Rente Muscheid: Rente mit 67 ist Rentenkürzung / Rentenabschläge bei Erwerbsminderung abschaffen

Mainz, 28.12.11 Die Zunahme der vorzeitigen Renteneintritte offenbare eine dramatische Entwicklung erklärte der rheinland-pfälzische DGB Landesvorsitzende, Dietmar Muscheid, heute in Mainz.

Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung haben fast die Hälfte der Neurentner in 2010 eine Rente mit Abschlägen bekommen. Bundesweit waren dies rund 320.000 Menschen. Die durchschnittliche Rentenkürzung liegt bei 113 Euro monatlich.

Muscheid: „Die Zahlen zeigen, dass es mit einer verbesserten Erwerbsbeteiligung älterer Menschen nicht weit her ist. Unter diesen Rahmenbedingungen ist die Einführung der Rente mit 67 unverantwortlich. Bereits jetzt ist absehbar, dass sie in die Altersarmut führt. Wir fordern deshalb die Bundesregierung auf, die Rente mit 67 zu stoppen! Es ist höchste Zeit!“

Noch dramatischer sei die Entwicklung bei der Erwerbsminderungsrente. 2010 mussten bundesweit rund 183.000 Menschen vor Erreichen der Altersgrenze wegen einer Erwerbsminderung in Rente gehen. Mehr als 95% mussten Rentenabschläge in Kauf nehmen.

Muscheid: „Es ist und bleibt ein Skandal, dass Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können, dafür auch noch mit Rentenabschlägen bestraft werden. Damit muss endlich Schluss sein. Die Rentenabschläge bei den Erwerbsminderungsrenten müssen so schnell wie möglich abgeschafft werden. Eine Reform ist überfällig. Die Vorschläge des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften liegen auf dem Tisch.“

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