Zahl der Erwerbstätigen so hoch wie nie

Erwerbstätigkeit im dritten Quartal 2011 um 1,2 Prozent gestiegen Zuwachs bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

Bad Ems, 08.12.11 Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Rheinland-Pfalz ist im dritten Quartal dieses Jahres weiter gestiegen. Nach vorläufigen Berechnungen des »Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder« lag sie in den Monaten Juli bis September um 1,2 Prozent höher als im dritten Quartal 2010. Damit setzte sich die seit dem Frühjahr 2010 anhaltende positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt fort. Im Bundesdurchschnitt nahm die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal ebenfalls um 1,2 Prozent zu; in den alten Bundesländern (ohne Berlin) lag der Zuwachs mit 1,4 Prozent etwas höher.

Aufgrund umfassender Revisionsarbeiten, in deren Verlauf für alle Bundesländer alle bisherigen Regionalergebnisse für die Erwerbstätigen grundlegend überarbeitet werden, kann derzeit noch nicht die Gesamtzahl der Erwerbstätigen am Arbeitsort in Rheinland-Pfalz ausgewiesen werden. Dargestellt werden kann lediglich die Veränderungsrate. Anhand der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit lassen sich einige Einflussfaktoren näher betrachten.

Zurückzuführen ist die günstige Entwicklung in erster Linie auf einen Zuwachs bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die den größten Teil der Erwerbstätigen ausmachen. Nach vorläufigen Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im September 2011 in Rheinland-Pfalz rund 1,276 Millionen Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, gut 29.000 oder 2,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dies war der höchste bisher registrierte Stand sozialversicherungspflichtiger Arbeitsverhältnisse. Das verarbeitende Gewerbe verzeichnete ein Plus von rund 7.700 oder plus 2,5 Prozent bei den sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmern. Deutlich zugelegt haben auch die unternehmensnahen Dienstleistungen (plus 7.200 Personen bzw. plus 5,8 Prozent), zu denen auch die Zeitarbeitsbranche gehört. Sie registrierte 2.900 Beschäftigte mehr als im September 2010 (plus 9,8 Prozent). Eine deutliche Beschäftigungszunahme konnte außerdem das Gesundheits- und Sozialwesen verzeichnen, hier erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um mehr als 5.400 (plus 3,2 Prozent).

Die sogenannte marginale Beschäftigung ist dagegen weiter gesunken. Insbesondere die Zahl der Beschäftigten in Arbeitsgelegenheiten war weiter rückläufig. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit lag die Zahl der 1-Euro-Jobber im September 2011 um rund 3.900 oder 43 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

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