2. Ausbildungsreport der DGB Jugend

Ausbildungsreport Rheinland-Pfalz

Muscheid: Nur hochwertige berufliche Ausbildung sichert die Fachkräfte von morgen / Jungen Menschen gute Perspektiven bieten

Mainz, 23.11.11 „Die Klagen über fehlende Fachkräfte und Auszubildende werden lauter. Eine hochwertige berufliche Ausbildung ist der richtige Weg, um den Bedarf an Fachkräften zu sichern. Viele Branchen und Betriebe haben das inzwischen begriffen und handeln entsprechend. Aber immer noch gibt es große Defizite und Missstände in der Ausbildung, die beseitigt werden müssen. Ausbildung um jeden Preis darf es nicht geben. Wir fordern daher die Kammern auf, gegen schlechte Ausbildungsbedingungen in Betrieben vorzugehen“, sagte der rheinland-pfälzische DGB-Landesvorsitzende Dietmar Muscheid heute in Mainz bei der Vorstellung des zweiten Ausbildungsreports für Rheinland-Pfalz.

Muscheid: „Der Ausbildungsreport soll einen Beitrag dazu leisten, dass die Unternehmen sich stärker mit der Frage nach Ausbildungsqualität auseinandersetzen, statt über den vermeintlichen Mangel an ausbildungsreifen, jungen Menschen zu klagen. Offenbar fehlt auch manchen Unternehmen die „Ausbildungsreife“. Die Mehrheit der Auszubildenden ist zwar mit ihrer Ausbildung insgesamt zufrieden. Doch gleichzeitig berichten viele Azubis über regelmäßige Überstunden, ausbildungsfremde Tätigkeiten, die sie verrichten müssen, und fehlende Betreuung durch ihre Ausbilder.“

Für den zweiten Ausbildungsreport der DGB-Jugend Rheinland-Pfalz wurden in diesem Jahr 1.190 Auszubildende u. a. nach Vergütung, Arbeitszeiten, Überstunden, Betreuung und fachliche Anleitung durch die AusbilderInnen befragt. Die Daten wurden vom Institut für sozialpädagogische Forschung in Mainz (ism) aufbereitet. „Über 40 % der Auszubildenden im Land leisten regelmäßig Überstunden, manche bis spät nachts. Außerdem wissen zwei Drittel der Befragten noch nicht, ob sie nach der Ausbildung übernommen werden“, kritisiert die Landesjugendsekretärin des DGB Rheinland-Pfalz, Susanne Wingertszahn. „Eine persönliche Lebensplanung wird somit nahezu unmöglich. Ziel muss sein, eine hochwertige berufliche Ausbildung mit sicherer Übernahme zu ermöglichen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die erste Erfahrung, die junge Menschen mit der Berufswelt machen, die Arbeitslosigkeit ist.“

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