Bildung Weniger Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen Haupt- und Realschulen laufen aus

Bad Ems, 22.12.11 Die Zahl der Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen sinkt weiter. Im laufenden Schuljahr 2011/12 besuchen nur noch 442.320 Kinder und Jugendliche eine allgemeinbildende Schule oder einen Schul- bzw.
Förderschulkindergarten. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems sind das 8.688 bzw.
1,9 Prozent weniger als im Schuljahr 2010/11.

Insbesondere in der Primarstufe (Klassenstufe 1 bis 4) wird der vorwiegend demografisch bedingte Rückgang sichtbar. Die Zahl der Kinder in dieser Schulstufe sank im Vorjahresvergleich um 3 Prozent auf 145.569 (minus 4.435). Aber auch in der Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 10) sind rückläufige Schülerzahlen zu verzeichnen. Erstmals ist in diesem Schuljahr auch in der Sekundarstufe II (Jahrgangsstufen 11 bis 13) ein leichter Rückgang von
0,1 Prozent zu verzeichnen.
Hier hatte es in den vergangenen Jahren aufgrund der relativ geburtenstarken Jahrgänge der 90er-Jahre und des geänderten Bildungsverhaltens der Schülerinnen und Schüler Zuwächse gegeben.

Leicht verbessert haben sich nach vorläufigen Berechnungen zum Schuljahr
2011/12 die Betreuungsrelationen. Wurden ein Jahr zuvor noch 14,5 Schülerinnen und Schüler von einer Lehrkraft betreut, so sind es derzeit 14,2. Am geringsten ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler je Lehrkraft – auch bedingt durch das unterschiedliche Aufgabenspektrum – an Förderschulen (6,0), am höchsten in Realschulen (17,6).

In Folge der 2009 begonnenen Schulstrukturreform gab es in der Sekundarstufe I auch zum Schuljahr 2011/12 Verschiebungen bei der Verteilung der Schülerschaft.
So besuchen nur noch 6,4 Prozent der Schülerinnen und Schüler dieses Bildungsabschnitts eine der auslaufenden Real- und Hauptschulen, aber mittlerweile
38,2 Prozent eine der zum Schuljahr 2009/10 eingeführten Realschulen plus. Erneut gewachsen auf nunmehr 12,9 Prozent ist auch der Anteil der Schülerinnen und Schüler an Integrierten Gesamtschulen.

Weitere Informationen:
www.statistik.rlp.de.

Die Betreuungsrelationen werden auf Basis von Vollzeitlehrereinheiten ermittelt. Zur Berechnung der Vollzeitlehrereinheiten werden die verfügbaren Wochenstunden der Teilzeit- und der Vollzeitlehrkräfte addiert und in fiktive Vollzeitäquivalente umgerechnet. Diese werden dann ins Verhältnis zu den unterrichteten Schülerinnen und Schülern gesetzt. Die Daten zu Schülerinnen und Schülern sowie zu Lehrkräften werden jährlich zum Schuljahresbeginn bei den rheinland-pfälzischen Schulen erfragt.

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