Jahresteuerungsrate sinkt im Dezember

Preissteigerung

Jahresteuerungsrate im Dezember niedriger als in den Vormonaten

Bad Ems, 29.12.11 Im Jahresdurchschnitt stiegen die Verbraucherpreise um 2,3 Prozent

Der Verbraucherpreisindex für Rheinland-Pfalz ist im Dezember 2011 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,3 Prozent gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems hat sich der Anstieg damit erstmals seit vier Monaten wieder abgeschwächt. Im November hatte die Jahresteuerungsrate noch bei 2,6 Prozent gelegen.

Zu dem im Vergleich zu den Vormonaten geringeren Anstieg hat unter anderem die vergleichsweise moderate Entwicklung der Kraftstoffpreise beigetragen. Diese stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat zwar um 6,1 Prozent, im November 2011 lag der entsprechende Wert jedoch noch bei 11,1 Prozent. Haushaltsenergie (Strom, Gas und andere Brennstoffe) verteuerte sich binnen Jahresfrist um 11,3 Prozent, wobei vor allem die Heizölpreise (plus 20,8 Prozent) deutlich zulegten.

Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke stiegen gegenüber Dezember 2010 um insgesamt 2,1 Prozent. Molkereiprodukte und Eier waren vier Prozent, Fische und Fischwaren 4,2 Prozent teurer. Fleisch und Fleischwaren verteuerten sich binnen Jahresfrist sogar um 5,8 Prozent. So lagen beispielsweise die Preise für Schweinebraten um 8,6 Prozent und für Rindfleisch zum Schmoren und Braten um 10,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Preise für Gemüse (minus 14 Prozent) gaben dagegen deutlich nach. Tomaten verbilligten sich um 25,6 Prozent, Gurken um 29,7 Prozent und Paprika um 38,6 Prozent.

Veränderungen gegenüber November 2011

Gegenüber November 2011 stieg der Verbraucherpreisindex um 0,7 Prozent. Ausschlaggebend hierfür waren die saisonal bedingten Preiserhöhungen in der Hauptgruppe Freizeit, Unterhaltung und Kultur (plus 4,8 Prozent) sowie für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (plus 5,7 Prozent). Preisrückgänge waren hingegen bei Bekleidung und Schuhen (minus 1,8 Prozent) zu beobachten.

Entwicklung der Verbraucherpreise im Jahresdurchschnitt 2011

Im Durchschnitt des Jahres 2011 lag die Jahresteuerungsrate für Rheinland-Pfalz bei 2,3 Prozent und damit über der für die Geldpolitik wichtigen Zielmarke von zwei Prozent. Preistreiber waren vor allem Kraftstoffe (plus 11,3 Prozent) und Haushaltsenergie (plus 9,9 Prozent). Bei den Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken, die sich im Jahresdurchschnitt insgesamt um 2,2 Prozent verteuerten, wiesen insbesondere Fische und Fischwaren (plus 4 Prozent), Molkereiprodukte und Eier (plus 4,7 Prozent), alkoholfreie Getränke (plus 5 Prozent) sowie Speisefette und -öle (plus 12,8 Prozent) überdurchschnittliche Preissteigerungen auf.

Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in Rheinland-Pfalz in 11 Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) gut 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von rund 750 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt.

Autor: Merle Hattenhauer (Referat Mikrozensus, Verdienste, Preise, Haushaltserhebungen)

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