Schnellmeldung zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe September 2011

Schnellmeldung zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe im September 2011

Bad Ems, 05.11.11 Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Auftragseingang in der rheinland-pfälzischen Industrie im September 2011 um 4,8 Prozent gesunken; die Auslandsnachfrage ging dabei stärker zurück als die Inlandsnachfrage. Die Produktion erhöhte sich dagegen um 3,7 Prozent.

Auftragseingänge im Vorjahresvergleich gesunken – Anstieg gegenüber dem Vormonat

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Auftragslage in der rheinland-pfälzischen Industrie im September 2011 verschlechtert. Im Vergleich zum September 2010 gingen die preisbereinigten Bestellungen um 4,8 Prozent zurück, nachdem sie im August 2011 noch um 5,8 Prozent gestiegen waren. Vor allem die sinkenden Auftragseingänge aus dem Ausland (minus 7,7 Prozent) trugen zum aktuellen Rückgang bei. Die heimische Nachfrage verschlechterte sich im Vorjahresvergleich um 1,1 Prozent.

Von den vier großen Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie wiesen im September der Fahrzeugbau (plus 5,6 Prozent) sowie der Maschinenbau (plus 3 Prozent) Zuwächse auf. Während sich der Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (minus 0,4 Prozent) geringfügig verschlechterte, kam es in der chemischen Industrie zu einem kräftigen Rückgang (minus 25,1 Prozent). Hier wurde allerdings im September 2010 ein besonders hohes Auftragsniveau beobachtet.

Im Vormonatsvergleich stiegen die Auftragseingänge im September 2011 um 4,4 Prozent. Im August wurde noch eine Verschlechterung der Auftragslage um 7,1 Prozent registriert. Der saisontypische Anstieg nach einem auftragsschwächeren August fiel in den Vorjahren allerdings meist deutlich kräftiger aus als in diesem Jahr. Die Bestellungen aus dem Ausland (plus 7 Prozent) zogen stärker an als die Inlandsnachfrage (plus 1,5 Prozent). Im stabileren Zweimonatsvergleich (August/September 2011 gegenüber Juni/Juli 2011) ergab sich ein Rückgang des Ordervolumens (minus 2,8 Prozent).

Von den vier großen Branchen verzeichnete im September 2011 der Fahrzeugbau (plus 14,9 Prozent) die höchsten Auftragszuwächse gegenüber dem Vormonat. Verbesserungen gab es zudem im Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen«(plus 3 Prozent) sowie im Fahrzeugbau (plus 2,4 Prozent). Dagegen hatte die chemische Industrie (minus 6,4 Prozent) auch im Vormonatsvergleich Auftragseinbußen zu verkraften.

Produktion übersteigt Vorjahres- und Vormonatsniveau

Gegenüber dem Vorjahr ist der Güterausstoß in der rheinland-pfälzischen Industrie im September 2011 gestiegen. Die Produktion erhöhte sich im Vergleich zum September 2010 preisbereinigt um 3,7 Prozent, nachdem sie im August 2011 sogar um 8,7 Prozent angezogen hatte. Der Produktionsindex misst die monatliche Produktionsleistung der Industrie und gilt als wichtiger und aktueller Indikator für die konjunkturelle Entwicklung.

Dieser Anstieg wird in erster Linie durch die kräftigen Zuwächse im Fahrzeugbau (plus 10,5 Prozent) verursacht. Aber auch im Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (plus 6,6 Prozent) sowie im Maschinenbau (plus 6,4 Prozent) stieg die Produktion überdurchschnittlich. Dagegen ging in der chemischen Industrie (minus 0,7 Prozent) die Güterproduktion gegenüber dem Vorjahr leicht zurück.

Im Vormonatsvergleich erhöhte sich die Industrieproduktion im September 2011 um 3,7 Prozent, nachdem sie im August um 3,9 Prozent gestiegen war. Im weniger von Schwankungen beeinflussten Zweimonatsvergleich (August/September 2011 gegenüber Juni/Juli 2011) kam es zu einer Verbesserung der Produktionsleistung um 6,1 Prozent.

Von den vier großen Branchen des Landes verzeichneten der Maschinenbau (plus 18,9 Prozent), der Fahrzeugbau (plus 11,4 Prozent) sowie der Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (plus 7 Prozent) Verbesserungen im Vormonatsvergleich. Rückgänge der Güterproduktion gab es dagegen in der chemischen Industrie (minus 6,8 Prozent).

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