2363 Borreliose Fälle im 2. Halbjahr 2011

Gesundheit

2363 Borreliosefälle im zweiten Halbjahr 2011 Mainz, 18.01.12 Die durch Zeckenbisse übertragene Borreliose tritt nun auch signifikant in Rheinland-Pfalz auf. Bis vor einigen Jahren war sie ausschliesslich in Süddeutschland verbreitet.

Zwischen dem 30. Juni und dem 9. Dezember des vergangenen Jahres sind in Rheinland-Pfalz 2363 Fälle von Borreliose gemeldet worden. Das hat das Gesundheitsministerium mitgeteilt.

Damit kommen etwa 59 Fälle auf 100 000 Einwohner. Seit Ende Juni 2011 gibt es in Rheinland-Pfalz die Meldepflicht für Borreliosefälle. Fachleute erhoffen sich davon Erkenntnisse über das regionale Erkrankungsrisiko.

Borreliose kann durch Zeckenbisse übertragen werden und befällt vor allem das Nervensystem und die Gelenke.

Anders als gegen das ebenfalls durch Zeckenbisse übertragene FSME-Virus gibt es gegen Borreliose bisher keine Impfung.

Zecken halten sich vor allem in Bodennähe auf Gras, Stauden und niedrigen Büschen auf. Von dort lassen sie sich auf Warmblütler (Mensch und Tiere) fallen. Sie benötigen das gesaugte Blut auch zur Vermehrung.

Daher ist es ratsam, bei Waldspaziergängen helle Kleidung zu tragen, um krabbelnde Zecken zu erkennen und entfernen zu können. Außerdem empfiehlt es sich, die Hosenbeine in die Socken zu stecken, um so zu verhindern, daß die Zecken an die nackte Haut der Beine kommen.

Hunde sollten auf jeden Fall vorbeugend gegen Zecken behandelt werden. Die richtigen Mittel empfielt der Tierarzt. Trotzdem ist es sinnvoll, die Hunde regelnäßig nach Zecken abzusuchen und diese gegebenenfalls mit einer Zeckenzange zu entfernen.

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