Jugend- und Auszubildendenvertretungs Forum mit Kurt Beck

Jugend- und Auszubildendenvertretungsforum

Beck: Ausbildung und Fachwissen sind wertvolles Kapital

Mainz, 21.11.11 In Mainz kam Ministerpräsident Kurt Beck mit rund 100 jungen Menschen zusammen, die in der Jugend- und Auszubildendenvertretung rheinland-pfälzischer Betriebe und Verwaltungen Verantwortung übernehmen. Ziel der Veranstaltung war es, die wichtige Arbeit der Jugend- und Auszubildendenvertretung in den Fokus zu rücken und Herausforderungen, Erwartungen und aktuelle Entwicklungen bei Ausbildung und Berufseinstieg offen anzusprechen.

„Es freut mich, dass sich die Vertreterinnen und Vertreter für dieses wichtige Amt zur Verfügung gestellt haben und sich mit viel Engagement für ihre jungen Kollegen einsetzen“, sagte Ministerpräsident Kurt Beck.

Bei einem Podiumsgespräch mit ausgewählten Teilnehmern und dem sich anschließenden Austausch im Plenum stellten die Delegierten ihre Kernanliegen vor. Ein wichtiges Thema war etwa die Übernahme nach absolvierter Ausbildung. „Betriebe, die ausbilden, investieren in qualifizierten Nachwuchs und damit direkt in die Zukunft. Ausbildung und Fachwissen sind nachhaltige Ressourcen und ein wertvolles Kapital“, so Beck.

Die Übernahmequote in Rheinland-Pfalz sei mit nahezu 60 Prozent recht hoch, so Beck weiter. Dies sei eine Bilanz, die sich sehen lassen könne. Allerdings dürfe man sich auf diesen Zahlen nicht ausruhen, sagte Kurt Beck und forderte, jungen Menschen nach ihrer Ausbildung attraktive Beschäftigungsangebote zu machen und Perspektiven zu eröffnen.

Laut aktuellen Ausbildungsmarktdaten der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland wurden den Arbeitsagenturen im Jahr 2011 insgesamt 25.677 Ausbildungsstellen gemeldet, das sind 1.500 Stellen mehr als im Vorjahr. Davon waren im September 2011 noch 1.155 Ausbildungsstellen unbesetzt. Zugleich ist die Jugendarbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz auf einem Tiefststand. „Die Situation für Jugendliche auf dem Ausbildungsmarkt ist so gut wie seit Jahren nicht: Es gibt mehr freie Stellen als Ausbildungsplatzbewerber. Junge Menschen sind gefragt. Die Betriebe müssen jetzt auch schwächeren Jugendlichen eine Chance geben und sie in der Ausbildung gezielt weiter qualifizieren – hier darf niemand zurückgelassen werden“, sagte Kurt Beck.

Der Ministerpräsident betonte auch die Möglichkeiten, die das durchlässige Bildungssystem in Rheinland-Pfalz bietet, in dem Bildungsbausteine aufeinander aufbauen und zunehmend absolvierte Ausbildungsmodule anerkannt werden – beispielsweise in einem Dualen Studium – und der Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte möglich ist.

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