40 Jahre Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz

40 Jahre Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz

Landwirtschaftsstaatssekretär Griese: „Die Landesregierung unterstützt die Landwirtschaft als Partner im Wandel“

Bad Kreuznach, 08.12.11 „40 Jahre Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz bedeuten 40 Jahre Selbstverwaltung, Dienstleistung und Mitgestaltung im Interesse unserer Landwirtschaft und des Weinbaus sowie unserer vielfältigen ländlichen Räume – in einer Zeit des permanenten Wandels“, sagte Landwirtschaftsstaatssekretär Thomas Griese beim Festakt zur 40-Jahrfeier der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz in Bad Kreuznach. Die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz habe in den vergangenen 40 Jahren den gravierenden Wandel in der Landwirtschaft, im Weinbau und in der Forstwirtschaft aktiv mitgestaltet und geholfen, die Folgen des Strukturwandels zu bewältigen, so Griese. Der Staatssekretär dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Ehrenamtlichen für ihre engagierte Arbeit.

In den vergangenen vier Jahrzehnten hat sich die rheinland-pfälzische Landwirtschaft tief greifend verändert: 1971 bewirtschafteten noch über 100 000 Betriebe eine Fläche von über 800 000 Hektar, heute gibt es rund 20 000 Betriebe mit rund 700 000 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche.

Das Aufgabenspektrum der Landwirtschaft sei breiter geworden, stellte Griese fest. Das liege nicht nur daran, dass Rheinland-Pfalz mit seiner großen Palette an Acker- und Sonderkulturen, seiner Milchviehhaltung und vor allem seinem Weinbau ein bundesweit einzigartiges Angebot an Lebens- und Genussmitteln biete. Das liege auch daran, dass Landwirte längst nicht mehr „nur“ Bauern seien, sondern auch Energiewirte, Landschaftsgestalter sowie Anbieter von Freizeit- und Dienstleistungen, so der Staatssekretär.

„Die Gesellschaft ist heute darüber hinaus in Fragen der Ernährung, des Umwelt- und des Tierschutzes, der Artenvielfalt und der Nachhaltigkeit viel empfindlicher als vor 40 Jahren“, betonte Griese. Bei der Definition der Qualität eines Lebensmittels gehe es längst nicht mehr nur um Geschmack und Inhaltsstoffe, sondern auch um Zusatznutzen wie Regionalität, umweltgerechte Erzeugung, tierschutzgerechte Haltung und faire Handelsbedingungen.

Heute übernehme die Kammer als Körperschaft des öffentlichen Rechtes mit ihren rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Aufgaben in der dualen Berufsausbildung, in der Tierzucht, in der Bauberatung, in der Investitions- und Förderberatung, im Saatgutwesen, im Weinbau, bei Qualitätsprüfungen und Prämierungen sowie bei der Raumordnung und im Naturschutz.

„Die gesellschaftlichen Ansprüche entwickeln sich ständig weiter, der Strukturwandel hält an, die Rahmenbedingungen werden komplexer und die finanziellen Spielräume werden enger. Die zentrale Zukunftsaufgabe besteht darin, die Einkommenssituation der bäuerlichen Betriebe zu verbessern, die nachhaltige Erzeugung von Qualitätsprodukten zu stärken, die Vermarktung zu optimieren und einen spürbaren Beitrag zur Erhaltung unserer natürlichen Lebensgrundlagen zu leisten“, so Griese. Als Partner für den Staat, als Dienstleister für den Berufsstand und als Ratgeber für die Öffentlichkeit sei die Kammer eine feste Größe im demokratischen Gemeinwesen.

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