Muttersprachliche Beratung für Migrantinnen

Muttersprachliche Beratung

Unterstützung für neues Frauenprojekt

Mainz, 25.01.12 Frauen- und Integrationsministerin Irene Alt unterstützt den Plan der Frauenbegegnungsstätte Utamara e.V. aus dem Kreis Neuwied eine muttersprachliche Telefonberatung für Frauen einzurichten. Dieser Plan habe sich aus dem vom Bundesfamilienministerium geförderten Projekt „Gewalt ist kein Schicksal – Gemeinsam lernen Frauen leben“ ergeben, das im August dieses Jahres ausläuft. Utamara e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Frauen mit Migrationshintergrund bei der Traumaarbeit hilft.

Viele der Betroffenen haben vor ihrer Ankunft in Deutschland Krieg, Gewalt, Flucht, Todesfälle im engsten Familienkreis oder Vergewaltigungen erfahren. „Diese Themen sind hochsensibel und es fällt den Frauen leichter in ihrer Muttersprache über ihre Erlebnisse zu sprechen, als in der Fremdsprache deutsch.

Irene Alt begrüßt sehr das Vorhaben, die Männer in den Verarbeitungsprozess von innerfamiliärer Gewalt mit einzubeziehen. Dies betonte die Ministerin nach einem Treffen mit Vertreterinnen von Utamara e.V..

So soll es neben einem Projekt „Muttersprachliche Telefonberatung für Frauen und Mädchen“ auch ein Familienberatungsprojekt geben. Ein entsprechender Antrag zur Finanzierung des Familienprojektes soll an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt werden. Ministerin Alt stellte eine Kofinanzierung sowohl der muttersprachlichen Telefonberatung als auch des Familienprojekts in Aussicht. Sie betonte aber auch die Notwendigkeit, dass sich weitere Geldgeber möglichst aus der Region finden müssen.

Utamara e.V. wurde 2006 von Frauen für Frauen gegründet und hat seitdem Klientinnen aus 18 Nationen in verschiedenen Sprachen – u. a. in Deutsch, Türkisch, Kurdisch und Englisch – betreut, darunter nicht nur Migrantinnen sondern auch Frauen ohne Migrationshintergrund. Im Mittelpunkt der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen stehen neben der Beratung auch die Kulturarbeit mit Frauen und die Frauenbildung. Utamara e.V. arbeitet eng mit Frauenhäusern zusammen, wobei sich Utamara e.V. als ergänzendes Angebot begreift.

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