Herz- und Kreislaufkrankheiten häufigste Todesursache

Gesundheit

Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufigste Todesursache

Bad Ems, 02.12.11 Im Jahr 2010 starben 43.465 Menschen aus Rheinland-Pfalz, 22.640 Frauen und 20.825 Männer. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen die mit Abstand häufigste Todesursache (43 Prozent), wobei 87 Prozent der daran Verstorbenen 70 Jahre oder älter waren. Wegen des deutlich höheren Frauenanteils unter der älteren Bevölkerung war auch die Zahl der an Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestorbenen Frauen mit 10.527 deutlich größer als die der Männer (8.044).

Zweithäufigste Todesursache waren mit 26 Prozent die Neubildungen. Bei 11.365 Menschen führten die verschiedenen Formen dieser Krankheit zum Tode. Zu den Neubildungen zählen in erster Linie (96 Prozent) die bösartigen Neubildungen (Krebs). An Neubildungen starben mehr Männer (6.172) als Frauen (5.193). Der Anteil der über 70-Jährigen lag bei dieser Todesursache mit 66 Prozent deutlich unter ihrem Anteil an allen Gestorbenen (78 Prozent). Jeder zweite Krebssterbefall ging auf eine bösartige Neubildung der Verdauungsorgane (3.406) oder der Atmungsorgane (2.282) zurück.

An Krankheiten des Atmungssystems starben 3.334 Menschen (8 Prozent). Männer (1.803) waren etwas häufiger als Frauen (1.531) betroffen. Krankheiten des Verdauungssystems führten bei 2.067 Menschen zum Tod (5 Prozent). Hier waren die Frauen in der Überzahl (1.081 gegenüber 986). Die weiteren Todesursachen traten deutlich seltener auf. Stoffwechselerkrankungen waren für 1.307 Menschen die für den Tod maßgebliche Krankheit. Hierbei handelt es sich zum weitaus größten Teil um die im Volksmund als Zuckerkrankheit bezeichnete Diabetes mellitus. An einer Verletzung oder Vergiftung starben 1.263 Personen, 839 Männer und 424 Frauen. Darunter waren 479 Menschen (378 Männer und 101 Frauen), die aus eigenem Entschluss ihrem Leben ein Ende setzten.

Ausführliche gesundheitsbezogene Informationen präsentiert das Statistische Landesamt im Rahmen seines Internetangebots zur Gesundheitsberichterstattung:

www.statistik.rlp.de/staat-und-gesellschaft/gesundheit/gesundheitsberichterstattung/

Die Zahlen stammen aus der Todesursachenstatistik. Grundlage dieser Statistik sind die offiziellen Todesbescheinigungen, auf denen die den Tod feststellenden Ärzte alle zum Tode führenden Ursachen vermerken. Aus diesen Angaben wird dann im Statistischen Landesamt nach international festgelegten Regeln das zum Tod führende Grundleiden ermittelt. Die Ergebnisse der Todesursachenstatistik werden jährlich bereitgestellt. Die Unterscheidung nach den verschiedenen Todesursachen folgt einer internationalen Klassifikation nach so genannten Kapiteln.

Autor: Günter Ickler (Referat Bevölkerung, Gebiet, Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

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