Bäuerliche Landwirtschaft hat Zukunft

Landwirtschaftpolitik

Höfken in Schweich: Bäuerlicher Familienbetrieb hat Zukunft / Grüne Woche Rheinland-Pfalz im April

Schweich, 18.02.12 Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken hat am Freitag an der Jahresmitgliederversammlung des Kreisbauern- und Winzerverbands Trier-Saarburg in Schweich den bäuerlichen Familienbetrieb als Zukunftsmodell skizziert. „Wir dürfen es nicht dulden, dass unsere Landwirtschaft die Rolle des Billigmachers der Nation spielt“, forderte die Ministerin. Die rheinland-pfälzischen Betriebe litten unter der zunehmenden Konzentration in der deutschen Landwirtschaft, unter den Dumping-Preisen der industriellen Produktion. „Mein Gegenentwurf ist die bäuerliche Landwirtschaft, die zukunftsfähig ist, weil sie in den Regionen eine nachhaltige Wertschöpfung ermöglicht“, sagte Höfken und kündigte an, den Mittelstand und die bäuerlichen Betriebe mit ihrer Förderpolitik zu unterstützen.

Die Landwirtschaftsministerin hob das Potenzial der bäuerlichen Landwirtschaft und deren Bedeutung in den Mittelgebirgslandschaften und für die ländlichen Räume hervor. „Die Milchviehbetriebe hier in Trier-Saarburg sind leistungsfähig. Ziel muss es sein, im Zuge der aktuellen Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Europa die Milchpolitik so zu gestalten, dass die Betriebe ein angemessenes Einkommen erzielen können“, sagte Höfken. Um die neuen Möglichkeiten auszuloten, kündigte sie eine Veranstaltung zu dem GAP-Thema „Erzeugergemeinschaften“ im Rahmen der Grünen Woche Rheinland-Pfalz an, die im April vom Ministerium ausgerichtet werde. Für die Landwirtschaft in den Mittelgebirgsregionen wie in Trier-Saarburg sei es bei der GAP-Reform zudem wichtig, dass die Kulisse für die benachteiligten Gebiete erhalten bleibe. Außerdem fordere Rheinland-Pfalz national einheitliche Direktzahlungen für die Landwirte.

Zukunftspotenzial für die Land- und Weinwirtschaft in Trier-Saarburg sieht die Ministerin auch im Ausbau der Regionalvermarktung. Der „Mega-Trend“ Regionalität beweise, dass es möglich sei, heimische Produkte vom Joghurt bis zum Premiumschinken gewinnbringend zu vermarkten. Dies gelte auch für den Weinbau an der Mosel: „In den Steillagen wachsen unter schwierigen Anbaubedingungen besonders hochwertige Weine. Um dies gegenüber dem Verbraucher zu verdeutlichen, brauchen wir eine aussagekräftige Kennzeichnung auf dem Etikett, dafür setze ich mich ein“, sagte die Ministerin. Nur so könnten die Winzer dauerhaft höhere Preise erzielen und kostendeckend arbeiten. Ziel der Landesregierung sei es, die Unverwechselbarkeit der rheinland-pfälzischen Weinregionen zu stärken: „Wir setzen auf Qualitätsweine und Regionalvermarktung, die Ausweitung von Rebflächen und die Liberalisierung der Pflanzrechte lehnen wir ab“, betonte Höfken. Ebenso sei gute Erzeugung in Kellereien und Genossenschaften ein wichtiges Standbein der Weinwirtschaft.

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