch Programme, um ältere Fachkräfte im Beruf zu halten bzw. wieder in Betriebe zu integrieren, müssten von der Wirtschaft genutzt werden. „Die Landesregierung steht bei dem Thema Fach- und Arbeitskräftesicherung mit Rat und Tat zur Verfügung. Allerdings muss die Wirtschaft selbst auch früh genug handeln, um ansonsten voraussehbare Engpässe gar nicht entstehen zu lassen“, so Kurt Beck.

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