Rentenversicherung RLP – stabile Finanzen

Rentenversicherung: Stabile Finanzen auch in 2012 Speyer, 25.11.11 „Die Rentenversicherung geht finanziell gut gerüstet ins kommende Jahr“, stellte Dietmar Muscheid, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz und DGB-Landeschef, bei der heutigen Vertreterversammlung in Speyer fest. Nach den aktuellen Rechnungen wird die Nachhaltigkeitsrücklage der Rentenversicherung Ende 2011 bei 23,5 Milliarden Euro oder rund 1,4 Monatsausgaben liegen. Dieser Wert ist letztmals vor 17 Jahren erreicht worden. Deshalb kann auch der Beitragssatz im kommenden Jahr von 19,9 auf 19,6 Prozent sinken.

„So wie es derzeit aussieht, können die Rentner im kommenden Jahr mit einem Zuwachs von knapp 2,3 Prozent rechnen, so Muscheid. Grund ist die gute Lage am Arbeitsmarkt und ein spürbarer Anstieg der Bruttolöhne. Die endgültigen Werte stünden aber erst im Frühjahr fest.

Rente mit 67

Die Vertreterversammlung informierte sich auch über die Rente mit 67, die ab 2012 allmählich greifen wird. Die Altersgrenzen werden dann schrittweise angehoben, und es kann teilweise zu höheren Rentenabschlägen kommen. Neu eingeführt wird ab Januar die Rente für besonders lang- jährig Versicherte. Wer 45 Pflichtbeitragsjahre hat, kann dann mit 65 ohne Abschläge in Rente gehen.

Regierungsdialog Rente

Mit dem „Regierungsdialog Rente“ hat die Bundesregierung eine Diskussion eröffnet, an der sich auch die Rentenversicherung beteiligt. Insbesondere den Vorschlag der Zuschussrente, die Geringverdienern einen monatlichen Betrag von 850 Euro im Alter garantieren soll, beurteilt die Rentenversicherung kritisch. „Gerade Langzeitarbeitslose, Erwerbsminderungsrentner und Menschen mit Lücken im Versicherungsverlauf werden die geforderten Voraussetzungen nur schwer erfüllen können“, stellt Dietmar Muscheid fest. Es werde außerdem das Fürsorge- und das Versicherungsprinzip vermischt und bürokratische Doppelstrukturen aufgebaut.

Arbeitsergebnisse

Für die Geschäftsleitung berichtete der Geschäftsführer Hartmut Hüfken über die Arbeitsergebnisse der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz. „Die Rehabilitation gewinnt angesichts längerer Lebensarbeitszeiten zunehmend an Bedeutung. Als landesweit größter Reha-Träger setzt der Speyerer Rentenversicherer daher schon seit langem auf die maßgeschneiderte Zusammenarbeit zwischen Rentenversicherung, Betrieben und Reha-Einrichtungen“. Nach leichtem Rückgang sind die Rentenanträge in diesem Jahr wieder um rund 3 Prozent gestiegen. Durchschnittlich dauert es 26 Tage, bis eine Rente im Inlandsbereich bewilligt sei. Damit liegt die Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz im vorderen Bereich aller Rentenversicherungsträger.

Haushalt 2012

Die Vertreterversammlung, das Parlament des rheinland-pfälzischen Rentenversicherers, beschloss einen neuen Rekordhaushalt. Mit 5,45 Mill- iarden Euro geht die Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz in das Jahr 2012.

Die wichtigsten Einnahmen sind die Beiträge mit 4,2 Milliarden Euro und die Zahlungen des Bundes mit 1,2 Milliarden Euro. Den weitaus größten Teil gibt die Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz gleich als Renten (4,5 Milliarden Euro), Krankenversicherungsbeiträge der Rentner (313 Millionen Euro) und Leistungen für medizinische und berufliche Rehabilitation (155 Millionen Euro) an ihre Versicherten und Rentner weiter.

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