Preise steigen schneller

Verbraucherpreise steigen im Februar um 2,5 Prozent

Inflationsrate zieht spürbar an

Bad Ems, 28.02.12 Die Inflationsrate für Rheinland-Pfalz stieg im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,5 Prozent. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, zieht die Jahresteuerungsrate damit nach einem leichten Rückgang im Januar wieder spürbar an.

Für den Anstieg im Februar waren besonders die Preise fossiler Energie für Haushalt und Verkehr verantwortlich. So war Gas um 9,8 Prozent, Heizöl sogar um 18 Prozent teurer als noch im Februar 2011. Dementsprechend stiegen auch die Preise für Zentralheizung und Fernwärme um 11 Prozent. Kraftstoffe verteuerten sich um 7,8 Prozent. Aufgrund der gestiegenen Energiepreise erhöhten sich die Indexwerte für die Hauptgruppe Verkehr (plus 3,3 Prozent) sowie für Waren und Dienstleistungen rund ums Wohnen (plus 2,8 Prozent) überdurchschnittlich.

Auch die Preise für Bekleidung und Schuhe (plus 3,2 Prozent) lagen deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats. Ebenfalls merklich teurer waren alkoholische Getränke und Tabakwaren (plus 4,4 Prozent).

Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke erhöhten sich gegenüber Februar 2011 um 3,4 Prozent. Hierzu hat insbesondere der Preisauftrieb bei Fleisch und Fleischwaren (plus 6,5 Prozent) sowie bei Fisch und Fischwaren (plus 7 Prozent) beigetragen. Auch Molkereiprodukte und Eier (plus 3,3 Prozent) sowie Speisefette und -öle (plus 6,5) wurden deutlich teurer. Preissteigerungen waren auch bei Mineralwasser (plus 3,7 Prozent) und Bohnenkaffe (plus 14,6 Prozent) zu verzeichnen. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher günstiger verlief hingegen die Entwicklung bei Obst (minus 2,2 Prozent) und Gemüse (minus 1,4 Prozent). Beispielsweise gaben die Preise für Weintrauben um 15,2 Prozent, die Preise für Birnen sogar um 25 Prozent nach. Kopf- oder Eisbergsalat war 10,4 Prozent, Lauch und anderes Blatt- und Stielgemüse sogar 19 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat.

Veränderungen gegenüber Januar 2012

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,7 Prozent. Dies ist unter anderem auf saisonbedingte Einflüsse zurückzuführen. Die Preise für Bekleidung stiegen beispielsweise um 4,2 Prozent. Pauschalreisen waren 9,4 Prozent teurer, Mieten für Ferienwohnungen und -häuser erhöhten sich um 9,3 Prozent. Überdurchschnittlich stiegen auch die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (plus 1,0 Prozent) sowie für alkoholische Getränke und Tabakwaren (0,8 Prozent).

Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in Rheinland-Pfalz in 11 Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) gut 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von rund 750 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt.

Autorin: Merle Hattenhauer (Referat Mikrozensus, Verdienste, Preise, Haushaltserhebungen)

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