Staatsbürgerschaftsrecht Optionspflicht abschaffen

Staatsbürgerschaftsrecht

Sahler-Fesel: Optionspflicht abschaffen

Mainz, 10.11.11 Mit großem Bedauern reagiert die Vorsitzende des Arbeitskreises für Integration, Familie, Kinder und Jugend der SPD-Landtagsfraktion, Ingeborg Sahler-Fesel, auf die Ablehnung eines SPD-Gesetzentwurfes im Deutschen Bundestag, der die Streichung der so genannten Optionspflicht im Staatsbürgerschaftsrecht zum Inhalt hat.

„Auch die SPD-Landtagsfraktion fordert, dass das Optionsmodell zugunsten eines konsequenten Bekenntnisses zur doppelten oder mehrfachen Staatsbürgerschaft hier geborener Kinder ausländischer Eltern abgeschafft werden soll. Das Optionsmodell ist aus unserer Sicht inhaltlich nicht sachgerecht und verwaltungstechnisch nicht praktikabel. Es wirkt integrationshemmend und bringt für die Verwaltung erheblichen Aufwand mit sich.“

Nach der Optionspflicht müssen sich in Deutschland geborene Kinder von Ausländern mit Erreichen der Volljährigkeit zwischen der deutschen Staatsangehörigkeit und der ihrer Eltern entscheiden.

Sahler-Fesel: „Vor diesem Hintergrund begrüßen wir um so mehr, dass der rot-grüne Koalitionsvertrag vorsieht, dass die Optionspflicht abgeschafft werden soll und Rheinland-Pfalz bereits Ende September im Kabinett beschlossen hat, einem Gesetzentwurf zur Abschaffung der Optionspflicht beizutreten. Hoffentlich kommt die schwarz-gelbe Koalition bei der Integrationspolitik bald zur Vernunft, denn das Optionsmodell behindert die Integration junger Menschen und bringt sie in einen Loyalitätskonflikt.“

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