Schnellmeldung zur Konjunktur

Schnellmeldung zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe im November 2011

Bad Ems, 05.01.12 Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Auftragseingang in der rheinland-pfälzischen Industrie im November 2011 um 1,8 Prozent gesunken. Während sich die Auslandsnachfrage um 3 Prozent verschlechterte, gab die Inlandsnachfrage nur um 0,2 Prozent nach. Die Produktion sank im Vorjahresvergleich um 0,4 Prozent.

Auftragseingänge im Vorjahresvergleich gesunken – Anstieg gegenüber dem Vormonat

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Auftragslage in der rheinland-pfälzischen Industrie im November 2011 verschlechtert. Im Vergleich zum November 2010 gingen die preisbereinigten Bestellungen um 1,8 Prozent zurück, nachdem sie im Oktober 2011 noch leicht um 0,3 Prozent gestiegen waren. Die Auftragseingänge aus dem Ausland (minus 3 Prozent) gingen stärker zurück als die heimische Nachfrage (minus 0,2 Prozent).

Von den vier großen Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie wiesen im November der Maschinenbau (plus 18 Prozent) sowie der Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (plus 6,2 Prozent) kräftige Zuwächse auf. Dagegen verzeichneten die chemische Industrie (minus 10,7 Prozent) sowie der Fahrzeugbau (minus 6,5 Prozent) im Vorjahresvergleich deutliche Auftragseinbußen.

Im Vormonatsvergleich stiegen die Auftragseingänge im November 2011 um 2,4 Prozent. Im Oktober wurde noch eine Verschlechterung der Auftragslage um 2,6 Prozent registriert. Die Bestellungen aus dem Ausland (plus 1,4 Prozent) zogen im November schwächer an als die Inlandsnachfrage (plus 3,8 Prozent). Im stabileren Zweimonatsvergleich (Oktober/November 2011 gegenüber August/September 2011) ergab sich ein leichter Anstieg des Ordervolumens (plus 0,8 Prozent).

Von den vier großen Branchen verzeichneten im November 2011 der Maschinenbau (plus 24,6 Prozent) sowie der Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (plus 17,6 Prozent) kräftige Auftragszuwächse. Im Fahrzeugbau (minus 6,8 Prozent) sowie in der chemischen Industrie (minus 6,7 Prozent) blieben die Aufträge dagegen deutlich hinter den Vormonatsbestellungen zurück.

Produktion sinkt im Vorjahresvergleich – kräftiger Anstieg gegenüber dem Vormonat

Gegenüber dem Vorjahr ist der Güterausstoß in der rheinland-pfälzischen Industrie im November 2011 leicht gesunken. Der Produktionsindex ging im Vergleich zum November 2010 preisbereinigt um 0,4 Prozent zurück, nachdem er sich im Oktober 2011 um 4 Prozent verringert hatte. Der Produktionsindex misst die monatliche Produktionsleistung der Industrie und gilt als wichtiger und aktueller Indikator für die konjunkturelle Entwicklung. Der leichte Rückgang wurde in erster Linie durch die sinkende Produktion in der chemischen Industrie (minus 9,2 Prozent) verursacht. Im Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (plus 8,7 Prozent), im Fahrzeugbau (plus 7,9 Prozent) sowie im Maschinenbau (plus 5,4 Prozent) zeigten sich deutliche Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr.

Im Vormonatsvergleich erhöhte sich die Industrieproduktion im November 2011 um 6,8 Prozent, nachdem sie sich im Oktober noch um 5,5 Prozent verringert hatte. Im weniger von Schwankungen beeinflussten Zweimonatsvergleich (Oktober/November 2011 gegenüber August/September 2011) kam es zu einem Rückgang der Produktionsleistung um 1,9 Prozent.

Von den vier großen Branchen des Landes verzeichnete vor allem der Fahrzeugbau (plus 16,9 Prozent) eine kräftige Produktionssteigerung. Auch im Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (plus 9,3 Prozent) sowie im Maschinenbau (plus 6,5 Prozent) zog die Güterproduktion an. Dagegen meldete die chemische Industrie (minus 5,1 Prozent) eine niedrigere Produktion als im Vormonat.

Hinweis: Aufgrund nachträglicher korrigierter Datenmeldungen durch Berichtsbetriebe musste eine Neuberechnung der Indizes für die Produktion im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden erfolgen. Die aktualisierten Ergebnisse der Indizes und damit auch die der Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahres- bzw. dem Vormonat können daher von den zuletzt veröffentlichten Ergebnissen abweichen.

Schnellmeldung zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe stellt auf der Basis der vorläufigen Ergebnisse für die größten Industriebranchen in Rheinland-Pfalz monatlich die Auftragseingänge (real) und die Produktion (real) in Form von Indizes und Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahresmonat und dem Vormonat bereit. Die Daten stammen aus dem Monatsbericht sowie der monatlichen Produktionserhebung für Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden. Dazu werden regelmäßig rund 1.000 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten befragt. Endgültige Ergebnisse zu den Auftragseingängen und der Produktion werden etwa drei bis vier Wochen nach den vorläufigen Daten veröffentlicht.

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