Silberner Stern für integrativen Mädchen- und Frauenfußball

Der Sieger des „Großen Silbernen Stern des Sports“ heißt 1. FFC Montabaur

Landessportbund und Volksbanken Raiffeisenbanken prämieren Gewinnerprojekte / Vereine erhalten Preisgelder in Höhe von 7.000 Euro

Mainz, 26.01.12 Der Gewinner des „Großen Silbernen Stern des Sports“ in Rheinland-Pfalz heißt in diesem Jahr 1. FFC Montabaur. Der Frauenfußballclub, der 250 Mitglieder zählt, wurde am Mittwochabend in der Mainzer Staatskanzlei vom Landessportbund und den rheinland-pfälzischen Volksbanken Raiffeisenbanken für sein Integrationsprojekt „Sport bewegt – Sport verbindet“ im Bereich Frauen- und Mädchenfußball ausgezeichnet und vertritt Rheinland-Pfalz bei der Endausscheidung zur Verleihung der bundesweiten Goldenen Sterne. Sie werden am 7. Februar in Berlin durch Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich verliehen. Roger Lewentz, Staatsminister für Inneres und Sport, übergab den mit 2.500 Euro dotierten Preis gemeinsam mit Fabian Hambüchen, Turnweltmeister am Reck, sowie LSB-Präsidentin Karin Augustin an den vorbildhaften Sportverein aus dem nordöstlichen Viertel des Bundeslandes.

„Ich freue mich, mit dem 1. FFC Montabaur den ersten eigenständigen Frauen- und Mädchenfußballclub im Rheinland auszeichnen zu dürfen“, sagte Sportminister Lewentz. „Der Verein sorgt durch sein sportlich-kreatives Projekt für Integration und ermöglicht vielen Mädchen mit Migrationshintergrund Zugang zur Sportart Fußball.“ Der FFC – da war sich die Jury einig – verstehe es prima, muslimische Mädchen in der Region Montabaur und Selters in Kooperation mit drei Ganztagsgrundschulen für den Sport zu begeistern und „die Vereinbarkeit zwischen Islam und Mädchensport eindrucksvoll zu demonstrieren“.

Als Gewinner durften sich aber auch die anderen Vereine fühlen, die vor 120 geladenen Gästen im feierlichen Ambiente ausgezeichnet wurden. Auf dem mit 1500 Euro dotierten zweiten Platz landete der Mainzer Stadtteilverein VfL Fontana Finthen. Für ihre Maßnahme „Verantwortung übernehmen“ wurden Jugendleiter Winfried Schmitt und Co. mit dem „Kleinen Stern des Sports“ in Silber dekoriert. Genauso wie das Judozentrum Cochem – Mosel-Eifel-Hunsrück, das mit seinem Familienprojekt den mit 1000 Euro dotierten Bronzeplatz belegte. Zudem wurden vier Förderpreise in Höhe von 500 Euro an den Angelsportverein „Petri Heil“ Bad Bergzabern 1975 für das Projekt „Bachpatenschaft“ zur Schaffung von Lebensräumen der heimischen Tier- und Pflanzenwelt, den Turnverein 1910 Bad Salzig für sein Projekt „Die bewegte Straße“, den TuS Pallien 07 für das Jugendprojekt Waldstadion und die Segelfluggruppe Wershofen für den „Eifeler Regionalcup“, einem vereinsübergreifenden Teamflug-Training-Wettbewerb, vergeben.

Die „Sterne des Sports“ sind eine Auszeichnung des Bundesverbandes der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Kooperation mit dem Deutschen Olympischen Sportbund sowie den Sportbünden auf Landes- und regionaler Ebene. Geehrt werden Sportvereine für besonders kreative, innovative und nachhaltige Projekte und ihr außerordentliches Engagement im Breitensport. Zum ersten Mal in der Geschichte der „Sterne des Sports“ wurde 2011 ein gemeinsamer Preisträger für Rheinland-Pfalz, der große „Stern des Sports in Silber“, ermittelt. Eine Jury – besetzt mit Vertretern der drei Sportbünde, des Landessportbundes, der Banken, der Medien und aus dem Bereich des Spitzensports – hatte die Auswahl aus insgesamt 24 Bronzesiegern. Insgesamt hatten sich fast 200 Vereine um die Auszeichnung beworben.

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