Grundbesitzer gegen „Flächenfraß“

Internationaler Tag des Bodens am 5. Dezember

„Wir wollen keinen Flächenfraß!“

Berlin, 02.12.11 Nach Ansicht von Michael Prinz zu Salm-Salm, dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Grundbesitzerverbände, ist der Internationale Tag des Bodens genau der richtige Zeitpunkt, um darauf hinzuweisen, dass täglich fast 90 Hektar wertvolle Acker- und Grünlandflächen durch Versiegelung verlorengehen. „Das sind umgerechnet ca. 100 Fußballstadien und damit ein unermesslicher Verlust an landwirtschaftlicher und wirtschaftlicher Wertschöpfung“, betonte Prinz Salm anlässlich eines Gesprächs in Berlin. Angesichts der problematischen Welternährungssituation und der Forderung der Vereinten Nationen und der G-20 Staaten, eine ausreichende Nahrungsmittelversorgung durch eine nachhaltige Steigerung der weltweiten Agrarproduktion zu erreichen, ist ein STOP des Flächenverbrauchs mehr als überfällig! Die Arbeitsgemeinschaft der Grundbesitzerverbände unterstützt die Forderung des Deutschen Bauernverbandes, der sich für eine umfassende Gesetzesinitiative zum Flächenschutz stark macht.

Prinz Salm betonte, dass auch unter dem Blickwinkel des wachsenden Nahrungsmittelbedarfs die Stilllegungsverpflichtung der Europäischen Kommission im Rahmen der zukünftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nicht nachvollziehbar sei! Danach sollen die Landwirte verpflichtet werden, 7% ihrer Flächen als ökologische Vorrangflächen – zum Nutzen der Artenvielfalt – stillzulegen. Allein in Deutschland entfielen dadurch 800.000 Hektar für die landwirtschaftliche Produktion, bzw. ständen nur noch sehr eingeschränkt zur Verfügung! Welche dramatischen Auswirkungen das haben könnte, zeigt folgende Beispielrechnung eines Betriebes in Niedersachsen mit 250 Hektar Weizenanbaufläche: Die Stillegung von 7 % bedeutet einen Ausfall von Weizen für 3000 Personen. Frei nach der Devise „Schmetterling vor Teller“ sollen so wertvolle Ackerflächen der Produktion von Nahrungsmitteln entzogen werden – ungeachtet des Welthungers! Und das in Europa, der Region der Welt, die durch den Klimawandel weniger stark benachteiligt sein wird als die Bauern in subtropischen und tropischen Regionen der Erde.

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