Konjunkturdelle kleiner

Schnellmeldung zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe im Januar 2012

Bad Ems, 05.03.12 Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Auftragseingang in der rheinland-pfälzischen Industrie im Januar 2012 um 3,8 Prozent gesunken. Während die Inlandsnachfrage um 10,3 Prozent nachgab, verbesserte sich die Auslandsnachfrage um 1,9 Prozent. Die Produktion stieg im Vorjahresvergleich um 3,8 Prozent.

Auftragseingänge niedriger als im Vorjahresmonat – Verbesserung gegenüber dem Vormonat

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Auftragslage in der rheinland-pfälzischen Industrie im Januar 2012 verschlechtert. Im Vergleich zum Januar 2011 gingen die Bestellungen preisbereinigt um 3,8 Prozent zurück, nachdem sie bereits im Dezember 2011 um 6 Prozent nachgegeben hatten. Der Anstieg der Auslandsnachfrage (plus 1,9 Prozent) reichte nicht aus, um den deutlichen Rückgang der Auftragseingänge aus dem Inland (minus 10,3 Prozent) zu kompensieren.

Von den vier großen Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie wies im Januar ausschließlich die chemische Industrie (plus 9,7 Prozent) einen Zuwachs auf. Dagegen verzeichnete der Fahrzeugbau (minus 22,6 Prozent) im Vorjahresvergleich deutliche Auftragseinbußen. Im Maschinenbau (minus 2 Prozent) und im Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen«(minus 0,8 Prozent) verschlechterte sich die Nachfrage leicht.

Im Vormonatsvergleich stiegen die Auftragseingänge im Januar 2012 um 10,1 Prozent. Im Dezember wurde noch eine Verschlechterung der Auftragslage um 4,1 Prozent registriert. Die Bestellungen aus dem Inland (plus 10,6 Prozent) stiegen im Januar stärker als die Auslandsnachfrage (plus 9,7 Prozent). Auch im stabileren Zweimonatsvergleich (Dezember/Januar gegenüber Oktober/November) ergab sich ein Zuwachs des Ordervolumens (plus 3,8 Prozent).

Von den vier großen Branchen verzeichnete im Januar 2012 ausschließlich die chemische Industrie (plus 38,9 Prozent) einen deutlichen Auftragszuwachs. Dagegen blieben die Aufträge im Fahrzeugbau (minus 7,4 Prozent), im Maschinenbau (minus 7,3 Prozent) sowie im Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (minus 5,7 Prozent) hinter den Vormonatsbestellungen zurück.

Produktion steigt im Vorjahresvergleich – Anstieg auch gegenüber dem Vormonat

Gegenüber dem Vorjahr ist der Güterausstoß in der rheinland-pfälzischen Industrie im Januar 2012 gestiegen. Der Produktionsindex stieg im Vergleich zum Januar 2011 preisbereinigt um 3,8 Prozent, nachdem er im Dezember 2011 um 4,4 Prozent gesunken war. Der Produktionsindex misst die monatliche Produktionsleistung der Industrie und gilt als wichtiger und aktueller Indikator für die konjunkturelle Entwicklung.

Der Anstieg wurde in erster Linie durch die stark steigende Produktion im Maschinenbau (plus 20,9 Prozent) verursacht. Im Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (plus 4 Prozent) sowie in der chemischen Industrie (plus 2,5 Prozent) wuchs die Produktion leicht. Im Fahrzeugbau (minus 12,4 Prozent) zeigte sich dagegen eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr.

Im Vormonatsvergleich verbesserte sich die Industrieproduktion im Januar 2012 sogar um 7,4 Prozent, nachdem sie im Dezember noch um 12,1 Prozent gesunken war. Im weniger von Schwankungen beeinflussten Zweimonatsvergleich (Dezember/Januar gegenüber Oktober/November) kam es zu einem Rückgang der Produktionsleistung um 6,2 Prozent.

Von den vier großen Branchen des Landes verzeichneten vor allem die chemische Industrie (plus 28,1 Prozent), aber auch der Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (plus 1 Prozent) eine Produktionssteigerung. Der Fahrzeugbau (minus 21,2 Prozent) sowie der Maschinenbau (minus 14 Prozent) meldeten dagegen eine deutlich geringere Produktion als im Vormonat.

Hinweis: Aufgrund nachträglicher korrigierter Datenmeldungen durch Berichtsbetriebe musste eine Neuberechnung der Indizes für die Produktion im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden erfolgen. Die aktualisierten Ergebnisse der Indizes und damit auch die der Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahres- bzw. dem Vormonat können daher von den zuletzt veröffentlichten Ergebnissen abweichen.

Schnellmeldung zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe stellt auf der Basis der vorläufigen Ergebnisse für die größten Industriebranchen in Rheinland-Pfalz monatlich die Auftragseingänge (real) und die Produktion (real) in Form von Indizes und Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahresmonat und dem Vormonat bereit. Die Daten stammen aus dem Monatsbericht sowie der monatlichen Produktionserhebung für Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden. Dazu werden regelmäßig rund 1 000 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten befragt. Endgültige Ergebnisse zu den Auftragseingängen und der Produktion werden etwa drei bis vier Wochen nach den vorläufigen Daten veröffentlicht.

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