Tag der offenen Tür im Bahnhof Rolandseck

Ausstellung »Rheinromantik. Mythos und Marke« 4. September 2011 – 4. März 2012 Tag der offenen Tür am 29.01.12

Rolandseck, 28.01.12 Die Kulturlandschaft zwischen Drachenfels und Loreley ist romantischer Mythos und früher Tourismusmagnet zugleich. Erst zur Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert neu entdeckt, wurde der Rhein zu dem deutschen Strom und in der unmittelbaren Folge vom romantischen zum touristischen Sujet. Die Ausstellung im Bahnhof Rolandseck zeigt in verschiedenen Kunstgattungen, in Literatur, Liedgut und in der Souvenirproduktion die Vielzahl von Bildern sowie literarischen Motiven, die noch heute unsere Wahrnehmung des Rheintals prägen. In vier Kapiteln präsentiert sie diesen vielfältigen Bilder- und Motivschatz.

Im Mittelpunkt steht der Künstlerische Blick, denn beliebte Motive wie der Drachenfels sind in unterschiedlichen Medien – Malerei, Druckgrafik oder Fotografie – immer wieder aufs Neue dargestellt worden. Die hier zu beobachtende Idealisierung trieb der Sagenhafte Blick auf die Spitze. Volkstümliche Sagen und Bilder von »Idealburgen« beförderten den Mythos Rhein. Im Kontrast dazu erlauben inszenierte Ausblicke einen »realen« Blick auf den Rhein und das Siebengebirge.

Einem zunehmend Nationalen Blick war der Rhein nach dem Ende der Napoleonischen Zeit ausgesetzt. Mit dem Umbau der Ruine Stolzenfels oder der Errichtung von National- denkmälern wie z. B. dem Deutschen Eck in Koblenz führte Preußen seine Macht und seine Interessen vor Augen. Ganz entscheidend hat aber auch der Touristische Blick den Romantischen Rhein vereinnahmt. Davon zeugt frühe Reiseliteratur ebenso wie die ausufernde Souvenirproduktion. Der 1858 fertiggestellte Bahnhof Rolandseck ermöglichte den Reisenden die komfortable Erschließung der Landschaft. Hierzu sagt der Kultur- Staatssekretär Walter Schumacher: »Die Ausstellung mit ihrem Sujet der rhein- romantischen Landschaft steht in einem einzigartigen und sich wechselseitig befruchtenden Kontext mit dem historischen Ausstellungsort – dem romantischen Bahnhof Rolandseck.«

Den Auftakt zur Ausstellung bildet eine spektakuläre Installation von etwa 100 Bowletöpfen mit rheinromantischen Motiven. Diese kollektiven Erinnerungsstücke führen eindrucksvoll die weite Verbreitung der romantischen Bildwelten vor Augen. Ein inszeniertes Souvenirfoto mit einem der Esel vom Drachenfels schafft eine bleibende Erinnerung an die Ausstellung.

Museumsdirektor Dr. Oliver Kornhoff zum Themenjahr 2011: »In Verbindung mit der zeitgleich im Neubau stattfindenden Ausstellung »Belvedere. Warum ist Landschaft schön?« bildet die Rheinromantik-Schau den krönenden Abschluss des Themenjahres »Natur & Landschaft« im Arp Museum Bahnhof Rolandseck. Die beiden Ausstellungen werden im Rahmen der Kooperation »Rheinblicke 2011« mit dem Mittelrhein Museum Koblenz und dem Siebengebirgsmuseum Königswinter gezeigt.« Anlass dieser Kooperation bilden vier herausragende Ausstellungen, die die Epoche der Rheinromantik in ihren einzigartigen künstlerischen Zeugnissen aber auch mit ihren kulturhistorischen Aspekten bis hin zur Wiederentdeckung der romantischen Landschaft in der zeitgenössischen Kunst untersuchen. Begleitprogramm Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck macht eine Winterpause und ist vom 9. bis 28. Januar 2012 geschlossen. Am 29. Januar begrüßen wir Sie und das neue Kunstjahr mit einem »Tag der offenen Tür«. Öffentliche Führungen am zweiten Sonntag jeden Monats, 15 Uhr Kosten: 2 Euro, zzgl. Museumseintritt Samstag, 17. September, 15. Oktober, 12. November, 17. Dezember 2011, jeweils 15 Uhr Führung »Natur–Kunst–Raum« mit Pater Friedhelm Mennekes Kosten: 2 Euro zzgl. Museumseintritt Fest zum Tag der Deutschen Einheit / Nordrhein-Westfalen-Tag Montag, 3. Oktober 2011, 11 Uhr und 15 Uhr »Wanderung auf historischen Spuren« Vom Künstlerbahnhof der Bonner Republik bis zum mittelalterlichen Rolandsbogen begeben Sie sich mit der Museumspädagogin Gisela Götz auf eine Zeitreise in die Geschichte unserer Region. Treffpunkt: Museumskasse, Kosten: 6,50 Euro p. P. Samstag, 15. Oktober 2011, 15 Uhr Kuratorenführung mit Dr. Thorsten Smidt Kosten 3,50 Euro zzgl. Museumseintritt.

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