Netzwerk von NutzerInnen des persönlichen Budget gegründet

Netzwerk von NutzerInnen des Persönlichen Budgets in Rheinland-Pfalz gegründet

Mainz, 16.11.11 Am 15.11.2011 haben die TeilnehmerInnen einer Fachtagung unter dem Titel „Jetzt aber mal konkret – Menschen mit Behinderung und ihr Persönliches Budget“ das Netzwerk ProBudget gegründet.

Seit 2008 haben behinderte Menschen in Deutschland das Recht, Leistungen, die sie wegen ihrer Behinderung benötigen, auch als persönliches Budget zu erhalten. Beispielsweise bekommen sie Geld, um die Unterstützung beim selbstständigen Wohnen oder Assistenz bei der Körperpflege einkaufen zu können. So können die Menschen mit Behinderung wählen, ob Sie einen Dienstleister beauftragen oder Ihre Unterstützung selbst Beschäftigen wollen. Trotz vieler guter Erfahrungen mit dieser neuen Leistungsform gibt es in der Praxis noch viele Hürden, Widerstände und großen Informationsbedarf.

Inzwischen gibt es in Rheinland-Pfalz über 5.000 Nutzer des Persönlichen Budgets, doch trotzdem kann nicht von einer flächendeckenden Nutzung des Persönlichen Budgets gesprochen werden. Wir erhoffen uns, dass das Netzwerk dazu beitragen kann, dass das Persönliche Budget in allen Regionen zur Anwendung kommt„ erklärte Gracia Schade, Geschäftsführerin des ZsL Mainz. „Jeder Mensch mit Behinderung, der ein Persönliches Budget bekommt, oder darüber nachdenkt ein Budget zu beantragen kann bei ProBudget Mitglied werden.“ Sagte Gerlinde Busch, Mitarbeiterin des ZsL Mainz. „Es ist unser Ziel, dass noch mehr behinderte Menschen in Rheinland-Pfalz ein selbstbestimmtes Leben mit Hilfe des Persönlichen Budgets führen können.“ Fügte sie hinzu.

Das Netzwerk bietet BudgetnutzerInnen die Möglichkeit sich mit anderen auszutauschen und sich vor Ort gegenseitig zu unterstützen. „Ich bin bereit, mich zu engagieren und mein Knowhow an andere weiterzugeben“ sagte ein ProBudget Gründungsmitglied. Die Hauptamtlichen MitarbeiterInnen von ProBudget bieten auch jetzt schon politische Lobbyarbeit, unabhängige Beratung, Information und Schulungen für BudgetnehmerInnen an.

„Wir brauchen eine Organisation, die als Lobby die Interessen der BudgetnehmerInnen gegenüber den Kostenträgern und den Leistungserbringern vertritt.“ sagte Harald Diehl, Referatsleiter im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie auf der Veranstaltung.

ProBudget wird getragen von den Zentren für selbstbestimmtes Leben in Mainz und Bad Kreuznach, sowie dem Dachverband der Zentren für selbstbestimmtes Leben in Deutschland. Finanziell gefördert wird das Netzwerk vom Land Rheinland-Pfalz und der Heidehofstiftung.

Kontakt:

Gerlinde Busch ZsL Mainz e.V. Tel.: 06131 14674 – 470 Fax: 06131 14674 – 440 g.busch@zsl-mainz.de

This entry was posted in Allgemein. Bookmark the permalink.

Comments are closed.