Gesundheitswirtschaft: Exportkontakte nach Oman und Katar

Gesundheitswirtschaft

Lemke: „Ausbau internationaler Wirtschaftskontakte hilft Patienten mit Systemen aus Rheinland-Pfalz“ – Delegation in Oman und Katar

Mainz, 14.02.12 Die rheinland-pfälzische Gesundheitswirtschaft weitet ihre internationalen Kooperationen aus. Im Rahmen des Außenwirtschaftsprogramms „Wir öffnen Märkte“ fand im Februar eine Wirtschaftsdelegationsreise mit Wirtschaftsvertretern aus Rheinland-Pfalz in den Oman und Katar statt. In Zusammenarbeit mit der Auslandshandelskammer in Muscat und Doha wurden zwei Workshops angeboten, die Versorgungsstandards und Systemlösungen aus Rheinland-Pfalz zum Inhalt hatten. Im Mittelpunkt standen die Themen Schlaganfall und Diabetes im Kontext moderner Wundversorgung. Das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium hatte bereits Ende Januar einen Kooperationsvertrag mit Dubai (VAE) zum Aufbau und Zertifizierung des Schlaganfallversorgungsmanagement unterzeichnet.

„Wir setzen unser Engagement zur Internationalisierung der Gesundheitswirtschaft fort und haben es jetzt auf den Oman und Katar erweitert“, stellt Wirtschaftsministerin Eveline Lemke fest. „In beiden arabischen Ländern gewinnt auch der Gesundheitssektor an Bedeutung und bietet für unsere kleinen und mittelständischen Unternehmen im Bereich der Medizintechnik und Gesundheitsversorgung ein enormes Exportpotenzial.“ Erste Kooperationsmöglichkeiten wurden bereits vor Ort vereinbart und sollen vertieft werden. „Unser Fokus liegt auf dem transnationalen, branchen- und sektorübergreifenden Wissenstransfer sowie der Vernetzung der Kompetenzen zur Entwicklung neuer Produkte und innovativer Dienstleistungen. Integrierte Systemlösungen bieten höchste Qualitätsstandards“, so die Ministerin.

„Die lückenlose Behandlung des Patienten und die phasengerechte Versorgung mit modernen feuchten Wundauflagen oder dem Einsatz der Unterdrucktherapie reduziert die Behandlungsdauer erheblich und verbessert die Lebensqualität der Betroffenen“, erläuterte Dr. Stefan Rödig, Leiter Gesundheitsökonomie und Erstattung Lohmann & Rauscher GmbH & Co. KG (L&R) und einer der Referenten im Workshop. Die Qualifizierung von Krankenschwestern und Fachärzten in der modernen Wundversorgung ist dabei eine wichtige Voraussetzung. Das Unternehmen hat im Mittleren Osten bereits ein Qualifizierungsprogramm sowie eine Versorgungsstrukturplanung entwickelt, welches eine Nutzung in der gesamten Region ermöglicht. Ziel ist die Verwirklichung einer komplexen Gesamtversorgung.

„Die Folgen und Risiken eines Schlaganfalls zum Beispiel in Folge einer Diabeteserkrankung können durch eine spezialisierte Akutversorgung und anschließende Rehabilitation sowie Sekundärprävention vermindert werden und die Lebensqualität der Patienten sichern. Dazu müssen sich die Rettungskräfte und das medizinische Personal in der Diagnostik und Behandlung der verschiedenen Fachrichtungen eng abstimmen und die Anschlussversorgung individuell gestalten“, betonte Prof. Dr. Armin Grau, Leiter der überregionalen Stroke unit am Klinikum Ludwigshafen.

Stephan von Bandemer vom Institut Arbeit und Technik und wissenschaftlicher Begleiter der Initiative Gesundheitswirtschaft, der die Workshops leitete, betonte, dass ein gutes Niveau der internationalen Zusammenarbeit erforderlich ist, um die Ausbreitung von Krankheiten einzudämmen, und es notwendig ist, Best Practices auf andere Länder zu übertragen.

Prof. Dr. Grau und Dr. Rödig sind Projektpartner der beiden Systemlösungen „Experts on Stroke“ und „Wundnetz Rheinland-Pfalz“ der Initiative Gesundheitswirtschaft des Landes, in der Wirtschaftsministerium und Gesundheitsministerium sich gezielt darum bemühen, Hersteller und Dienstleister aus der Gesundheitsbranche zusammenzubringen und umfassende Systemlösungen zu exportieren.

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