Im „Wawerner Bruch“ wird kräftig gemäht

 

Koblenz, 23.12.11 Um die Bedeutung des Naturschutzgebietes „Wawerner Bruch“ im Landkreis Trier-Saarburg für den Naturschutz zu erhalten, ist ein Offenhalten der Feuchtwiesen unabdingbar. Insbesondere die wertgebenden Vogelarten, wie Schwarzkehlchen, Braunkehlchen oder Bekassine benötigen große Offenlandflächen. Deshalb finanziert die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord die Freistellung und die Entfernung des Mähgutes von 100.000 qm zugewachsener Bruchfläche.
Diese Maßnahme
wird vom Naturschutzbund (NABU) in enger Abstimmung mit dem örtlichen Biotopbetreuer und der SGD Nord durchgeführt.

Die Wiederaufnahme einer landwirtschaftlichen Nutzung auf den mit Hochstaudenfluren bestandenen Flächen des Bruchs kann nur mit Spezialmaschinen erfolgen, die einen geringen Bodendruck erzeugen. Die hier eingesetzte Moorraupe ist eine Spezialkonstruktion, die in einem Arbeitsgang den Aufwuchs mähen und aufnehmen kann und dabei nur eine geringe Bodenpressung verursacht. Die Entfernung des Mähgutes von der Fläche ist von besonderer Bedeutung, um einen Nährstoffeintrag in das Bruch zu verhindern und eine nachfolgende Nutzung der Flächen zu ermöglichen.

Ab der nächsten Vegetationsperiode sollen die Nasswiesen mit leichteren Maschinen der örtlichen Landwirtschaft gemäht werden. Organisiert und finanziert werden diese Pflegemaßnahmen vom Land Rheinland-Pfalz über den Biotopbetreuer in Zusammenarbeit mit dem NABU.

Das 44 Hektar große Naturschutzgebiet hat im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt, nachdem ein Beweidungsprojekt, welches vom NABU mit Unterstützung der Ortsgemeinde und den Naturschutzbehörden initiiert worden war, wegen möglicher Beeinträchtigung eines Trinkwasserbrunnens nicht zugelassen werden konnte.
Damals versprach Joachim Gerke, Abteilungsleiter für Wasserwirtschaft der SGD Nord, dass er sich zusammen mit der Abteilung Naturschutz für Alternativen in der Nutzung und Pflege des Naturschutzgebiets einsetzen werde.

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