Innovatives Mobilitätskonzept am Limes

Innovative Mobilitätsdienstleistungen für Kulturtourismus

Lemke: „Mit moderner Kommunikation zum Limes“ – EU-Prototyp beteiligt 10 Länder – Start am 23. März

Mainz, 23.02.12Der römische Limes verläuft in 10 Ländern und er ist eine Sehenswürdigkeit von europäischer Bedeutung. Ein neues europäisches Konsortium (öffentlich-private Partnerschaft), in dem Rheinland-Pfalz eine besondere Stellung einnimmt, will den Kulturtourismus am Limes voran bringen. Die Auftaktpräsentation findet unter Beteiligung der EU-Kommission, von Österreich und Bulgarien sowie weiterer EU-Limes-Anrainerstaaten am 23. März in der „RömerWelt am Caput Limitis“ Rheinbrohl ( www.roemer-welt.de) statt.

Die Projektentwicklungsgesellschaft des Landes Rheinland-Pfalz (PER) hat sich zum Ziel gesetzt, zusammen mit Österreich und Bulgarien am Limes zu zeigen, wie innovative Mobilitätsdienstleistungen zu Wachstum und Beschäftigung im ländlichen Raum beitragen können. An dem Gesamtbudget von 670.000 Euro ist das Wirtschaftsministerium mit 70.000 Euro beteiligt. Das LIMES-Prototyp-Konzept (Large Scale Innovative and Mobile European Services for Culture Tourism in Rural Areas) wird bis Ende 2013 durchgeführt und von der Europäischen Kommission zu 75 Prozent finanziert. Neben Deutschland, Österreich und Bulgarien sind außerdem die weiteren Limes-Anrainer-Staaten Großbritannien, die Niederlande, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien und Rumänien einbezogen.

„Wir leisten damit einen Beitrag zur touristischen Entwicklung ländlich geprägter Regionen in allen europäischen Ländern entlang des römischen Limes“, stellt die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke fest. „Innovative mobile Dienstleistungen wie zum Beispiel „Apps“ für Smartphones bieten Informationen und machen das Reisen noch einfacher. Diese Dienstleistungen für Besucher und Einheimische können Basis sein für Unternehmensgründungen und neue Geschäftsmodelle am Limes. Die gemeinsame europäische Geschichte sichtbar zu machen kann Einkommen und Arbeitsplätze im ländlichen Raum schaffen.“

Mobilitätsdienstleistungen können zum Beispiel Simulationen auf dem Smartphone sein – wie die Darstellung von nicht mehr existierenden Türmen oder Befestigungen. Auch gibt es die Möglichkeit umfassende Informationen zu Gaststätten, Unterkünften, zu Wanderwegen, zur Wettersituation oder zu Reisewegen den Nutzern zur Verfügung zu stellen. Die technischen Grundlagen werden durch die beteiligten Entwicklungsfirmen gesetzt. Die Landesregierung unterstützt die Vernetzung der Akteure, das Setzen von Rahmenbedingungen und die Kommunikation entlang des Limes. Möglichst viele Akteure sollen mit einbezogen werden.

Der konzeptionelle Ansatz ist Bestandteil der „European Mobile and Mobility Industries Alliance (EMMIA)“ und wird als so genannter „Large Scale Demonstrator“ in Partnerschaft mit der EU-Kommission, Generaldirektion Unternehmen und Industrie, durchgeführt. „Large Scale Demonstrators“ sind neue Prototyp-Maßnahmen der Europäischen Kommission, um europaweite Ansätze innovativer mobiler Dienstleistungen zu testen und einzuführen.

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