„Eine Schule für alle“ lobt Daniel Köbler

„Eine Schule für alle“ RLP:

Die Grünen auf dem richtigen Weg

Kaiserslautern, 17.01.12 Die unabhängige, rheinland-pfälzische Initiative „EINE Schule für ALLE – länger gemeinsam lernen e.V.“ begrüßt nachdrücklich die gestrigen Äußerungen des Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Daniel Köbler, zu den bildungspolitischen Zielen seiner Partei und ist bereit, den angekündigten Kurs mit Engagement zu unterstützen.

Dass insbesondere CDU, FDP und der Philologenverband nun lauthals ihren Lieblingskampfbegriff „Einheitsschule“ aus ihrer Ideologieschublade hervorholen, um damit Köbler und die Grünen anzugreifen, überrascht nicht. Dass auch die SPD glaubt „Wogen glätten“ zu müssen, erstaunt schon eher, denn auch die sozialdemokratische Programmatik verlangt den gemeinsamen Unterricht aller Kinder bis zur 10. Klasse. Daniel Köbler kündigt doch nur Selbstverständliches an, wenn er „das Themenfeld Inklusion, die Integration behinderter Menschen ins Bildungssystem, aber auch in die Gesellschaft insgesamt, zu einem wichtigen Schwerpunkt machen“ will. Offensichtlich haben CDU, FDP und die sie unterstützenden konservativen Verbände vergessen oder wollen es nicht wahr haben, dass Bundestag und alle Länderparlamente die UN- Behindertenrechtskonvention bereits 2009 ratifiziert und sich somit verpflichtet haben, ein inklusives Bildungssystem zu entwickeln. Zudem hat die Landesregierung durch ihr Aktionsprogramm die Umsetzung der UN-Konvention im Frühjahr 2010 zugesagt und zeichnet heute, am 17. Januar 2012, eine Reihe von Schulen für ihren gelungenen inklusiven Unterricht aus.

Dass Inklusion in EINER Schule für ALLE realisierbar ist und auf keinen Fall im bestehenden, sozial scharf auslesenden und somit höchst ungerechten gegliederten System, ist bereits durch viel schulische Praxis und Erfahrung belegt – in vielen Nachbarländern, aber auch in Rheinland-Pfalz – und hat mit „Ideologie“ so wenig zu tun wie die Tatsache, dass die Erde rund ist.

„Wir hoffen, dass die Grünen sich weder durch die aggressive und stockkonservative Kritik von bestimmten Parteien und Verbänden von ihren bildungspolitischen Zielen abbringen noch sich von der SPD verunsichern lassen werden. Denn es ist mehr als überfällig, dass die Grünen als Regierungspartei unzweifelhaft artikulieren, dass sie ein gerechtes Bildungssystem erreichen wollen, das allen Kindern in der gemeinsamen Schule gleiche Chancen einräumt“, so der Vorsitzende der Initiative „EINE Schule für ALLE – länger gemeinsam lernen“. Anm.d.Red.: Leider erreichte uns diese Pressemeldung etwas spät, sie trifft u.E. aber auch auf die gestrige Landtagsdebatte zu.

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