LVU trifft evangelische Kirchen

Mainz, 09.02.12 Der Landesverband der Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU) und die Leitung der Evangelischen Kirchen Pfalz, Hessen und Nassau sowie Rheinland haben sich am Dienstag, den 7. Februar, zu einem Spitzengespräch getroffen.

Themen des Gedankenaustauschs im „Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung“ in Mainz waren die gesellschaftliche Lage und die europäische Schuldenkrise, der Fachkräftemangel sowie Energie und Klimaschutz. An der Spitze wurden die Kirchen vertreten durch Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident Christian Schad sowie Präses Dr. Nikolaus Schneider und die LVU durch Präsident Dr. Gerhard F. Braun, Vizepräsident Hans-Carsten Hansen, Vorstandsmitglied Gerhard Eder sowie Schatzmeister Dr. Eduard Kulenkamp.

„Der Dialog zwischen Wirtschaft und Kirche ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der LVU-Arbeit. Er dient unter anderem dazu, das gegenseitige Verständnis zu fördern und ein vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen“, sagte LVU-Präsident Dr. Gerhard F. Braun. Berührungspunkte beider Institutionen gibt es unter anderem in Gremien wie dem Landesrundfunkrat oder in den Beiräten verschiedener Ministerien und vor allem im gesellschaftlichen Leben und der Arbeitswelt. Das zeigte beispielsweise das Thema Fachkräftemangel, mit dem sowohl Kirchen als auch Wirtschaft konfrontiert sind. So bezeichnete Kirchenpräsident Christian Schad den Fachkräftemangel im Bereich der Kindertagesbetreuung und der Pflege als „eines der großen aktuellen Herausforderungen“. So fehlten bei den Einrichtungsträgern bis 2020 rund 20.000 Fachkräfte im Bereich der Kinderbetreuung und rund 10.000 Kräfte im Bereich der Pflege. Die Kirchen verstärkten daher ihre Bemühungen um die Ausbildung in den eigenen Fachschulen und entwickelten Strategien der Personalgewinnung, – bindung und -weiterqualifizierung. Schad erinnerte daran, dass „Bildung und Diakonie zu den wesentlichen Aufgaben reformatorischer Kirchen gehören“. Diesen Aufgaben werde man auch in Zukunft nachkommen. LUV-Präsident Braun betonte in seinen Ausführungen den Mangel an Arbeitnehmern mit Qualifikationen im MINT-Bereich. MINT steht für die Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. „Derzeit fehlen bundesweit 180.000 MINT-Fachkräfte. Das ist ein Wachstumshemmnis ersten Ranges“, so Braun. Als Auswege nannte Braun unter anderem, den Anteil vollzeitbeschäftigter Frauen und Älterer zu erhöhen sowie verstärkt Jugendliche mit Ausbildungshemmnissen in Arbeit zu bringen. „Diese Aktivitäten müssen möglichst früh, am Besten im Vorschulalter ansetzen“, sagte Braun. Zudem plädierte der LVU-Präsident für mehr Zuwanderung.

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