So viele LeiharbeiterInnen wie noch nie

Arbeitsmarkt im Januar 2012

DGB: So viele Leiharbeiter wie noch nie / Muscheid: Auf dem Weg in die Zweiklassengesellschaft

Mainz, 31.01.12 „Die massive Zunahme an Leiharbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern gibt Grund zur Sorge. Mit nunmehr 34.000 Menschen sind immer mehr Unternehmen auf dem Weg in die Zweiklassengesellschaft“, sagte DGB-Landesvorsitzender Dietmar Muscheid heute zu den neuesten Arbeitsmarktzahlen.

Laut den aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit gibt es in Rheinland-Pfalz rund 34.000 Leiharbeiterinnen und -arbeiter. Damit gibt es so viele Leiharbeiter wie noch nie, wie die Arbeitnehmerüberlassungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit klar macht.

„In 2011 hat es zwar einen leichten Zuwachs bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Rheinland-Pfalz gegeben. Ein Großteil des Beschäftigungszuwachses findet aber über Leiharbeit statt. Es besteht somit kein Grund zur Entwarnung, sondern akuter Handlungsbedarf“, ergänzte Muscheid.

Insgesamt waren im Januar nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 117.800 Frauen und Männer in Rheinland-Pfalz arbeitslos gemeldet, 13.400 Menschen oder 12,8 Prozent mehr als im vergangenen Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,6 Prozent. Im Dezember lag sie noch bei 5,0 Prozent.

Muscheid: „Wir erleben die Zunahme unsicherer und schlecht bezahlter Arbeit. Neben der Leiharbeit setzen die Unternehmen verstärkt auf Werkverträge. Ihr Ziel ist, reguläre Beschäftigung zu ersetzen und eine Mehrklassengesellschaft in den Betrieben zu etablieren. Wir fordern gleiches Geld für gleiche Arbeit und eine Übernahme der Leiharbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer in feste Arbeitsverhältnisse.“

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