Rheinland-Pfalz für Bioweine hoch prämiert

BioFach 2012 in Nürnberg

Höfken: Rheinland-Pfalz ist Deutschlands Bio-Weinland Nr. 1

Nürnberg, 15.02.12 Nach Auffassung der rheinland-pfälzischen Weinbauministerin Ulrike Höfken ist Rheinland-Pfalz nicht nur das Land mit den meisten Bio-Weinbergen in Deutschland, sondern gehört auch in qualitativer Hinsicht zur Spitze. Dies belegten eindrucksvoll die Ergebnisse des Internationalen Bio-Weinpreises MUNDUS VINI BioFach, an dessen Verleihung die Ministerin im Rahmen ihres Besuches der BioFach 2012 am Mittwoch in Nürnberg teilgenommen hat. Von den deutschen Anbaugebieten haben mit jeweils neun Medaillen Rheinhessen (fünf Mal Gold, vier Mal Silber) und Franken (vier Mal Gold, fünf Mal Silber) die Nase vorn, gefolgt von der Pfalz mit acht Medaillen (vier Gold, vier Silber) und der Mosel, die sieben Mal Edelmetall errang (fünf Gold, zwei Silber).

„Dieser renommierte Wettbewerb wird dazu beitragen, dass noch mehr Betriebe die Marktchancen mit ökologisch und regional erzeugten Qualitätsprodukten erkennen und nutzen“, sagte die Ministerin. Mit rund fünf Prozent Anteil an der deutschen und einem etwas höheren Anteil an der rheinland-pfälzischen Rebfläche sei das Marktpotenzial bei Bio-Weinen noch lange nicht ausgeschöpft. In Rheinland-Pfalz werden rund 3700 Hektar Weinberge nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet, das entspricht rund drei Viertel der deutschen Rebfläche in diesem Segment.

Bei ihrem Rundgang auf der Weltleitmesse für Bioprodukte besuchten Ministerin Höfken und Staatssekretär Thomas Griese in Begleitung des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau, Manfred Nafziger, rheinland-pfälzische Aussteller – insgesamt kommen 28 Aussteller aus Rheinland-Pfalz. Vor allem in der Weinhalle zeigen die heimischen Winzer ihr Können, aber auch Anbieter von Naturkost, Snacks und Fruchtsäften sowie Dienstleister und Verbände sind in Nürnberg präsent. „Die Nachfrage nach Bio-Produkten wächst. Unser Ziel muss es sein, sie über den heimischen Markt zu decken“, so die Ministerin. Bundesministerin Aigner konterkariere ihre jüngste Forderung nach mehr Bio in Deutschland, indem sie gleichzeitig die Mittel zur Förderung des Ökolandbau kürze. Höfken kündigte an, im Rahmen der rheinland-pfälzischen Förderpolitik dazu beizutragen, dass noch mehr Unternehmen in der Landwirtschaft und in anderen Branchen die Chancen in diesem Marktsegment nutzen.

Die Ministerin nutzte ihren Auftritt auf der BioFach auch zu einem klaren Bekenntnis für Ökopflanzenzüchtung und Agro-Biodiversität: Mit der Übernahme der Botschafterwürde des Vereins „Kultursaatgut“ unterstrich sie die Ziele dieses 1994 gegründeten Vereins. Hier werden die Interessen der Erzeuger und Nutzer von Gemüsesaatgut aus biologisch-dynamischem Anbau gebündelt. Mittlerweile sind 43 Gemüsesorten als Neuzüchtungen von Kultursaat beim Bundessortenamt zugelassen, für weitere 13 Sorten ist Kultursaat als offizieller Erhaltungszüchter eingetragen. Kultursaat setzt auf Gentechnikfreiheit und sieht sich als Alternative zu den global agierenden Saatgutkonzernen. Mit dieser Überzeugung konnte der Verein im Jahre 2010 bereits die indische Umweltaktivistin und Trägerin des „Alternativen Nobelpreises“, Vandana Shiva, als Botschafterin gewinnen.

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