Verbraucherpreisanstieg im November 2,6%

Verbraucherpreise im November 2,6 Prozent über dem Vorjahresmonat

Inflationsrate verharrt auf hohem Niveau

Bad Ems, 28.11.11 Der Verbraucherpreisindex für Rheinland-Pfalz lag im November 2011 um 2,6 Prozent höher als im November 2010. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems wies die Inflationsrate damit, wie im Vormonat, den höchsten Wert seit gut drei Jahren auf.

Wiederum trugen die Preise in den Hauptgruppen Verkehr (plus 4,1 Prozent) und bei den Waren und Dienstleistungen rund ums Wohnen (plus 3,6 Prozent) maßgeblich zu dieser Entwicklung bei. So legten beispielsweise die Preise für Kraftstoffe um 11,1 Prozent zu. Das Preisniveau von Superbenzin lag um 9,6 Prozent, das von Diesel um 16,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Für Haushaltsenergie wie Strom, Gas und andere Brennstoffe stiegen die Preise um 12,3 Prozent. Dies ist insbesondere auf die Preise für Heizöl zurückzuführen, die gegenüber November 2010 um 27,4 Prozent kletterten. Die Umlage für den Betrieb einer Zentralheizung stieg um 10,9 Prozent.

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich gegenüber November 2010 um insgesamt 2,8 Prozent. Die Preise für Fleisch und Fleischwaren erhöhten sich um 5 Prozent, für Fische und Fischwaren sogar um 5,9 Prozent. Auch Speisefette und -öle wurden deutlich teurer (plus 15,5 Prozent), wobei hier der Preisanstieg für Margarine (plus 30 Prozent) hervorzuheben ist. Preissteigerungen waren auch bei Molkereiprodukten und Eiern (plus 5 Prozent) zu verzeichnen. Beispielsweise erhöhten sich die Preise für Butter um 9 Prozent und für Sahne um 11,6 Prozent. Billiger wurden dagegen Obst (minus 0,7 Prozent) und Gemüse (minus 9,1 Prozent). So gaben die Preise für Äpfel (minus 2,4 Prozent) und Weintrauben (minus 12,9 Prozent) sowie für Tomaten (minus 16,1 Prozent) und für Kopf- oder Eisbergsalat (minus 43 Prozent) nach.

Veränderungen gegenüber Oktober 2011 Gegenüber dem Vormonat blieb der Verbraucherpreisindex im November 2011 unverändert. Die Preise für Waren und Dienstleistungen rund ums Wohnen stiegen um 0,4 Prozent, Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 0,1 Prozent. Preisrückgänge waren dagegen saisonbedingt für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (minus 0,8 Prozent) sowie in der Hauptgruppe Freizeit, Unterhaltung und Kultur (minus 1,0 Prozent) zu verzeichnen.

Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in Rheinland-Pfalz in 11 Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) gut 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von rund 750 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt.

Autor: Merle Hattenhauer (Referat Mikrozensus, Verdienste, Preise, Haushaltserhebungen)

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