Keine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt

Muscheid: Keine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt / Statistik geschönt

Rehweiler, 28.01.12 „Im vergangenen Jahr gab es insgesamt zwar einen leichten Zuwachs bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Rheinland-Pfalz. Von Entspannung auf dem Arbeitsmarkt kann aber keine Rede sein. Eine aktive Arbeitsmarktpolitik braucht ehrliche Zahlen“, so DGB-Landesvorsitzender Dietmar Muscheid auf der Landeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA) heute in Rehweiler bei Kusel.

Muscheid: „Es gilt, hinter die positiven Zahlen der Arbeitslosenstatistik zu schauen. In der Statistik der Bundesagentur für Arbeit tauchen viele Arbeitsuchende nur als sogenannte ‚Unterbeschäftigte’ auf, die nicht mehr als arbeitslos gezählt werden. Zählt man sie mit, ergibt sich mit 138.794 Personen eine Zahl, die deutlich über der offiziell gemeldeten Zahl an Arbeitslosen vom Dezember 2011 von 104.433 liegt.“

Aus der für Rheinland-Pfalz positiven Statistik fielen zum Beispiel alle Arbeitsuchenden heraus, die sich in Eingliederungs-, Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen befinden, so Muscheid. Im Dezember belief sich diese Zahl auf 8374 Menschen. Ebenso würden beispielsweise alle über 58jährigen Hartz IV-Empfänger, welche schon 12 Monate lang kein Beschäftigungsangebot mehr erhalten haben, nicht mehr als Arbeit suchend gezählt. Dies betraf 4188 Personen.

Muscheid: „Wir werden den Finger stärker in die Wunde legen und unser Augenmerk auf die Menschen richten, die keine Arbeit haben, zugleich aber nicht in den Statistiken auftauchen. Zwar gibt es kleine positive Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Es besteht aber kein Grund zur Entwarnung.“

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