Baukonjunktur im September 2011 positiv

Meldung zur Baukonjunktur im September 2011

Baukonjunktur im September positiv

Bad Ems, 16.11.11 Die Auftragseingänge im rheinland-pfälzischen Bauhauptgewerbe sind im September 2011 im Vorjahresvergleich um 7,6 Prozent gestiegen. Der baugewerbliche Umsatz verbesserte sich mit plus 0,5 Prozent dagegen nur leicht gegenüber dem Ergebnis vom September 2010.

Auftragseingänge im Vorjahresvergleich deutlich gestiegen – kräftiges Plus auch gegenüber dem Vormonat

Gegenüber dem Vorjahresmonat sind die Auftragseingänge um 7,6 Prozent gestiegen. Damit kam es im September 2011 nach dem leichten Zuwachs um 0,7 Prozent im August wieder zu einer deutlichen Verbesserung der Auftragslage. Während im Hochbau die Nachfrage um 33,5 Prozent kräftig anzog, blieb der Tiefbau um 11,8 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Differenziert nach Bauart und Auftraggeber gab es erneut deutliche Unterschiede. Getragen wurde die positive Entwicklung im Hochbau ausschließlich vom gewerblichen Hochbau (plus 151 Prozent). Dagegen gaben vor allem die Auftragseingänge im öffentlichen Hochbau (minus 31,9 Prozent) sowie im Wohnungsbau (minus 2,8 Prozent) nach. Im Tiefbau reichte das Auftragsplus von 17,8 Prozent im gewerblichen Tiefbau nicht aus, um die Rückgänge im Straßenbau (minus 21,2 Prozent) sowie im öffentlichen Tiefbau (minus 9 Prozent) auszugleichen. Bei der Einschätzung der Veränderungsraten ist zu berücksichtigen, dass die Entwicklung im Bauhauptgewerbe häufig durch den Einfluss von Großaufträgen geprägt wird.

Im Vergleich zum August 2011 verbesserte sich die Nachfrage nach Bauleistungen sogar noch kräftiger (plus 18,2 Prozent). Auch im Vormonatsvergleich stiegen die Auftragseingänge im Hochbau deutlich (plus 54,4 Prozent), während im Tiefbau eine Verschlechterung zu verzeichnen war (minus 6,7 Prozent). Besonders starke Zuwächse meldeten der gewerbliche Hochbau (plus 113 Prozent) sowie der öffentliche Hochbau (plus 30,7 Prozent). Dagegen kam es im Straßenbau (minus 18,9 Prozent) sowie im Wohnungsbau (minus 14,4 Prozent) zu rückläufigen Auftragseingängen. Umsätze nur leicht über dem Vorjahres- und Vormonatsniveau

Im Vergleich zum September 2010 stieg der baugewerbliche Umsatz leicht um 0,5 Prozent auf rund 275 Millionen Euro. Im Hochbau verbesserten sich die Umsätze um 2,3 Prozent auf mehr als 127 Millionen Euro. Dagegen verzeichnete der Tiefbau einen Rückgang um 1,1 Prozent auf rund 147 Millionen Euro. In der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber gab es vor allem im Wohnungsbau (plus 38,4 Prozent) sowie im gewerblichen Hochbau (plus 14,3 Prozent) kräftige Zuwächse. Erhebliche Umsatzeinbußen verzeichnete der öffentliche Hochbau (minus 30,9 Prozent). Im gewerblichen Tiefbau belief sich das Minus auf 10,9 Prozent.

Gegenüber dem Vormonat stieg der Umsatz um 2,7 Prozent. Während es im Hochbau im September 2011 zu einem leichten Rückgang um 0,6 Prozent kam, verzeichnete der Tiefbau ein Plus von 5,8 Prozent. Überdurchschnittliche Umsatzsteigerungen gab es im Straßenbau (plus 12,2 Prozent) sowie im öffentlichen Tiefbau (plus 4 Prozent). Den stärksten Einbruch hatte der gewerbliche Tiefbau (minus 9,8 Prozent) zu verkraften.

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe werden anhand der endgültigen Ergebnisse für Rheinland-Pfalz monatlich nominale Indikatoren für die Auftragseingänge und den baugewerblichen Umsatz in Form von Indizes und Veränderungsraten gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat bereitgestellt. Die Daten stammen aus der Befragung von rund 350 Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten aus dem Bauhauptgewerbe. Die Konjunkturmeldung zur Baukonjunktur erfolgt sechs bis sieben Wochen nach Ende des Berichtsmonats.

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