Gefahr durch Windbruch und Hochwasser!

Orkantief „Joachim“

Höfken warnt vor Betreten des Waldes/ Hochwasserinformation

Mainz, 16.12.11 Das Orkantief „Joachim“ wird in den nächsten Stunden Rheinland-Pfalz erreichen. Insbesondere in den südlichen Landesteilen mit Schwerpunkt Pfälzerwald werden Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometer erwartet. Wie Forstministerin Ulrike Höfken mitteilt, seien durch den vorangegangenen Starkregen die Waldböden aufgeweicht, so dass in allen Waldgebieten des Landes mit umstürzenden oder abbrechenden Bäumen zu rechnen sei. Aus Sicherheitsgründen sollten daher ab sofort Wälder nicht mehr betreten werden, es bestehe Lebensgefahr. Die Gefahr bleibe auch nach dem Sturm durch angebrochene Bäume bestehen. Die von größeren Sturmschäden betroffenen Forstämter werden über die örtliche Presse weitere Informationen zur Gefährdungsituation heraus geben.

Zudem teilt die Ministerin mit, dass die Niederschläge der vergangenen Tage zu einem Anstieg der Pegel im Rheineinzugsgebiet geführt haben. Derzeit steigen die Wasserstände vor allem im Oberrhein und den Zuflüssen Nahe, Mosel und Sieg schnell an und führen zu einem kleinen Hochwasser. An kleinen Gewässern, vor allem im Hunsrück, ist es bereits zu Überschwemmungen gekommen.

Hochwasserprognose: Rhein Am Rhein gibt es ein sehr kleines Hochwasser, die Schifffahrt muss nicht eingestellt werden. Am Oberrhein (Pegel Maxau) wird der Scheitel in der Nacht von Samstag auf Sonntag, am Mittelrhein (Pegel Koblenz) in der Nacht von Sonntag auf Montag jeweils im Bereich der Meldehöhe (Maxau: 650 cm; Koblenz: 450 cm) erwartet.

Mosel Die ergiebigen Niederschläge der vergangenen Nacht haben im Einzugsgebiet der Mosel zu einem raschen Anstieg der Pegel geführt. Im Laufe des heutigen Nachmittags wird am Pegel Trier die Hochwassermarke von 600 cm überschritten, am Samstagnachmittag wird ein Scheitelwasserstand zwischen 650 cm und 700 cm erwartet. Danach fallen die Wasserstände bis voraussichtlich zumindest Mitte nächster Woche.

Das kleine Hochwasser an der Mosel führt örtlich zur Überschwemmung von Uferstraßen und Radwegen.

Nahegebiet Die Hochwassermeldehöhen im Nahegebiet werden zur Mittagszeit (16.12.) überschritten. In den Nachmittagsstunden werden die Wasserstände an den Pegeln im Oberlauf bereits die Scheitel erreicht haben, dort gibt es ein größeres Hochwasser. Im weiteren Verlauf werden die Wasserstände voraussichtlich bis Mitte nächster Woche wieder fallen.

Die aktuellen Wasserstände und Vorhersagen sind im Internet unter www.hochwasser-rlp.de und nach Eröffnung des Hochwassermeldedienstes im SWR-Videotext ab Seite 800 abrufbar.

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