Landkreise und Städte im Vergleich

Neuerscheinung: Rheinland-Pfalz regional: Kreisfreie Städte und Landkreise – Ein Vergleich in Zahlen

25.01.12 Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat unter dem Titel „Rheinland-Pfalz regional“ die aktuelle Ausgabe der Veröffentlichung „Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz – Ein Vergleich in Zahlen“ vorgelegt. „Es gibt einen großen Bedarf an vergleichbaren Regionaldaten, um die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen vor Ort abbilden und damit Antworten auf die Fragen der ökonomischen und sozialen Lebensverhältnisse geben zu können“, so Präsident Jörg Berres.

Die Publikation »Kreisfreie Städte und Landkreise« sei seit Jahren ein bewährter Baustein in einem umfassenden regionalstatistischen Angebot. Mit zahlreichen Tabellen, Grafiken und Karten bietet das Nachschlagewerk übersichtliche Informationen aus vielen Themenbereichen wie Bevölkerung, Bildung, Kinderbetreuung, Wirtschaftslage, Arbeitsmarkt und öffentliche Finanzen.

Beim Blättern geben allein die grafisch hervorgehobenen Daten interessante Einblicke, die sich bei einem Blick in die Tabellen vertiefen lassen:

• Der waldreichste Landkreis ist die Südwestpfalz. Im Landkreis Alzey-Worms dominiert die Landwirtschaftsfläche mit einem Anteil von 78 Prozent.

• Für Siedlung und Verkehr wurden bislang in den Landkreisen zwischen 10 Prozent (Eifelkreis Bitburg-Prüm) und 22 Prozent der Fläche (Rhein-Pfalz-Kreis) verbraucht, in den kreisfreien Städten reicht der Flächenanteil hierfür von 19 Prozent in Neustadt an der Weinstraße bis 61 Prozent in Ludwigshafen.

• Mehr als 200.000 Menschen leben jeweils in den Landkreisen Mayen-Koblenz und Mainz-Bingen, dicht gefolgt vom Westerwaldkreis mit 198.580 Einwohnern. Dort wohnen ähnlich viele Menschen wie in der bevölkerungsreichsten rheinland-pfälzischen Stadt Mainz.

• In den bevölkerungsreichsten Landkreisen und in der Stadt Mainz gibt es auch die meisten Unternehmen. Das Unternehmensregister zählt im Westerwaldkreis, im Landkreis Mainz-Bingen und der Stadt Mainz jeweils mehr als 10.000, im Landkreis Mayen Koblenz sind es mit gut 9.500 kaum weniger.

• Den größten Zuwachs an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort verzeichnete im Jahr 2010 mit plus 3,7 Prozent der Rhein-Pfalz-Kreis. Bei den kreisfreien Städten wies Landau in der Pfalz mit 2,9 Prozent das größte Plus auf. Geringfügige Rückgänge gab es lediglich in den Landkreisen Neuwied und Germersheim sowie in der kreisfreien Stadt Zweibrücken.

• Die Tourismusintensität ist an der Mosel und in der Eifel am höchsten. An der Spitze steht der Landkreis Cochem-Zell mit über 35.000 Übernachtungen je 1.000 Einwohner, gefolgt vom Landkreis Bernkastel-Wittlich mit 25.500 und dem Landkreis Vulkaneifel mit 23.000. Fünfstellig ist die Zahl der Übernachtungen je 1.000 Einwohner mit rund 11.000 auch im benachbarten Landkreis Ahrweiler.

• In den kreisfreien Städten erhalten deutlich mehr Einwohner unter 65 Jahren Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld (Hartz IV) als in den Landkreisen. In den kreisfreien Städten reicht die sogenannte SGB-II-Quote von 7 bis 17,5 Empfängern je 100 Einwohner unter 65 Jahren, in den Landkreisen von 3 bis 9.

• Große Spannweiten gibt es bei den Besuchsquoten der unter 3-Jährigen in Kindertagestätten. Im März 2011 besuchten in Frankenthal 13,5 Prozent der Kinder dieser Altersgruppe eine Tageseinrichtung, in Landau waren es 25. Unter den Landkreisen hatte der Kreis Südwestpfalz mit 33 die höchste Besuchsquote, die niedrigste der Landkreis Altenkirchen (17,4). Im Durchschnitt besuchten in den Landkreisen 24,3 von 100 Kindern unter 3 Jahren eine Tageseinrichtung, in den kreisfreien Städten waren es 18,7.

Die Veröffentlichung »Rheinland-Pfalz regional – Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz – Ein Vergleich in Zahlen«, umfasst 152 Seiten und wird im DIN A4-Format (Pappband, Klebebindung) zum Preis von 11,50 Euro angeboten. Die aktuelle Ausgabe gibt es als PDF-Datei ( 3.994 kB) zum kostenfreien Herunterladen, ebenso wie die Ausgaben seit dem Jahr 2004.

Autorin: Dr. Birgit Hübbers (Referat Analysen, Europa)

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