Neonazis beschäftigen Polizei

Mainz, 09.01.12 Ein verlorenes Häufchen von Neonazis beschäftigte am Samstag mehrere hundert Polizisten in Ludwigshafen, Frankenthal und Worms. In den drei Städten versuchten sie jeweils eine Kundgebung durchzuführen, die jedoch im Gegenlärm von Hunderten von Gegendemonstranten unterging.

Die Polizei begleitete jeweils die Gruppe und bewachte sie auch im abgesperrten Zugabteil, das sie von Ludwigshafen nach Frankenthal, Worms und zurück brachte. Wie die Teilnehmer der Neonazi-Gruppe dann von Ludwigshafen wieder an ihre Wohnorte kam, blieb unbekannt. Die Gegenkundgebungen in den drei Städten wurden jeweils von Bündnissen organisiert. In Worms war der Hauptredner der engagierte, unlängst wiedergewählte, Oberbürgermeister.

Ein weiteres Bündnis führte am Samstag in Koblenz einen Schweigemarsch zur Erinnerung an die Mordserie der Zwickauer neonazistischen Terrorzelle durch.

Auch wenn die Demonstrantengruppe der NPD klein war, zeigte sich 2011, daß rechtsradikale Straftaten auch in Rheinland-Pfalz zunehmen. Das Innenministerium zähltte über 567 Straftaten dieser Art und stellte ein neues polizeiliches Handlungskonzept vor (wir berichteten).

Es gilt, wachsam zu bleiben.

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