Ökologischen Landbau und Regionalvermarktung voranbringen

25-Jahr-Feier Bioland Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland

„Ökologischen Landbau und Regionalvermarktung voran bringen“

Mainz, 17.11.11 Landwirtschaftsstaatsekretär Thomas Griese hat heute auf der 25-Jahr-Feier des Bioland Landesverbandes Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. eine Rede zu den „Entwicklungsperspektiven des Ökolandbaus in Rheinland-Pfalz“ gehalten. Griese betonte: „Ich trete für eine nachhaltigere Bewirtschaftung unserer begrenzten Agrarressourcen ein, damit langfristig die Zukunftsfähigkeit des gesamten Nahrungsmittelsektors gesichert werden kann.“ Wesentliche Bausteine für nachhaltiges Wirtschaften und Ressourceneffizienz seien eine verantwortungsvolle Land- und Weinwirtschaft, z.B. in Form des ökologischen Land- und Weinbaus und die regionale Vermarktung aber auch Bildung und Ernährungsverhalten.

Griese: „Unser Entwicklungsprogramm PAUL wurde im Lichte der großen Herausforderungen Klimaschutz, Artenerhalt, Ernährungssicherheit, Tiergerechtigkeit, Erhaltung der natürlichen Ressourcen sowie regionale Wertschöpfung, Arbeitsplatzerhalt und zukunftsfähige ländliche Räume überprüft und stärker auf diese Ziele eingestellt. Eine wesentliche Fortschreibung betrifft die Agrarumweltmaßnahmen: Wir wollen den ökologischen Landbau und den Vertragsnaturschutz stärken, artgerechte Tierhaltung unterstützen und die Regionalvermarktung voran bringen.“

Das Landwirtschaftsministerium habe beschlossen, die Agrarförderung für die Umstellung und Beibehaltung auf Ökolandbau zu stärken und den Zuschuss für besonders tiergerechte Haltungsformen zu erhöhen. Der Aufbau leistungsfähiger Vermarktungsstrukturen soll unterstützt, Beratung und Information zum Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten sollen intensiviert werden.

Die Reformvorschläge der EU für eine Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) gingen in die richtige Richtung, seien aber nicht ausreichend für eine auf die Verbraucher ausgerichtete flächendeckende, wettbewerbsfähige und qualitätsorientierte Landwirtschaft, so Griese. Zu den erforderlichen Nachbesserungen gehörten beispielsweise der Eiweißpflanzenanbau als Greening-Maßnahme oder strengere Fruchtfolgevorgaben.

Griese: „Ökologischer Anbau erfüllt automatisch die Anforderungen des „Greenings“. Die Möglichkeiten bei den laut EU-Vorschlag zu erbringenden 7 Prozent ökologischen Schwerpunktflächen sind vielfältig und lassen Spielraum für Ideen. Sie reichen von extensiver Bewirtschaftung bis Erhalt und Neuanlage von Landschaftselementen. Es geht also keineswegs um ökologische Flächenstilllegung.“

Der Bioland-Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. ist einer von 8 Landesverbänden. Er wurde 1986 gegründet. Heute wirtschaften in Rheinland-Pfalz und dem Saarland 234 landwirtschaftliche Betriebe einschließlich Gärtner, Obstbauern und Imker nach den Bioland-Richtlinien. Bundesweit wirtschaften nach den Richtlinien des Anbauverbandes Bioland e.V. derzeit mehr als 5.000 Landwirte, Gärtner, Winzer und Imker auf einer Fläche von über 275.000 Hektar. Hinzu kommen 920 Bioland-Partner im Lebensmittelbereich.

This entry was posted in Allgemein. Bookmark the permalink.

Comments are closed.