Herzen elektronisch überwacht

Initiative Gesundheitswirtschaft Rheinland-Pfalz

Telemedizin in der Region Westpfalz auf den Weg gebracht

Mainz, 02.03.12 In der Region Westpfalz sind zwei innovative Telemedizinprojekte für Menschen mit chronischer Herz-Kreislauf-Erkrankung an den Start gegangen. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt im Rahmen der Initiative Gesundheitswirtschaft beide Projekte mit insgesamt 100.000 Euro, wie Arbeits- und Gesundheitsministerin Malu Dreyer heute in Mainz mitteilte. Darin sieht die Landesregierung gleich mehrere Vorteile: Es können stationäre Aufenthalte reduziert, Pflegebedürftigkeit vermieden und Arzneimitteltherapien individuell optimiert werden. „Für die Betroffenen bedeutet das mehr Sicherheit und mehr Lebensqualität trotz chronischer Herzerkrankungen“, sagte die Ministerin.

Im Rahmen der geförderten Projekte erproben das Fraunhofer Institut IESE, das Westpfalzklinikum in Kaiserslautern und die Firma Vitaphone gemeinsam den Einsatz von Telemonitoring in der Westpfalz für Patienten mit Herzinsuffizienz. Die Basis für dieses innovative Vorhaben bildet die enge und sektorenübergreifende Kommunikation und Kooperation von Hausärzten, Kardiologischen Facharztpraxen und Kliniken. Gemeinsam stellen sie die Weichen für ein flächendeckendes Telemonitoring-Netzwerk in der Westpfalz. Das damit verzahnte und ergänzende Projekt „Telemedizin und Herzinsuffizienz“ leitet das Westpfalz-Klinikum gemeinsam mit der Stiftung Chronisch Kranker und dem Institut Arbeit und Technik. Es geht dabei darum, zu erproben, wie Möglichkeiten der Fernkontrolle von implantierten Herzschrittmachern durch den behandelnden Arzt optimiert werden können. Das werde zu einer deutlichen Verbesserung der Versorgung insbesondere im ländlichen Raum führen, weil es den Patientinnen und Patienten weite Wege erspare, so die Ministerin.

Die Region Westpfalz ist ein vorwiegend ländlich strukturiertes Gebiet. Der Anteil der 65-jährigen liegt mit 21,5 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Mit der Implementierung von Telemonitoring sollen die Lebenserwartung der betroffenen Patientinnen und Patienten gesteigert, ihre Lebensqualität verbessert und gleichzeitig die Kosten für die Behandlung gesenkt werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Vermeidung beziehungsweise Früherkennung einer drohenden Funktionsstörung des Herzens und einer notfallmäßigen stationären Aufnahme. Ministerin Dreyer ist überzeugt: „Telemedizinischer Einsatz sichert eine qualitativ hochwertige flächendeckende Versorgung. Erreicht wird das über eine sektorenübergreifende Netzwerkbildung unter Einbeziehung von niedergelassenen Haus- und Fachärzten, Medizinischen Versorgungszentren und Kliniken.“

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