22 Millionen für umweltschonende Landwirtschaft

Agrarpolitik

Höfken: 22 Millionen Euro für umweltschonende Landwirtschaft

Mainz, 30.11.11 Rund 22 Millionen Euro sind in diesem Jahr an landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz geflossen, die ihre Äcker umweltschonend bewirtschafteten. Damit greifen die so genannten Agrarumweltmaßnahmen auf rund 150.000 Hektar, was 21 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Rheinland-Pfalz ausmacht. Zudem flossen rund neun Millionen Euro Ausgleichszulage an Landwirte in den von der Natur benachteiligten Höhengebieten des Landes. Dies teilte Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken in Mainz mit.

Höfken: „Die Auflagen der Agrarumweltmaßnahmen, zu denen sich die Landwirtinnen und Landwirte sowie Winzerinnen und Winzer verpflichten, gehen deutlich über die Standards der guten fachlichen Praxis hinaus. Umweltschonende Landwirtschaft ist aktiver Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen und hilft, den Verbraucherwünschen nach naturverträglichen Produkten gerecht zu werden.“

Innerhalb der Agrarumweltmaßnahmen kommt dem ökologischen Landbau eine besondere Bedeutung zu. Er wurde in diesem Jahr mit 6,5 Millionen Euro gefördert. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Anbaufläche für ökologisch wirtschaftende Betriebe in Rheinland-Pfalz auf 37.733 Hektar fast verdreifacht. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Öko-Betriebe von 423 auf 926. Der Anteil der Ökofläche an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche beträgt 5,3 Prozent. Auch der Vertragsnaturschutz, mit dessen Hilfe Naturschutzmaßnahmen in landwirtschaftliche Betriebsabläufe integriert werden sollen, hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. Aktuell nehmen 4.794 Betriebe mit über 18.000 Hektar an den Förderprogrammen teil und leisten damit einen aktiven Beitrag zum Naturschutz.

Rund 4400 Unternehmen haben nach Angaben von Landwirtschaftsministerin Höfken in diesem Jahr eine Ausgleichszulage für die Bewirtschaftungsnachteile in den von der Natur benachteiligten Gebieten erhalten. Die Ausgleichszulage trägt wesentlich dazu bei, dass in den benachteiligten Regionen eine flächendeckende Landbewirtschaftung aufrecht erhalten wird. „Die gepflegte Kulturlandschaft bildet vielerorts die Grundlage für eine hohe touristische Attraktivität und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung“, betonte Ministerin Höfken. Im Hinblick auf die von der EU-Kommission geplante Neuabgrenzung der benachteiligten Gebiete werde sie für den Erhalt der bisher in Rheinland-Pfalz abgegrenzten Gebiete eintreten.

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