Vom Armenhaus zum Global Player

Zukunft hat Herkunft

Perspektiven für die Wirtschaftsgeschichte von Rheinland-Pfalz

Mainz, 29.02.12 Brücken schlagen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Haben Sie schon einmal über eine Zusammenarbeit mit Mainzer Wissenschaftlern nachgedacht? Mit dem Transfercafé stellen die Mainzer Wissenschaftseinrichtungen insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen vor, was die Forschung in Mainz alles zu bieten hat und warum es sich für Unternehmer/innen lohnt, mit Wissenschaftseinrichtungen zusammen zu arbeiten.

Hierzu informiert das Transfercafé im Rahmen der Veranstaltung „Zukunft hat Herkunft“ am 1. März 2012, 17.00 Uhr, Landtag Rheinland-Pfalz, Medien- und Besucherraum. Die Wirtschaftsgeschichte des Landes Rheinland-Pfalz ist eine Erfolgsgeschichte: Aus dem vielzitierten Land der „Reben und Rüben“ hat sich eine blühende Wirtschaftslandschaft entwickelt, die heute mehr als die Hälfte ihrer industriellen Erzeugnisse exportiert. Rheinland-Pfalz ist vom „Armenhaus“ längst zum global player geworden.

Doch was wissen wir über diesen Wandel in unserem Bundesland? Wie können wir sichtbar machen, aus welchen Wurzeln und Vorprägungen er sich entwickelt hat? Was können wir tun, um all die (Erfolgs-) Geschichten von Betrieben und Unternehmungen zu dokumentieren, die einmal ganz klein in den vielfältigen Wirtschaftsregionen unseres Landes begannen und die heute auf den Märkten und Weltmärkten mitspielen? Und wo bleibt die Erinnerung an angestammte, auch kleine Firmen und Betriebe, die so untrennbar mit manchen unserer Regionen verwachsen sind oder waren und diese so maßgeblich prägten? Wo können wir in dieser Geschichte der steten Veränderung graben, um Vergangenes vor dem Vergessen bewahren? Wie halten wir für die Zukunft fest, was die fast 2 Millionen Beschäftigten in Rheinland-Pfalz bei ihrer Arbeit leisten?

In der Veranstaltung geht es um diese Fragen, aber auch um mehr: um die Gründung eines Arbeitskreises „Wirtschaftsgeschichte“ – er soll im Schulterschluss von Wirtschaft und Wissenschaft Wege erkunden, um das Erbe unseres Landes zu sichern und fruchtbar zu machen, denn Zukunft braucht Herkunft!

Der Präsident des Landtags Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Kommission für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz, Joachim Mertes, sowie der Kanzler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Götz Scholz, werden Sie recht herzlich begrüßen. Dr. Markus Würz, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Historisches Seminar, wird die Filmimpressionen Wirtschaft in Rheinland-Pfalz gestern und heute – moderieren. An der sich anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema „Perspektiven zur Förderung von Wirtschaftsgeschichte in Rheinland-Pfalz für Wirtschaft und Wissenschaft“ werden Dr. Martin Burkhardt, Stiftung Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg, Rainer Gesell-Schmidt, Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, Albrecht Hornbach, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Holding AG, Dr. Pia Nordblom, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Historisches Seminar, Dr. Jürgen Steiner, Schott AG, Univ.- Prof. Dr. Bernhard Stier, Universität Koblenz-Landau, Institut für Geschichte sowie Werner Wittlich, Präsident der Handwerkskammer Koblenz, teilnehmen. Moderiert wird die Gesprächsrunde von Univ.-Prof. Dr. Michael Kißener, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Historisches Seminar.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Sie sind recht herzlich eingeladen, hieran teilzunehmen.

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