Lohnende Kooperationen in Leaderregionen

Lohnende Kooperation in den LEADER-Regionen

Mainz, 30.12.11 „Mit ihren gebietsübergreifenden- und transnationalen Kooperationen können sich LEADER-Regionen fit für die Zukunft machen“, erläutert Landwirtschafts- und Umweltministerin Ulrike Höfken.

„Zusammenarbeitprojekte der LEADER-Aktionsgruppen sind durch ihren demokratischen Beteiligungsansatz in besonderem Maße geeignet, die bevorstehenden gesellschaftlichen und strukturellen Herausforderungen in ländlichen Räumen zu meistern“, so die Ministerin weiter. Die vorhandenen Potenziale können so bestmöglich ausgeschöpft werden. Die Beteiligungs-Ansätze sollen regelmäßig ausgewertet und weiter ausgebaut werden.

In der neuen Broschüre „Lust auf LEADER- Hand in Hand“ präsentieren sich die zwölf rheinland-pfälzischen LEADER-Regionen und stellen anhand von acht Beispielen einige erfolgreiche Kooperationen mit anderen Regionen vor. Die Bandbreite reicht von nachhaltigem Energiemanagement über Tourismus und Natur bis hin zur Erhaltung attraktiver Dörfer. „LEADER bleibt die Probierwerkstatt zur Entwicklung ländlicher Räume;“ betonte Ministerin Höfken.

Neben Kooperationsprojekten zwischen rheinland-pfälzischen LEADER-Regionen und Regionen anderer Bundesländer werden auch Kooperationen mit österreichischen, französischen, finnischen und luxemburgischen Aktionsgruppen vorgestellt.

Durch die Zusammenarbeit mit einer oder mehreren Regionen kann ein zusätzlicher Mehrwert erzielt und die Nachhaltigkeit der Projekte „Hand in Hand“ gesteigert werden. Mit der LEADER-Zusammenarbeit werde Europa gelebt, erläutert die Ministerin.

Hier zeigten sich der Mut und die Bereitschaft, Hand in Hand und über Grenzen hinweg zu agieren und dadurch win-win-situationen für alle Beteiligten zu schaffen, betonte die Ministerin. Die Broschüre soll „Lust auf Leader“ und die rheinland-pfälzischen LEADER-Regionen machen, und so zu weiteren Kooperationen anregen.

Die Broschüre kann über die E-Mailadresse bestellung(at)mulewf.rlp.de oder die Telefonnummer 06131/16-4468 im Umweltministerium angefordert werden.

Hintergrund:

Was ist LEADER? – Es handelt sich dabei um ein französisches Akronym für Liaison entre actions de développement de l´économie rurale (Verbindungen zwischen Aktionen zur Entwicklung des ländlichen Raumes). Seit 2006 ist der LEADER-Ansatz als eigenständiger Schwerpunkt in die Mainstream-Förderung des Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung ländlicher Räume (ELER) integriert. Er ist ein methodischer Ansatz, mit dem Ziel, die Umsetzung neuer, innovativer, regionaler und themenfeldübergreifender Bottom-up-Maßnahmen in den LEADER-Regionen zu fördern.

Ein Handlungsansatz stellt dabei die gebietsübergreifende oder transnationale Kooperation mit andern LEADER-Regionen in Deutschland oder anderen EU-Ländern dar. In Rheinland-Pfalz wird der LEADER-Ansatz über das Entwicklungsprogramm Agrarwirtschaft, Umweltmaßnahmen, Landentwicklung (PAUL) umgesetzt. Es beschreibt die geltenden Fördersätze, -maßnahmen und -bedingungen.

Für die Auswahl der Projekte sowie die Vernetzung und Kommunikation zwischen den Akteuren ländlicher Entwicklung in der jeweiligen LEADER-Region ist die Lokale Aktionsgruppe (LAG) verantwortlich. Die LAG ist ein repräsentativer, regionaler Zusammenschluss lokaler Akteure des öffentlichen und privaten Sektors. Sie bündelt das regionale und bürgerschaftliche Engagement und unterstützt die Region bei der optimalen Nutzung ihrer endogenen Potenziale.

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