Preissteigerung im Januar 2,2%

Verbraucherpreise im Januar 2,2 Prozent über dem Vorjahresmonat Jahresteuerungsrate leicht rückläufig

Bad Ems, 30.01.12 Der Verbraucherpreisindex für Rheinland-Pfalz lag im Januar 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, schwächte sich damit der Preisauftrieb etwas ab. Im Dezember 2011 lag die Jahresteuerungsrate noch bei 2,3 Prozent, im November sogar bei 2,6 Prozent.

Die Preise für Haushaltsenergie (Strom, Gas und andere Brennstoffe) stiegen binnen Jahresfrist um 7,3 Prozent; allein Heizöl verteuerte sich um 17,6 Prozent. Die Preise für Kraftstoffe erhöhten sich um 5,6 Prozent. In der Folge stiegen die Indexwerte für die Hauptgruppe Verkehr um 2,8 Prozent sowie für Waren und Dienstleistungen rund ums Wohnen um 2,9 Prozent.

Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke erhöhten sich gegenüber Januar 2011 um 3,2 Prozent. Erneut waren es Speisefette und -öle (plus 9,6 Prozent), die deutlich teurer wurden. Aber auch für Fleisch und Fleischwaren (plus 6,6 Prozent) wie zum Beispiel Schweinebraten (plus 13,1 Prozent) sowie Fisch und Fischwaren (plus 6,3 Prozent) stiegen die Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat spürbar. Erhebliche Preiserhöhungen waren auch bei Bohnenkaffee (plus 16,3 Prozent) zu beobachten. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher günstiger verlief hingegen die Entwicklung bei Obst und Gemüse. Beispielsweise verbilligten sich Birnen um 19,3 Prozent, Kopf- oder Eisbergsalat um 22,3 Prozent und Kartoffeln um 17,4 Prozent.

Veränderungen gegenüber Dezember 2011 Im Vergleich zum Vormonat sanken die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent. Die saisonal bedingten Preissenkungen für Pauschalreisen (minus 16,8 Prozent) sowie die geringeren Mieten für Ferienwohnungen und -häuser (minus 32,8 Prozent) bestimmten die Entwicklung in den Hauptgruppen Freizeit, Unterhaltung und Kultur (minus 4,2 Prozent) sowie Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (minus 4,4 Prozent). Auch bei Bekleidung und Schuhen waren saisonbedingte Preisrückgänge (minus 2,1 Prozent) zu verzeichnen. Dagegen zogen die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (plus 1,5 Prozent), insbesondere für Gemüse (plus 7,6 Prozent) merklich an.

Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in Rheinland-Pfalz in 11 Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) gut 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von rund 750 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt.

Autorin: Merle Hattenhauer (Referat Mikrozensus, Verdienste, Preise, Haushaltserhebungen)

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