Milchwirtschaftliche Jahrestagung 2011

Milchwirtschaftliche Jahrestagung 2011

Landwirtschaftsministerin Höfken: „Milcherzeuger sind wichtige Garanten der Nachhaltigkeit und Regionalität“

Mainz, 22.11.11 Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken hat auf der traditionellen Jahrestagung 2011 der Milchwirtschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz und der Landesvereinigung der Milchwirtschaft des Saarlandes eine Rede zum Thema „Milchmarkt mit Zukunft“ gehalten. Höfken betonte: „Unsere Milcherzeuger sind die Garanten einer nachhaltigen Landwirtschaft mit Regionalitätsbezug in unseren Höhengebieten.

Die beiden Molkereien gehören zu den wichtigsten Wirtschaftsunternehmen und stellen sehr gute Ausbildungs- und Arbeitsplätze in der Region. Der Erfolg der heimischen Milchwirtschaft gründe sich auf der qualitativ hochwertigen Milch aus den Erzeugerbetrieben mit bestens ausgebildeten Landwirten, die hohe Innovationskraft und die qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der rheinland-pfälzischen Molkereien, so Höfken. Auf die Ergebnisse der letzten Jahrzehnte könne die heimische Milchwirtschaft stolz sein. Die Milch-Union Hocheifel (Pronsfeld) und die Hochwald Nahrungsmittel-Werke (Thalfang) wurden mit Staatsehrenpreisen in Gold und Silber für beste Qualitätsleistungen bei den amtlichen Prüfungen im Jahr 2010 ausgezeichnet. Die Milchvieh-Futterbaubetriebe spielen eine zentrale Rolle in der neuen Grünen Agrarpolitik, die das rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerium vertritt.

„Deswegen bereiten mir die recht schlechten Vertragsabschlüsse mit dem Handel große Sorgen“, so Höfken. „Die Milcherzeugerpreise werden wieder weiter sinken. Deswegen muss die Frage der Übermengen-Vermeidung und Instrumenten zur Schaffung von Marktleichgewichten bei Angebot und Nachfrage genauso wie die Stärkung der Erzeugerposition weiter diskutiert werden.“ Höfken: „Ich werde mich dafür einsetzen, dass die schlechte Einkommenssituation der Milcherzeuger und nötige Maßnahmen wie auf dem letzten Agrarministerrat auf der politischen Tagesordnung bleiben. Angemessene Einkommen in den heimischen Milchwirtschaftlichen Betrieben zu erzielen ist nötig, damit Zukunftsperspektiven auch für unsere Junglandwirtinnen und –landwirte vorhanden sind.“

Vor gut sechs Wochen hat die Europäische Kommission ihre Vorschläge zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 vorgestellt. Darin enthalten sind auch Vorschläge, um die Marktposition der Milcherzeuger zu stärken. „Die Vorschläge müssen verbessert werden, damit das Ziel erreicht werden kann“, erklärte die Ministerin und verweist auf die Beschlüsse des Agrarministerrates zum Thema Milch.

„Eine weitere wichtige und lohnende Aufgabe für die Landwirtschaft ist die Schulmilch- und Schulobstversorgung. Dabei ist es mir wichtig, dass einerseits über ein flächendeckendes qualitativ hochwertiges Angebot an Milch und Milcherzeugnissen die Schulen optimal versorgt, das Ernährungsverhalten der Kinder geschult und die Kenntnisse über diese Produkte verbessert werden. Andererseits liegt mir daran, über eine optimale Schulmilch- und Schulobstversorgung den Blick der Eltern für eine ausgewogene Ernährung zu schärfen“, sagte Höfken.

Die Landwirtschaft soll zugleich weiter darin gestärkt werden, eine wichtige Säule des Mittelstandes und des Tourismus zu sein. Nicht Masse und Lebensmittel-Verschwendung, sondern Effizienz und wirksamer Umgang gewinnen an Bedeutung bei Erzeugung und Verbrauchern. Ich werde das Motto des Deutschen Bauernverbands (DBV) “Land-Wert-Schafft“ nachdrücklich unterstützen“, so Höfken.

This entry was posted in Allgemein. Bookmark the permalink.

Comments are closed.