Sonntagskommentar: Drei rätselhafte Frauen in der Politik

Mainz, 29.01.12 hpt  Wussten Sie schon, dass eine Partei, die in fast allen Landesparlamenten und dem  Bundestag vertreten ist, unsere Republik in ihrem Bestand gefährdet? Diese Partei hat in den  letzten zwei Jahrzehnten in vielen Bundesländern des Ostens und in Berlin mehrfach mit der SPD auf Landesebene, SPD und CDU auf kommunaler Ebene koaliert. Trotzdem bestehen diese Länder und Kommunen noch, sind die Länderverfassungen und die Kommunalverfassungen unbeschädigt. Wie setzt diese Partei ihre subversive Tätigkeit um? Nun, sie ist so farblos wie die frühere DDR. Beispiel Berlin: der Regierende Bürgermeister von der SPD glänzte und trieb sich auf allen Parties rum. Die staatsgefährdende Partei war fürs Soziale zuständig und kümmerte sich ums Sparen. Kein Wunder, dass sie bei der letzten Wahl zu wenig Stimmen bekam. Sie flog aus der Koalition raus und die Berliner CDU muss nun herhalten, damit Wowi weiter Regierender sein kann.

Diese Partei hat eine besonders gefährliche Akteurin: Sahra Wagenknecht. Sie schaffte es sogar, dem bundesweit bekannten Oskar von der Saar trotz Prostatakrebs-Operation Liebesgefühle zu entlocken und wohnt nun mit ihm zusammen. Der Oskar von der Saar war bislang mit einer Wirtschaftswissenschaftlerin verheiratet und vertrat deren Ansichten als Politik seiner Partei. Vertritt er nun die Ansichten der Frau Wagenknecht? Immerhin, durch die neue Liaison ist Oskar wieder in die Schlagzeilen gekommen.

Wissen Sie nicht, wie diese Partei heißt? Rufen Sie beim Bundesamt für Verfassungsschutz an, die kennen sie genau! Sie steht „unter Beobachtung“, 27 ihrer Bundestagsabgeordneten auch. Das heißt Überstunden für die Verfassungsschutzbeamten. Denn das öffentlich-rechtliche Fernsehen holt gerne die Abgeordneten dieser Partei in nächtliche Talk-Shows. Die müssen in Echtzeit beobachtet werden, nicht, dass Gysi und Wagenknecht plötzlich bei Maischberger oder Illner nächtens die Weltrevolution ausrufen, und am nächsten Morgen stürmen deutsche Bürger die Verfassungsschutzämter, um zu verhindern, dass deren Akten geschreddert werden.Ob da auch eine „Akte Angela Merkel“ gefunden würde? Schließlich bekam das Rügener Pfarrerstöchterchen trotz Nichtzugehörigkeit zur Arbeiter- und Bauernklasse die Erlaubnis, die Oberschule zu besuchen und zu studieren. In der DDR entschied der Rat des Kreises, wer die Oberschule besuchen durfte und wer studieren durfte oder wer welchen Beruf lernen musste. Akademikerkinder landeten so oft auf dem Bau und Stahlarbeiterkinder an den Universitäten… aber Pfarrertöchterchen? Nun, unser Pfarrerstöchterchen durfte sogar Physik in Berlin und Moskau (da kamen eigentlich nur linientreue SED-Mitglieder hin) studieren und später an der DDR-Akademie der Wissenschaften in Berlin arbeiten. Gut, der Staat, bzw. die Staatspartei wollte auch was von ihr: Angela Merkel war FDJ-Sekretärin für Propaganda und Agitation. Plötzlich war die DDR weg. Jetzt konnte Angela Merkel an „ihre Grenzen gehen“, das war ihr in der DDR weder „im übertragenen Sinne als auch real möglich, denn da war die Mauer“. Die Frau, die ihre Grenzen also hinter der Mauer, im Westen, hatte, wurde erst Umweltministerin, dann CDU-Generalsekretärin, dann CDU-Vorsitzende, dann auch noch Bundeskanzlerin…

HALLO, BUNDESVERFASSUNGSSCHUTZ: WIE KONNTE SIE BEI DER OSTKARRIERE AUCH NOCH EINE WESTKARRIERE STARTEN???

Rätsel über Rätsel!

Nun, gerade wieder hat sie ein neues Bankenrettungspaket von 498 Milliarden (etwa so hoch wie der Bundeshaushalt) geschnürt. Angela Merkel dient dem Kapital, so wie sie der DDR gedient hat. Aber, ob da unser Verfassungsschutz weg schaut? Sie kommt ja aus dem Osten und ist auch nichts rechtsradikal. Gut, kapitalradikal schon. Allgemeinverbindlicher, gesetzlicher Mindestlohn: NEIN!, Bankenrettungspaket: JA!

Um diese Frau beneidet die Welt Deutschland. Nur Angela Merkel könne noch den Euro retten,schrieb der Weltbankpräsident. Wir wussten nicht, daß es so schlecht um den Euro steht. Montag ist sie wieder in Brüssel: EU-Gipfel.Thema: Griechenlandrettung, Euro-Rettung. Halt, wie üblich. Das ermüdet.

Angela Merkel hat weniger Unterhaltungswert als der Bundespräsident. Verheiratet mit einem Gratis-Model, das die Kleider deutscher Designer auf den politischen Laufstegen der Welt präsentiert, im Urlaub mit seinen Millionärsfreunden und mit einem überaus üppigen Hauskredit verwöhnt, traut ihm die Bevölkerung zwar nicht mehr, will aber auch nicht, daß er aus dem Amt scheidet. Irgendwo ist ja jeder ein bisschen Wulff. Ich kenne einige Ehemänner, die froh wären, wenn sie nicht mehr die Kleider ihrer Frau zahlen müssten. Ja, ärgern würde ich mich auch nicht, wenn mich ein Multimillionär in Urlaub einlüde. Zusammen mit Millionären am südlichen Swimmingpool zum Frühstück Kaviar löffeln, das wär doch was. Millionäre wären übrigens auch keine Millionäre, wenn sie Gratiswohltaten verteilen würden…

Da ist mir die sparsame Julia Klöckner doch lieber. Klöckner spart an Sachargumenten und will auch im Landeshaushalt sparen. Da sie nicht Ministerpräsidentin ist, will sie 2000 Stellen in den nächsten zwei Jahren in der Landesverwaltung streichen. Wie die dann noch ihre Aufgaben erledigen soll, sagt sie nicht.

Ja, im Vorzimmer des Ministerpräsidenten will Klöckner auch sparen. Das ist Populismus, Frau Klöckner! Die anderen Einsparvorschläge sind von gleichem Kaliber, das lohnt nicht die Berichterstattung, nur einige bissige Bemerkungen im Sonntagskommentar.

Ärgerlich ist, dass Frau Klöckner nach wie vor den Pensionsfonds bekämpft. Beamte sind nicht rentenversichert. Im nächsten Jahrzehnt wird die Zahl der Landespensionäre sprunghaft ansteigen. Womit bezahlen, Frau Klöckner? Immerhin, Julia Klöckner war mal wieder in den Medien. Das wurde in der letzten Zeit ja immer seltener.

Liebe Leserin, lieber Leser: Wissen Sie jetzt, welche Partei wir eingangs des Kommentares meinten? Der rheinland-pfälzische Verfassungsschutz beobachtet sie übrigens nicht.

Nein, wir meinten nicht die CDU, wir meinten die Linkspartei. Obwohl, vielleicht beobachtet ja der Personalrat des Verfassungsschutzes die CDU und Julia Klöckner…? Wer will schon weggespart werden?

Angela Merkel, Sahra Wagenknecht, Julia Klöckner – drei rätselhafte Frauen in der Politik.

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