Rente mit 67: Einstieg kommt ab 2012

Speyer, 27.12.11 Zum 1. Januar kommt der Einstieg in die Rente mit 67.
Alle, die ab 1947
geboren sind, müssen sich dann auf höhere Altersgrenzen einstellen.

Daneben gibt es weitere Änderungen im neuen Jahr: Altersrenten Bis 2030 steigt die Regelaltersgrenze in langen Schritten von 65 auf 67 Jahre. Als erste betrifft es Versicherte des Jahrgangs 1947. Sie erhalten ihre abschlagsfreie Regelaltersrente nicht mehr mit 65 Jahren, sondern einen Monat später. Parallel dazu verschiebt sich die abschlagsfreie Altersgrenze für schwerbehinderte Menschen auf 63 Jahre und einen Monat. Langjährig Versicherte können weiterhin mit 63 Jahren in Rente gehen, müssen aber höhere Abschläge als bisher in Kauf nehmen. Von der Rente mit 67 ausgenommen sind alle, die 45 Jahre Pflichtbeiträge haben. Sie können die Altersrente weiterhin bereits mit 65 Jahren ohne Abschläge beziehen. Die Altersrente für Frauen sowie die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit und nach Altersteilzeitarbeit stehen nur noch Menschen offen, die vor dem 1.
Januar 1952 geboren sind. Renten wegen Erwerbsminderung Auch bei der Rente wegen Erwerbsminderung steigt die Altersgrenze für einen abschlagsfreien Bezug. Beginnt die Rente im Jahr 2012, liegt die Grenze bei 63 Jahren und einem Monat. Witwen- und Witwerrenten Die große Witwen- oder Witwerrente kann statt mit 45 Jahren erst einen Monat später gezahlt werden, wenn der Partner in 2012 verstirbt.

Hinzuverdienst Wer in voller Höhe eine Rente wegen Alters, wegen Erwerbsunfähigkeit oder voller Erwerbsminderung bezieht, darf weiter monatlich 400 Euro dazuverdienen, ohne dass die Rente gemindert wird. Bei Teilrenten wegen Erwerbsminderung oder wegen Alters gelten individuelle Grenzen. Das Mindestalter, ab dem unbegrenzt hinzuverdient werden kann, steigt durch die Rente mit 67 für alle, die 1947 geboren sind, auf 65 Jahre und einen Monat. Auch wer mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen kann, darf erst einen Monat später unbegrenzt dazuverdienen. Bei Hinterbliebenenrenten sind ebenfalls Einkommensgrenzen zu beachten; die bisherigen Freibeträge gelten hier weiter.

Beitragssatz und Beitragsbemessungsgrenze Der Beitragssatz sinkt von bisher 19,9 auf
19,6 Prozent. Die Beitragsbemessungsgrenze steigt auf monatlich 5 600 Euro (bisher 5 500 Euro) oder jährlich 67 200 Euro (bisher 66 000 Euro). Auch wer mehr verdient, zahlt nur bis zu dieser Grenze Beiträge zur Rentenversicherung.

Freiwillige Versicherung Für freiwillig Versicherte sinkt der Mindestbeitrag geringfügig auf 78,40 Euro (bisher: 79,60 Euro) im Monat, der Höchstbeitrag steigt auf 1 097,60 Euro (bisher: 1 094,50 Euro) an. Und bis zum 2. April 2012 kann man noch freiwillige Beiträge für das Jahr 2011 zahlen, hier pro Monat mindestens 79,60 Euro, höchstens 1 094,50 Euro. Selbstständige Für versicherungspflichtige Selbstständige gilt ein neuer Regelbeitrag von monatlich 514,50 Euro (bisher 508,45 Euro).

Riester-Rente Alle Riester-Sparer müssen ab dem kommenden Jahr einen Eigenbeitrag von mindestens 60 Euro jährlich auf ihren Vertrag einzahlen, um die volle Zulage erhalten zu können.

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