Alkohol Exzesse bei Jugendlichen weiterhin zahlreich

Alkohol-Exzesse von Jugendlichen Weiterhin zahlreiche akute Krankenhausbehandlungen

Bad Ems, 19.12.11 Extremer Alkoholkonsum – häufig auch unter dem Schlagwort »Komasaufen« diskutiert – ist unter jungen Menschen weiterhin stark verbreitet. Im Jahr 2010 gab es nach Angaben des Statistischen Landesamtes rund 1.500 rheinland-pfälzische Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter unter 20 Jahren, die wegen Alkoholmissbrauch akut im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Bei den 10- und 11-Jährigen kam dies nur ganz vereinzelt vor, und auch die Zahl der behandelten 12-Jährigen war mit 14 Fällen im gesamten Jahr 2010 gering. Mit zunehmendem Alter werden es dann aber immer mehr. Mit jeweils rund 300 Fällen sind die 16- und 17-Jährigen traurige Spitzenreiter. Dabei ist übermäßiger Alkoholkonsum kein rein männliches Problem: Rund ein Drittel der Fälle betrifft Mädchen.

Die Entwicklung weist im Vergleich zum Vorjahr kaum Veränderungen auf. Langfristig zeigen sich jedoch stetig wachsende Zahlen – und das, obwohl die Zahl junger Menschen in diesem Alter seit Jahren zurückgeht. Gab es im Jahr 2001 noch 730 akute Behandlungsfälle, so waren es im Jahr 2005 schon 1.150. Mit 1.543 Fällen erreichte die Entwicklung im Jahr 2008 ihren Höhepunkt.

Eine Betrachtung auf der Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise offenbart regionale Unterschiede. Zugrunde gelegt wird dabei der Wohnort der Patientinnen und Patienten. Bezieht man die Zahlen auf jeweils 1.000 Personen des gleichen Alters, so ergibt sich eine Bandbreite von knapp zwei bis zu fast sieben Behandlungsfällen. Die – relativ gesehen – meisten jungen Menschen, die akut stationär behandelt werden mussten, wohnten in Zweibrücken. Offenbar sind die Menschen in den kreisfreien Städten trinkfreudiger. In der Rangfolge aller Gebiete sind sie überwiegend auf den vorderen Plätzen zu finden. Positive »Schlusslichter« in dieser Rangfolge sind die Stadt Mainz, der Westerwaldkreis sowie der Landkreis Bad Dürkheim.

Daten über stationär versorgte Patientinnen und Patienten erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Krankenhäusern. Die Angaben stammen aus der Krankenhausdiagnosestatistik und beziehen sich auf Personen, die in einem Krankenhaus vollstationär behandelt wurden und ihren Wohnort in Rheinland-Pfalz haben. Behandelte Personen, die wiederholt stationär aufgenommen wurden, werden in der Statistik mehrfach gezählt. Den Daten liegen nach der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) die Diagnosen F10.0: Psychische und Verhaltensstörung durch Alkohol, akute Intoxikation (akuter Rausch) und T51.0: Toxische Wirkung von Alkohol zugrunde.

Autor: Günter Ickler (Referat Bevölkerung, Gebiet, Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

Linkpfeil ZurückStatistisches Landesamt Rheinland-Pfalz | Alkohol-Exzesse von Jugendlichen Direkt zur Navigation springen [Alt/Ctr+1] Alt+Umschalt+1 Direkt zum Inhalt springen [Alt/Ctr+2] Alt+Umschalt+2 Schrift: größer | kleiner | Druckansicht Suchanfrage Suche starten Erweiterte Suche Logo: Statistisches Landesamt – Zurück zur Startseite www.statistik.rlp.de Liste mit 10 Einträgen AKTUELL KONJUNKTUR AKTUELL WIRTSCHAFT STAAT UND GESELLSCHAFT REGIONALDATEN VERÖFFENTLICHUNGEN ÜBER UNS GLOSSAR SERVICE NEWSLETTER Listenende Liste mit 5 Einträgen Kontakt Anfahrtsbeschreibung Impressum Rechtshinweise Sitemap Listenende Startseite > Alkohol-Exzesse von Jugendlichen Gesundheit

Alkohol-Exzesse von Jugendlichen Weiterhin zahlreiche akute Krankenhausbehandlungen

207 / 19.12.2011

Extremer Alkoholkonsum – häufig auch unter dem Schlagwort »Komasaufen« diskutiert – ist unter jungen Menschen weiterhin stark verbreitet. Im Jahr 2010 gab es nach Angaben des Statistischen Landesamtes rund 1.500 rheinland-pfälzische Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter unter 20 Jahren, die wegen Alkoholmissbrauch akut im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Bei den 10- und 11-Jährigen kam dies nur ganz vereinzelt vor, und auch die Zahl der behandelten 12-Jährigen war mit 14 Fällen im gesamten Jahr 2010 gering. Mit zunehmendem Alter werden es dann aber immer mehr. Mit jeweils rund 300 Fällen sind die 16- und 17-Jährigen traurige Spitzenreiter. Dabei ist übermäßiger Alkoholkonsum kein rein männliches Problem: Rund ein Drittel der Fälle betrifft Mädchen.

Die Entwicklung weist im Vergleich zum Vorjahr kaum Veränderungen auf. Langfristig zeigen sich jedoch stetig wachsende Zahlen – und das, obwohl die Zahl junger Menschen in diesem Alter seit Jahren zurückgeht. Gab es im Jahr 2001 noch 730 akute Behandlungsfälle, so waren es im Jahr 2005 schon 1.150. Mit 1.543 Fällen erreichte die Entwicklung im Jahr 2008 ihren Höhepunkt.

Eine Betrachtung auf der Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise offenbart regionale Unterschiede. Zugrunde gelegt wird dabei der Wohnort der Patientinnen und Patienten. Bezieht man die Zahlen auf jeweils 1.000 Personen des gleichen Alters, so ergibt sich eine Bandbreite von knapp zwei bis zu fast sieben Behandlungsfällen. Die – relativ gesehen – meisten jungen Menschen, die akut stationär behandelt werden mussten, wohnten in Zweibrücken. Offenbar sind die Menschen in den kreisfreien Städten trinkfreudiger. In der Rangfolge aller Gebiete sind sie überwiegend auf den vorderen Plätzen zu finden. Positive »Schlusslichter« in dieser Rangfolge sind die Stadt Mainz, der Westerwaldkreis sowie der Landkreis Bad Dürkheim.

Daten über stationär versorgte Patientinnen und Patienten erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Krankenhäusern. Die Angaben stammen aus der Krankenhausdiagnosestatistik und beziehen sich auf Personen, die in einem Krankenhaus vollstationär behandelt wurden und ihren Wohnort in Rheinland-Pfalz haben. Behandelte Personen, die wiederholt stationär aufgenommen wurden, werden in der Statistik mehrfach gezählt. Den Daten liegen nach der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) die Diagnosen F10.0: Psychische und Verhaltensstörung durch Alkohol, akute Intoxikation (akuter Rausch) und T51.0: Toxische Wirkung von Alkohol zugrunde.

Autor: Günter Ickler (Referat Bevölkerung, Gebiet, Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

This entry was posted in Allgemein. Bookmark the permalink.

Comments are closed.