Für gerechte und zukunftsweisende EU-Agrarpolitik

Landwirtschaft

Ulrike Höfken setzt sich für zukunftsweisende und gerechtere EU-Agrarpolitik ein

Bernau, 07.01.12 Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken hat bei der Generalversammlung des Kreisbauern- und Winzerverbands Bad Neuenahr-Ahrweiler am Samstag in Dernau für eine Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Europa geworben. „2012 werden die Weichen gestellt, weil in den kommenden Monaten die entscheidenden Verhandlungen zur GAP nach 2013 laufen. Ich werde mich in Berlin und Brüssel dafür einsetzen, dass künftig die bäuerlich und nachhaltig wirtschaftende Land- und Weinwirtschaft verstärkt von den Fördermitteln profitiert“, sagte Höfken. Für die Landwirtschaft in den Mittelgebirgsregionen wie im Landkreis Bad Neuenahr-Ahrweiler sei es besonders wichtig, dass die Kulisse für die benachteiligten Gebiete erhalten bleibe. Außerdem fordere Rheinland-Pfalz national einheitliche Direktzahlungen an die Landwirte und Winzer, die Verlängerung des Anbaustopps für Weinreben sowie die Beibehaltung von Marktregeln im Zucker- und Milchbereich.

Die Inhalte des 20-Punkte-Papiers zur GAP, das Rheinland-Pfalz zusammen mit Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen aufgestellt habe, sei von der Agrarministerkonferenz und dem Bundesrat weitgehend angenommen worden. Rheinland-Pfalz schlägt zur bürokratischen Entlastung vor, Betriebe mit unter 15 Hektar Ackerfläche und solche mit überwiegendem Grünlandanteil von „Greening“-Maßnahmen auszunehmen. Das sind in Rheinland-Pfalz rund 6500 Betriebe. Gefordert wird zudem, dass auch der Anbau von Eiweißpflanzen als Greening zählt. „Nur so können wir den Import eiweißhaltiger, mit Gentechnik hergestellter Futtermittel und damit den Raubbau an der Umwelt in Entwicklungsländern verringern und uns unabhängig machen“, erklärte Höfken. Verbessert werden müssten auch die mangelhaften Vorgaben für die Fruchtfolge, um zum Beispiel Mais-Monokulturen zu verhindern.

„Mein Ziel in Rheinland-Pfalz ist es, eine verantwortungsvolle Land- und Weinwirtschaft sowie die regionale Vermarktung im Wettbewerb zu stärken“, sagte Ministerin Höfken. Dazu gehöre auch eine Initiative in der Ernährungsbildung: „Unsere Landwirte produzieren eine Fülle wertvoller und gesunder Lebensmittel. Das Bewusstsein dafür will ich prägen.“

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