Sonntagskommentar Prost, Herr Bundespräsident!

 

Mainz, 25.12.11  Wer hätte das gedacht? Gestern Bescherung und heute schon der Sonntagskommentar! am ersten Weihnachtsfeiertag! Vor der Rede des Bundespräsidenten.

Nun, was der Bundespräsident heute abend sagt, wissen wir schon seit

gestern: Europa soll zusammenhalten und alle Menschen sollen in Deutschland willkommen und heimisch sein. Gut, daß Christian Wulf sich für die Integration ausspricht. Schließlich haben selbst Heilig Abend 70 Neo-Nazis in Bielefeld demonstriert. Das trieb aber die Bielefelder zu Hauf auf die Straße: statt letzter Weihnachtseinkäufe Demonstration gegen rechts! Na also, geht doch Deutschland.

Der Bundespräsident ist ja derzeit vor allem durch die Bildzeitung unter Druck gesetzt. Einladungen zu Urlaubsreisen mit Multimillionären, einen Kredit durch eine Unternehmersfrau und ein zinsgünstiger Bankkredit, daß läßt Zweifel an der Lauterkeit aufkommen. Zweifel, die vor allem durch die Bild-Kampagne genährt wurden. Warum geht das Springerblatt gegen den höchsten Repräsentanten der Republik vor? so sehr hat sich das Guttenberg-Lobhuldigungsblatt doch nie um weiße Westen geschert. Da kommt der schlimme Verdacht auf, der Bild-Zeitung ist das Thema der Amtszeit von Christian Wulff, die Integration, zuwider. Wulf kann von diesem Thema nicht lassen. Selbst auf seiner letzten Reise auf die arabische Halbinsel nahm er an einer muslimisch-christlichen Konferenz teil.

Integration ist überhaupt ein schönes Weihnachtsthema. Soll doch ein Engel „allen Menschen ein Wohlgefallen“ verkündet haben. Aber auch für nicht religiöse Menschen ist Weihnachten ein Grund zur Freude.

Schließlich werden die Tage wieder länger, was schon am Ende der Weihnachtsferien deutlich zu merken ist. Deshalb ist für die meisten Menschen der Winter weniger schlimm, als der spätherbst. Im Winter ist der Frühling ja schhon nah. Darauf freuen sich alle, egal, wo sie ihre Wurzeln haben. Gemeinsame Freude ist ein guter Grund, um gemeinsam zu leben.

Auch die Weihnachtsferien haben etwas Gutes. Nun sind die Rating-Agenturen damit beschäftigt, Weihnachtsbäume zu raten. Wer nadelt schneller die Nordmann-Tanne oder die Blautanne? Bleiben am Fichtennadelbaum die Nadeln bis zum Ende der Bescherung dran? Wäre es nicht sinnvoller, Gummibäume zu Weihnachtsbäumen zu machen? Bei richtiger Pflege behalten sie ihre Blätter das ganze Jahr. Aber man oder frau sollte im Winter dran denken, die bBlätter des Gummibaumes von Zeit zu Zeit zu säubern, sonst fallen die ab.

Nun haben wir also das Problem der Rating-Agenturen gelöst. Nur, was machen die Spekulanten zwischen den Jahren? Die essen Spekulatius und versuchen den DAX-KKurs auf die Höhe hoch- oder runter zu spekulieren, auf die sie im Sommer gewettet haben.

Wie geht es den drei Waisen aus den Morgenland? König Kaufhof, König Karstadt und König Einzelhandelsverband stöhnen: das Weihnachtsgeschäft hätte besser sein können. Kein Wunder, wenn immer weniger Weihnachtsgeld ausbezahlt wird und die Lohnscheere immer weiter auseinanderklafft. Da bleiben eben nur die China-Importe bei Aldi, Lidel und Co. oder die Flohmärkte, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen.

Die Herren Ackermann und Co geben ihr Geld auf einer Einkaufs-Spritztour in New-York aus. Die können das Konsummanko unten nicht ausgleichen.

Wenn nur die Spanier endlich ihre Turones exportieren würden! Mit Wehmut denkt der Redakteur an die einst in Spanien von ihm verzehrten Weihnachtssüßigkeiten. Auch einen Panetone konnte der Redakteur dieses Jahr nicht kaufen, die Italiener produzieren einfach zu wenig! Ja, und die Portugiesen und Griechen? Glühwein aus Portwein und Grog mit Ouzo, ruft der Redakteur aus. Irish Coffee für die Damen zum Nachtisch, schallt es aus der weiblichen Ecke, darauf hindeutend, daß wir Irland vergessen haben. Richtig konsumiert kann Europa zu Weihnachten gerettet werden. Nehmen wir uns dies für das nächste Jahr vor.

Ja, und unser Präsident? Keine Angst vor der Bildzeitung, Herr Wulf!

dem niedersächsischen Parlament zur Rede und Antwort gestanden. Danach dann einen Portwein-Glühwein (aber nicht ans Steuer setzen) und dann vermehrtes Bemühen um die Integration!

Prost Herr Bundespräsident – und schöne Weihnachten trotz allem.

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, auch frohe Feiertage. Ich höre Hörbücher und am Dienstag-Abend wird diese Zeitung übrigens wieder aktualisiert.

 

 

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