Gute Vorbildung bei SchülerInnen des Gesundheitswesens

Schulen des Gesundheitswesens in Rheinland-Pfalz

Bad Ems, 17.02.12 Nichtakademische Ausbildungsgänge in Gesundheitsberufen sind für junge Menschen mit hoher Schulbildung attraktiv. Das hat das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz anhand der aktuellen Zahlen zu den Schulen des Gesundheitswesens im Land festgestellt. Von den aktuell rund 7.500 Auszubildenden verfügen fast 38 Prozent über die Fachhochschulreife oder das Abitur, 56 Prozent haben einen qualifizierten Sekundarabschuss I („Mittlere Reife“). Die EU-Kommission hatte jüngst mit dem Vorschlag, europaweit die Hochschulreife für die Ausbildung in Pflegeberufen vorauszusetzen, für eine kontroverse Diskussion in Deutschland gesorgt.

Relativ stark vertreten sind Schülerinnen und Schüler mit Hochschulreife mit jeweils rund 85 Prozent in den Ausbildungsgängen Entbindungspflege (Ausbildung zur Hebamme) und Logopädie. Demgegenüber dominiert insbesondere bei den Auszubildenden im Bildungsgang Gesundheits-, Kranken- und Kinderkrankenpflege die mittlere Reife (79 Prozent). Jugendliche mit Hauptschulabschluss stellen die Mehrheit in den Bildungsgängen Massage und medizinischer Bademeister bzw. Bademeisterin (57 Prozent) sowie in der Krankenpflegehilfe (55 Prozent).

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler an den Schulen des Gesundheitswesens ist zum Schuljahr 2011/12 insgesamt leicht gesunken. Derzeit absolvieren in diesen Einrichtungen 5.832 Frauen und 1.697 Männer eine Ausbildung in einem nichtakademischen Gesundheitsfachberuf. Das sind 58 Personen weniger als im vorangegangenen Schuljahr 2010/11.

In der Zeit von Anfang Oktober 2010 bis Ende September 2011 bestanden 2.049 Personen die Abschlussprüfung in einem der Gesundheitsfachberufe. Das sind 8,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Erfolgsquote lag bei gut 85 Prozent.

Die Zahlen stammen aus der Statistik über die Schulen des Gesundheitswesens. Bis 2008 wurden die Daten der Schulen des Gesundheitswesens auf freiwilliger Basis erhoben. Infolge der Einführung einer gesetzlichen Berichtspflicht zum Schuljahr 2009/10 ist ein Vergleich mit den gemeldeten Schülerzahlen der Vorjahre nur bedingt möglich.

Autorin: Bettina Link (Referat Bildung)

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